Mittwoch, 13. Dezember 2017


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Frauen-Glut im Bild

Retrospektive Musikerinnen-Portraits von Antonia Duende

Berlin, (lifePR) - "Antonia Duende zeichnet vor der Bühne. Sie setzt in ihrer Arbeit auf den nonverbalen, spannungsvollen Dialog mit MusikerInnen und Musik, der sowohl akustisch als auch über Blickkontakte realisiert wird. Indem sie zeichnet, steigert sie die Intensität ihres eigenen Musikerlebens: Die Pastellstifte in ihrer Hand scheinen sich wie von selbst in Instrumente zu verwandeln - sie gleiten, hüpfen, springen über das Papier. Die Präsenz und Vitalität der MusikerInnen, die Töne und Rhythmen des Jazz werden in die Bildsprache der Künstlerin transformiert. Es entstehen Bilder, die den unverwechselbaren Swing des Jazz atmosphärisch aufnehmen oder ihn gar selbst zum Thema machen. Die Zeichnungen sind nicht nur und zuerst Porträts einzelner MusikerInnen, sondern sie erfassen auch den Geist des Jazz, seine Lebendigkeit und Kreativität.

Antonia Duende gelingt es, die verschiedenen Stimmungen des Jazz einzufangen. Ist einigen MusikerInnen ihre Spielfreude förmlich ins Gesicht geschrieben, vermitteln andere eher ein Gefühl meditativer Versunkenheit. Doch alle scheinen sich auf ihr Spiel, auf den Rhythmus, auf den Swing zu konzentrieren. Bewegtheit, Spannung und Rhythmik charakterisieren diese Zeichnungen. Konzentrierte sich Antonia Duende anfangs vor allem auf die Persönlichkeit, die Aura der einzelnen MusikerIn, wurde ihr nach und nach die Spezifik, die Eigentümlichkeit der Musik immer wichtiger. Der Duktus wurde freier, der Strich kräftiger. Kaum vorstellbar, dass auch nur eines dieser Blätter in der Staatsoper hätte entstehen können.

Die dialogisch angelegten Arbeiten verwischen die traditionellen Grenzen zwischen Jazz und Zeichnung auf wundersame Weise. Sie laden ein zum Gespräch - im wörtlichen Sinne.

Häufig zeigen sich die MusikerInnen verblüfft über die 'Hörgewohnheiten' der Künstlerin. Sie fragen nach, sind neugierig. Duendes Zeichnungen gewähren ihnen einen Blick auf sich selbst - auf sich selbst im Spiegel der Anderen. Auch viele KonzertbesucherInnen verfolgen diesen Dialog zwischen Zeichnung und Musik mit Begeisterung und nehmen Anteil am Entstehen der Bilder."

Antonia Duende studierte von 1978-1984 Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Sofia mit dem Abschluss Diplom-Malerin. Sie unterrichtete am französischen Gymnasium Bildende Kunst und Ästhetische Erziehung und erhielt 1990 einen Lehrauftrag für Kunsterziehung an der Sofioter Universität. Von 1991 bis 1996 war sie Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung. Im Wintersemester 2003/04 hatte sie am Institut für Kunst im Kontext der UdK Berlin einen Lehrauftrag inne. Seit 1990 ist Antonia Duende Leiterin von künstlerischen Werkstätten und Kursen in den Bereichen Malen/Zeichnen, Kostüme/Maskenbau und Lichtobjekte/Installation im In- und Ausland.

Kunstprojekte und Ausstellungen (Auswahl):

1991 "Auf der Spur des gestrandeten Wals - Mythen und Transformationen zwischen Friedrichstraßen-Passage und Kunsthaus Tacheles", Berlin (Gruppenausstellung)
1992 Kunstaktion "Neue Währung für Berlin", gefördert durch den Senator für Kulturelle Angelegenheiten
1993 GRENZENLOS: Kulturelle Begegnung Sofia - Berlin
1995 Einzelausstellung "SLOVO" (Malerei), Berlin
1996 Teilnahme am Int. Kunstfestival "RENDEZ-VOUS OF ARTS", gefördert durch das Goethe-Institut, Thailand Einzelausstellung "Jazz-Zeichnungen", Berlin
2000 "Euro-Welt: Europa malt für krebskranke Kinder" (Auszeichnung)
2002 "Sophia - drei Malerinnen aus Sofia", Berlin
2003 Konzeption und künstl. Umsetzung der ersten "Lange Nacht der Museen für Kinder", Berlin Erschaffung der Kunstfigur EUROPINIA (www.europinia.eu), die seitdem nach ihrer großen Schwester EUROPA sucht. EUROPINIA ist das Gesicht der Europäischen Kommission in Deutschland
2004 Kunstprojekt "Europa der Kulturen", Berlin
2005/6 Ausstellungsprojekt "Kuppeln und Zeichen" mit Vessela Posner (Malerei, Installation, Zeichnungen)
2007 Einzelausstellung "Auf der Suche nach Europa" (Zeichnungen, Foto/Videodokumentationen, Performance), Berlin
2008 Einzelausstellung "Die verwundete Welt von Europinia" (Zeichnungen & Fotodokumentation), Berlin Einzelausstellung "Jazz in Berlin" Musikerportraits in Pastell
2009 "Jazz aus Frankreich" (Zeichnungen), Berlin
2010 "Glagolitische Spuren" - Einzelausstellungen in Kroatien, Bulgarien, Ungarn, Kiel "Jazz in Bildern - eine Liebeserklärung" (Pastellzeichnungen), Berlin "Slawische Spuren" (Malerei), Peru

BEGINE-Frauenkultur
Potsdamer Str. 139, 10783 Berlin
Sa. 9. April – Fr. 17. Juni 2011

Vernissage 20h, Einlass 19h
Sektempfang mit den Musikerinnen:
Metissia & Ellen Marion Maybell

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