Samstag, 18. November 2017


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Sommerflaute bringt mehr Arbeitslose

Der Potsdamer Arbeitsmarkt im Juli

Potsdam, (lifePR) - Im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam ist die Arbeitslosigkeit im Juli leicht gestiegen. Insgesamt 25.512 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das sind 565 mehr als im Juni und 994 weniger als im Juli 2012.
Gegenüber Juni stieg die Arbeitslosenquote um 0,2 auf 7,8 Prozent. Verglichen mit Juli 2012 ging sie dagegen um 0,4 zurück.

„Im Juli macht sich am Arbeitsmarkt die Sommerflaute bemerkbar“, erläutert Edelgard Woythe, Leiterin der Potsdamer Arbeitsagentur. „Viele Betriebe verschieben Einstellungen auf die Zeit nach den Ferien. Jugendliche, die nach der Ausbildung nicht übernommen wurden, junge Akademiker die noch auf der Suche nach dem richti-gen Unternehmen sind, sowie Teilnehmer aus beendeten Qualifizie-rungsmaßnahmen melden sich jetzt bei uns.“

Die Arbeitslosigkeit im Detail

5.751 Menschen meldeten sich im Juli neu arbeitslos. Dies waren 907 mehr als im Juni und 35 weniger als im Juli 2012. Davon kamen 2.212 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. Das sind 380 oder 21 Prozent mehr als im Juni.
Ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten im Juli 5.210 Personen. Dies waren 519 weniger als im Juni und 187 mehr als im Juli 2012. Davon fanden 1.621 einen Arbeitsplatz am sogenannten ersten Arbeitsmarkt und etwa 935 begannen eine Ausbildung oder Qualifizierung.

Nach Personengruppen betrachtet entwickelte sich die Arbeitslosigkeit unterschiedlich gegenüber dem Juli vor einem Jahr. Während unter den Jugendlichen die Arbeitslosigkeit um 11,4 Prozent weiter zurück ging, stieg sie bei den Ausländern um 7,8 Prozent an.

Auch nach Agentur für Arbeit und Jobcentern getrennt betrachtet war ein unterschiedlicher Trend zu beobachten. Von der Agentur für Arbeit Pots-dam (Rechtskreis SGB III) wurden im Juli 7.735 Personen betreut. Das sind 375 mehr als im Juni und 83 mehr als vor Jahresfrist.
Die vier Jobcenter (Rechtskreis SGB II) waren für 17.777 Arbeitslose ver-antwortlich. Das sind 190 mehr als im Juni und 1.077 weniger als im Juli 2012.

Der Stellenmarkt

Wie schon in den Vormonaten war der Bestand an gemeldeten Stellen rückläufig. Diesen Monat waren insgesamt 2.603 offene Stellen gemeldet. Das sind 37 weniger als im Juni und 455 weniger als vor einem Jahr.

Neu gemeldet wurden dem Arbeitgeber-Service im Juli 1.050 Stellen, 28 mehr als im Juni und 53 weniger als im Juli 2012. In den ersten sieben Monaten des Jahres kamen insgesamt 6.846 Stellen neu hinzu. Das sind 1.656 weniger als im Vorjahreszeitraum.

Hoch ist die Nachfrage im Gesundheits- und Sozialweisen nach Pflege-kräften und staatlich anerkannten Erziehern.
An einer Hochschule sind aktuell zwei Professuren für angewandte Informatik sowie im Datenmanagement ausgeschrieben.
Auf dem Bau sind insbesondere Arbeitskräfte für den Innenausbau ge-fragt. Der Logistik-Bereich sucht Busfahrer und Lagerkräfte.
Bei den Büro-Berufen haben Steuerfachangestellte und Buchhalter weiter gute Chancen. Auch Callcenter-Agenten stehen derzeit hoch im Kurs.
Weiterhin gefragt bleiben im gewerblich-technischen Bereich etwa Elekt-roniker, Anlagenmechaniker und Kfz-Mechatroniker.

Die Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben.

Im Juli umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 33.079 Perso-nen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 10,0 Prozent.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Der Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente trug dazu bei, für zahlreiche Personen Arbeitslosigkeit zu beenden oder zu verhin-dern. Insgesamt wurden 7.030 Teilnehmer gefördert (-230 zum Vormonat und -357 zum Vorjahr).
Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbstständigkeit) wurde bei 1.137 Menschen finanziell bezuschusst.
In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 2.008 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit.
1.079 Menschen wurden mit Sonderprogrammen bei Berufswahl und Be-rufsausbildung unterstützt. Hierzu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie Berufseinstiegsbegleitung.
1.133 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

Der Ausbildungsmarkt

Der Ausgleich auf dem Ausbildungsmarkt steht mit näher rückendem Be-ginn des Ausbildungsjahres ganz besonders im Fokus.
Im Juli waren noch 898 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbil-dungsplatz. Das sind 76 weniger als noch im Juni und 33 mehr als vor ei-nem Jahr. Dem gegenüber waren noch 1.108 Lehrstellen unbesetzt. Das entspricht einem Rückgang um 243 gegenüber Juni. Zum selben Zeitpunkt vor einem Jahr waren noch 66 mehr Ausbildungsplätze zu haben. Auf jeden unversorgten Bewerber kommen derzeit 1,23 freie Plät-ze.

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober haben sich 2.595 Ju-gendliche bei der Berufsberatung als Bewerber gemeldet. Das sind 15 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Auf der anderen Seite wur-den 2.679 regionale Ausbildungsplätze gemeldet. Das sind 191 weniger als ein Jahr zuvor.

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