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Pressemitteilung BoxID: 527009 (Agentur für Arbeit Zwickau)
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2014 war Bewegung auf dem Zwickauer Arbeitsmarkt - es gab mehr Abmeldungen als Neuzugänge

(lifePR) (Zwickau, ) .
Der Blick zurück

"Es war ein stabiles Jahr, was die Arbeitslosigkeit betrifft, auch wenn im letzten Monat die Arbeitslosenzahlen aufgrund der saisonal typischen Entlassungen und auslaufender Verträge leicht angestiegen sind", stellt Andreas Fleischer beim Blick auf die vergangenen zwölf Monate fest. 2014 war geprägt von einer kontinuierlichen Nachfrage an Arbeitskräften und den Anzeichen des demografischen Wandels, bilanziert der Chef der Zwickauer Arbeitsagentur. "Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, was uns zeigt, dass Fachkräfte weiterhin gesucht werden, und der zunehmende Bedarf den Markt perspektivisch noch stärker bestimmen wird."

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit konnten übers Jahr die Jugendlichen gut profitieren. Es gab 18,7 Prozent weniger arbeitslose junge Männer und Frauen als 2013. "Die vergangenen drei Jahre haben uns gezeigt, dass junge Fachleute häufiger als früher nach der Ausbildung nahtlos in Arbeit übernommen werden", resümiert Fleischer.

Mit Blick auf das Vorjahr wurden 2014 in fast allen Branchen wieder mehr Stellen gemeldet: 8.006 sozialversicherungspflichtige Stellen standen Arbeitsagentur und Jobcenter für die Vermittlung zur Verfügung - 705 mehr als noch 2013. Die meisten der gemeldeten Stellen kamen aus dem Verarbeitendem Gewerbe, der Zeitarbeit, dem Handel, Gesundheits- und Sozialwesen, Bau, Gastgewerbe sowie aus Verkehr und Lagerwirtschaft.

Rückblick in die Rechtskreise

Der Blick auf die Jahreswerte zeigt, dass im vergangenen Jahr 17,4 Prozent Frauen und Männer (-793) im Rechtskreis SGB III weniger arbeitslos waren als im Jahresdurchschnitt 2013.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB II fällt mit 4,5 Prozent nicht ganz so hoch aus: 439 Menschen weniger als im Jahr davor benötigten im abgelaufenen Jahr keine Grundsicherungsleistungen mehr.

Bewegung auf dem Arbeitsmarkt: Mehr Abmeldungen als Neuzugänge

Dass Arbeitslosigkeit kein fester Block ist, belegen die Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt. Gut 67.918 Bewegungen - 33.299 Zugänge in und 34.619 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit - gab es im vergangenen Jahr. Positiv kann festgestellt werden, dass die Frauen und Männer, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, in der Überzahl waren. Im Vergleich zum Vorjahr mussten sich 2014 4.298 Menschen weniger arbeitslos melden als 2013.

Unterbeschäftigung

2014 haben jeden Monat durchschnittlich 4.593 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, wie beruflicher Weiterbildung, Aktivierungs- und Eingliederungsmaßnahmen oder Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten, teilgenommen und damit den Arbeitsmarkt entlastet. Insgesamt belief sich die jahresdurchschnittliche Unterbeschäftigung - Summe an Arbeitslosen und Teilnehmern in Maßnahmen - nach ersten Hochrechnungen auf 17.568. 2013 waren es 19.593. Damit liegt der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung im Jahresdurchschnitt 2014 bei 73,9 Prozent. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen - analog der Arbeitslosenquote - lag die Unterbeschäftigungsquote im Jahresschnitt bei 10,1 Prozent, im Jahr davor bei 11,2 Prozent.

Der Blick voraus

"Auch 2015 bleibt unsere wichtigste Aufgabe, arbeitslose Menschen und Arbeit zusammen zu bringen", erklärt Andreas Fleischer und meint damit auch Frauen und Männer, die schon längere Zeit arbeitslos sind oder keine Ausbildung haben. "Mit individuell für sie gestalteten Angeboten wollen wir sie so nah wie möglich wieder an den Arbeitsmarkt zu führen. Ohne passende Unterstützung haben sie nur geringe Chancen auf eine Arbeit."

Die demografische Entwicklung bedingt ein Ansteigen des Anteils Älterer in Beschäftigung als auch in der Arbeitslosigkeit. "Leider erfolgt dies nicht gleichmäßig auf beiden Seiten", erklärt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Zwickau. Während die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk Zwickau in den vergangenen vier Jahren von 18.141 im Dezember 2010 auf knapp 12.096 im Dezember 2014 um knapp ein Drittel gesunken ist, stieg dagegen der Anteil arbeitsloser Lebenserfahrener ab 50 von 41,2 Prozent im Dezember 2010 auf 45,3 Prozent im Dezember 2014. "Wir wollen die Firmen bei ihrer Mitarbeitersuche unterstützen. Dabei sollte nicht nur auf die erfahrene Fachkraft gewartet, sondern durchaus auch auf das Potential lebenserfahrener Menschen zurückgegriffen werden", so Fleischer. Vor dem Hintergrund, dass die Gesellschaft immer älter wird und es immer weniger junge Menschen gibt, die nachrücken, müsse man jede Chance nutzen.

Weiterhin biete man 2015 - wie im vergangenen Jahr begonnen - Arbeitgebern an, gemeinsam die betriebliche Weiterbildungssituation durch eine individuelle Qualifizierungsberatung zu verbessern. Dieser kostenfreie Service orientiert sich direkt am Bedarf des einzelnen Betriebes. "Besonders kleine und mittelständische Unternehmen werden auf diese Weise in Kernfragen betrieblicher Personalarbeit professionell unterstützt. Der gemeinsame Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit und des Jobcenters Zwickau übernimmt dabei eine Lotsenfunktion, begleitet Unternehmen bei der nachhaltigen Personalentwicklung und leitet daraus den aktuellen Bildungsbedarf ab", zählt Andreas Fleischer auf und lädt Arbeitgeber ein, sich von den Kollegen des Arbeitgeberservice zur Qualifizierungsberatung informieren zu lassen. (Kontakt unter 0800 4 555 20).

Mit dem Sonderprogramm "WeGebAU" wolle man Geringqualifizierte und ältere Arbeitnehmer, die in Unternehmen beschäftigt sind, weiterbilden und mit der Initiative zur Flankierung des Strukturwandels (IFlaS) sollen Berufsrückkehrer für den Arbeitsmarkt fit gemacht werden.

Auch die Interne ganzheitliche Integrationsberatung im SGB III (INGA) soll Kunden, die durch ihr Alter, durch private oder gesundheitliche Einschränkungen, die familiäre Situation oder aber die langjährige Beschäftigung bei nur einem Arbeitgeber Probleme bei der Jobsuche haben, 2015 weiterhin unterstützen.