Montag, 23. Oktober 2017


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2016 - ein Jahr mit besonderen Herausforderungen

Zwickau, (lifePR) - Der Blick zurück

„2016 war für Zwickau im Vergleich zu den Vorjahren doch von Besonderheiten geprägt“, bringt Zwickaus Arbeitsagentur-Chef Andreas Fleischer die Bilanz zum abgelaufenen 2016er Arbeitsmarkt auf den Punkt. Bei stabiler Wirtschaftslage blieb die Arbeitslosigkeit niedrig, und die Beschäftigung stieg insgesamt weiter an. „Die Wirtschaft in der Region ist in den vergangenen Jahren gewachsen und bietet Menschen ohne Arbeit gute Perspektiven und Chancen. Die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen ist hoch. Im Jahresverlauf wurden uns von Arbeitgebern fast 8.000 Arbeitsstellen gemeldet.“

Der Großteil dieser Stellen kam aus dem Verarbeitendem Gewerbe, der Zeitarbeit, dem Handel, Gesundheits- und Sozialwesen, Bau, Gastgewerbe sowie aus Verkehr und Lagerwirtschaft. Aktuell werden 2.226 offene Stellen geführt – das sind 17,7 Prozent mehr als im Dezember 2015.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Region ist 2016 nochmals gewachsen. Am 30. Juni hatten laut der aktuellen Statistik 123.842 Menschen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung; das waren 761 mehr als im Jahr zuvor.

Die besondere Herausforderung lag in der Bewältigung der Personalfreisetzungen in der Automobilbranche. Betroffen davon waren sowohl Zeitarbeiter als auch befristet Beschäftigte. „Von den fast 1.000 Betroffenen sind weit über die Hälfte bereits wieder auf anderen Arbeitsplätzen eingemündet“, bilanziert Fleischer und fährt fort: „Für einen erheblichen Teil wurden von uns kurz- aber auch langfristige Qualifizierungsmaßnahmen organisiert und gefördert.“ Diese Einflüsse am Arbeitsmarkt waren der wesentliche Grund für den fehlenden Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung.

Im Jahresmittel 2016 waren im Landkreis Zwickau 11.177 Männer und Frauen ohne Job gemeldet; das entspricht einem Rückgang um 610 Menschen. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag bei 6,6 Prozent und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte zurückgegangen. Wie auch in den Vorjahren herrschte eine hohe Fluktuation am Markt. Hier zeigt sich die Ausgeglichenheit darin, dass sich Zugänge in und Abgänge aus Arbeitslosigkeit mit etwa 30.000 die Waage hielten. Gut 60.973 Bewegungen – 30.263 Zugänge in und 30.710 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit - gab es im vergangenen Jahr. Positiv kann festgestellt werden, dass die Frauen und Männer, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, in der Überzahl waren.

Der Blick auf die Jahreswerte zeigt, dass im vergangenen Jahr im Rechtskreis SGB III 2,9 Prozent Frauen und Männer (-93) weniger arbeitslos waren als im Jahresdurchschnitt 2015.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB II fällt mit 6 Prozent deutlich höher aus: 517 Menschen weniger als im Jahr davor benötigten im abgelaufenen Jahr keine Grundsicherungsleistungen mehr.

Der Blick voraus

„Wir erwarten, dass die günstige Entwicklung anhält und sind mit Zuversicht ins neue Jahr gestartet", ergänzt Fleischer und nennt die Zielstellung für 2017: „Unser oberstes Ziel bleibt es, Menschen und Arbeit zusammen zu bringen und die heimischen Unternehmen beim Gewinnen von Fachkräften zu unterstützen."

Über den Schwerpunkt Qualifizierung hinaus liegt auch 2017 ein Fokus darauf, Vorbehalte abzubauen und Schwerbehinderte in Arbeit zu bringen - durch professionelle Beratung der Betroffenen und der Arbeitgeber gleichermaßen. Ein besonderes Augenmerk gilt zudem denjenigen, die seit längerer Zeit nicht im Erwerbsleben stehen. Sie zählen häufig zum Klientel des Jobcenters, das alle die betreut, die von der Grundsicherung leben. Ziel bleibt es, Langzeitarbeitslosigkeit weiter zu reduzieren. Andreas Fleischer: „Viele Menschen, die vordergründige Vermittlungshemmnisse haben, können dennoch ein Gewinn für Unternehmen sein. Deshalb ist es ganz wichtig, mit ihnen gemeinsam nach individuellen Lösungen zu suchen.“

Eine große Herausforderung bleibt 2017 weiterhin die Integration der Flüchtlinge mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit. Flüchtlinge und Asylbegehrende professionell zu beraten und ihnen den Weg ins Arbeitsleben und damit in die Gesellschaft zu ebnen: Das ist die große Aufgabe für Arbeitsagentur und Jobcenter in Zusammenarbeit mit den regionalen Netzwerkpartnern. Aus den zehn Nationen mit den meisten Asylanträgen waren für den Agenturbezirk Zwickau Ende 2015 insgesamt 517 erwerbsfähige Personen gemeldet, Ende 2016 waren es 681.

„Nach den Kursen zum Erwerb von Sprachkompetenz heißt es nun im nächsten Schritt, Kompetenzen, Erfahrungen und Potenziale zu identifizieren und durch gezielte Förderung zu erschließen“, konstatiert Agentur-Chef Andreas Fleischer. Dafür können sämtliche arbeitsmarktpolitischen Instrumente genutzt werden, zum Bespiel die Einstiegsqualifizierung als Sprungbrett in eine Ausbildung oder der Eingliederungszuschuss, der einen Teil der Lohnkosten abdeckt.  

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