Donnerstag, 19. Oktober 2017


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"Berufliche Kompetenz ist ein wichtiger Baustein, um Arbeitslosigkeit zu beenden"

Zwickau, (lifePR) -
Rückgang der arbeitslosen Menschen um 555 auf 11.521 (Vorjahr: 12.256)
Arbeitslosenquote liegt bei 6,8 Prozent (Vorjahr: 7,2 Prozent)
Mehr Menschen haben ihre Arbeitslosigkeit beendet als sich neu arbeitslos gemeldet
Arbeitskräftenachfrage steigt an
871 noch unbesetzten Ausbildungsstellen stehen 797 noch suchende Jugendliche gegenüber


Überblick

„Während der vergangenen beiden Monate ist die Arbeitslosigkeit deutlich und in beinahe gleichem Umfang zurück gegangen", resümiert Andreas Fleischer, und nennt auch gleich den Grund für den Rückgang: die Frühjahrsbelebung nämlich. Doch auch wenn der Blick auf die Zahlen durchaus positiv sei, gelte es nach wie vor, die Situation vieler Langzeitarbeitsloser besonders im Fokus zu behalten. „Selbst wenn in vielen Branchen Fachkräfte dringend gesucht werden, haben Menschen, die keine oder nur geringe Schlüsselqualifikationen vorweisen können, geringe Chancen, von der guten Arbeitsmarktlage zu profitieren." Es sei deshalb wichtig, sehr genau hinzuschauen und diese Defizite gezielt und individuell auszugleichen.

„Berufliche Kompetenz ist ein wichtiger Baustein, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu beenden", weiß Fleischer und verweist auf verschiedene Fördermöglichkeiten und –programme für Qualifizierungen und berufliche Weiterbildungen, die Arbeitsagentur und Jobcenter den Kunden anbieten. „Lassen Sie sich von uns zum umfangreichen Qualifizierungsangebot beraten", lädt er interessierte Frauen und Männer ein.

Arbeitslosigkeit in den beiden Rechtskreisen

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit zeigt sich in erster Linie im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III). So verzeichnete die Arbeitsagentur im April 454 Arbeitslose weniger als im Vormonat in ihrem Kundenstamm. Die Arbeitslosigkeit ging hier um 13,1 Prozent zurück. Im Jobcenter Zwickau (Rechtskreis SGB II) nahm die Arbeitslosigkeit um 101 Personen bzw. 1,2 Prozent ab.

Im Rechtskreis des SGB III waren damit im April 3.019 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 379 weniger als im April 2015 und im Rechtskreis SGB II 8.502 Arbeitslose, 356 weniger als im Vorjahr.

Zugänge in und Abgänge aus Arbeitslosigkeit

2.455 Personen meldeten sich im April neu oder erneut arbeitslos, 66 mehr als im Vormonat und 231 weniger als im Vorjahr. 944 von ihnen waren vor ihrer Arbeitslosmeldung erwerbstätig.

3.001 Frauen und Männer hingegen konnten ihre Arbeitslosigkeit im April beenden. Das sind 232 mehr als im Vormonat und 334 weniger als im April des Vorjahres. 1.210 von ihnen konnten eine Erwerbstätigkeit beginnen – 238 mehr als im Monat zuvor.

Langzeitarbeitslosigkeit

Im Agenturbezirk Zwickau sind derzeit 4.733 Arbeitslose länger als ein Jahr auf Jobsuche. Das entspricht einem Anteil von 41,1 Prozent an allen Arbeitslosen im Agenturbezirk. Im Vergleich zum Vormonat sank die Langzeitarbeitslosigkeit um 1,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sind aktuell 26 Langzeitarbeitslose mehr gemeldet.

Beschäftigtenstatistik

Die Beschäftigungsstatistik, die gerade aktualisiert wurde und jetzt für das dritte Quartal 2015 vorliegt, zeigt Folgendes: Am Stichtag 30.09.2015 verdienten im Landkreis Zwickau 124.427 Männer und Frauen ihr Geld mit sozialversicherungspflichtigen Jobs; das ist ein Plus von 1.348 Personen im Vergleich zum Vorquartal und ein Mehr von 1.518 Personen im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Stellenangebote

2.214 Stellen – 442 mehr als im Vorjahr um diese Zeit – waren im April im Agenturbezirk registriert.

Durch den gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur und Jobcenter wurden im April 703 Stellen neu aufgenommen. Das waren 196 Jobangebote mehr als im März und 128 mehr als im Vorjahr.

Den Großteil der Stellen meldeten das Verarbeitende Gewerbe, das Gesundheits- und Sozialwesen, das Baugewerbe und die Zeitarbeitsbranche.

Blick in die Geschäftsstellen

In den Geschäftsstellen der Zwickauer Arbeitsagentur stellt sich die Arbeitslosigkeit folgendermaßen dar: Die Arbeitslosenquote beträgt in Hohenstein-Ernstthal und Werdau 6,3 Prozent. Die Hauptagentur Zwickau und die Glauchauer Geschäftsstelle vermelden eine Arbeitslosenquote von 7,5 Prozent.

Ausbildungsmarkt

„Da erst im Oktober feststeht, wie viele Ausbildungsverträge tatsächlich geschlossen wurden, lassen sich aktuell für den Ausbildungsmarkt nur Trends ablesen", erklärt Andreas Fleischer. So sind derzeit noch 871 der insgesamt 1.432 von Arbeitgebern gemeldeten Ausbildungsstellen unbesetzt. Gleichzeitig sind noch 797 der 1.428 gemeldeten Bewerber auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Besonders begehrt bei den Mädchen sind in diesem Jahr wieder Ausbildungen zur Verkäuferin, zur Kauffrau im Einzelhandel und im Büromanagement sowie zur Verwaltungsfachangestellten. Bei den Jungen sind es – wie auch schon in den beiden Jahren zuvor – der Kfz-Mechatroniker, der Fachlagerist, der Mechatroniker und der Zerspanungsmechaniker.

Arbeitgebern, die ihre Ausbildungsstellen noch nicht gemeldet haben, rät Fleischer zu einer schnellen Kontaktaufnahme mit dem Arbeitgeberservice. „Aber auch Jugendliche, die bislang gezögert haben, sollten sich zeitnah bei der Agentur für Arbeit melden. Denn die reine Anzahl offener Ausbildungsstellen sagt nichts darüber aus, ob sie mit dem Berufswunsch der jungen Leute zusammen passen – oder ob die Jugendlichen die Anforderungen der Arbeitgeber erfüllen können."

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