Mittwoch, 18. Juli 2018


  • Pressemitteilung BoxID 523145

Rekord-Arbeitslosenquote von 7,1 Prozent

Potsdam, (lifePR) - Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam zum Vormonat Oktober konstant geblieben.

Insgesamt waren im November 23.151 Menschen arbeitslos gemeldet, 10 mehr als im Oktober. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 7,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr stellte sich die regionale Arbeitsmarktsituation deutlich günstiger dar - so waren im November 2013 1.129 Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote lag vor Jahresfrist bei 7,4 Prozent. "Mit 7,1 Prozent haben wir seit Oktober eine Arbeitslosenquote im Bezirk, die hier zuvor noch nie erreicht wurde. Auch der Vergleich des Arbeitsmarktes mit der Situation in 2013 fällt von Monat zu Monat positiver aus", analysiert Dr. Ramona Schröder, Leiterin der Potsdamer Arbeitsagentur.

Die Arbeitslosigkeit im Detail

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block. Vielmehr gibt es jeden Monat viel Bewegung. So meldeten sich im November 4.698 Menschen arbeitslos. Dies waren 418 weniger als im Oktober und 510 weniger als im Vorjahresmonat. Betrachtet man nur die Zugänge aus Beschäftigungen auf dem ersten Arbeitsmarkt, stellt sich das Bild anders dar: Mit 1.730 Meldungen lag der Wert über dem Vormonatsniveau (+3,1 Prozent) und unter dem Wert vom November 2013 (-8,0 Prozent). Insgesamt 78 Personen mussten sich direkt nach einer absolvierten Ausbildung arbeitslos melden. 106 Personen kamen im Berichtsmonat direkt aus einer Selbständigkeit - 34 weniger als im Oktober und 59 weniger als im November 2013.

Im November 2014 meldeten sich 4.698 Menschen aus der Arbeitslosigkeit ab. Dies waren 994 weniger als im Oktober und 286 weniger als im November 2013. Eine selbständige Existenz gründeten 122 Personen (-26,9 Prozent zum Vorjahr).

Nach Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) und Jobcentern (Rechtskreis SGB II) getrennt betrachtet, entwickelte sich die Arbeitslosigkeit unterschiedlich:

Die Agentur für Arbeit betreute 6.230 Arbeitslose. Das waren 20 mehr als im Oktober und 920 weniger als im November vor einem Jahr. Die Jobcenter im Agenturbezirk waren hin-gegen für 16.921 Arbeitslose verantwortlich. Das waren 10 weniger als im Oktober und 209 Personen weniger als vor Jahresfrist.

In den einzelnen Regionen zeichnete sich ein sehr divergierendes Bild: So reichte die lokale Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent in Potsdam-Mittelmark bis 12,2 Prozent in Brandenburg an der Havel. In Potsdam (-0,4), Potsdam-Mittelmark (-0,4) und Teltow-Fläming (-0,5) ging die Arbeitslosenquote zum Vorjahr zurück, in Brandenburg an der Havel (+0,4) war im selben Zeitraum ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen.

Der Stellenmarkt

2.993 Stellen waren im November vakant, 16 weniger als im Oktober und 593 mehr als im Vorjahr. „Mit sagenhaften 24,7 Prozent ist in unserer Region in den letzten zwölf Monaten der stärkste Stellenzuwachs im gesamten Land Brandenburg zu verzeichnen“, erläutert Schröder.
Neu gemeldet wurden dem Arbeitgeberservice in diesem Monat 850 Jobangebote – jahres-zeitlich bedingt 189 weniger als im Vormonat und auch 39 weniger als im November 2013.
Die meisten Stellen wurden in der Produktion und Fertigung sowie in den Bereichen Verkehr und Logistik angeboten. Händeringend gesucht wurden beispielsweise Kfz-Mechatroniker, Berufskraftfahrer, Auslieferungsfahrer und Lagerhelfer. Auch die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften in der Gesundheitsbranche war ungebrochen groß. „Auffällig ist, dass in der Landeshauptstadt selbst die Nachfrage nach Erziehern, nachdem sie jahrelang händeringend gesucht waren, zunächst gesättigt scheint. Hier kommt es aktuell vordergründig zu Neueinstellungen, wenn Mitarbeiter altersbedingt ausscheiden. Anders sieht es in unseren anderen Teilregionen aus – hier ist der Bedarf an ausgebildeten Erziehern ungebrochen groß“, veranschaulicht die Agenturchefin.
Die Unterbeschäftigung

Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen erfasst die Unterbeschäftigung auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben. Im November umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 29.333 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich wie schon im Oktober auf 8,8 Prozent. Im November 2013 hatte sie 9,5 Prozent betragen.
Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Durch den Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte Arbeitslosigkeit bei zahlreichen Personen beendet oder verhindert werden. Insgesamt wurden im Berichtsmonat 6.378 Teilnehmer gefördert (-206 zum Vormonat und -1.158 zum Vorjahr). Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbständigkeit) wurde bei 1.163 Menschen finanziell bezuschusst.
In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 1.044 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten.
1.048 Menschen wurden bei der Berufswahl und während der Berufsausbildung unterstützt. Hierzu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie die Berufseinstiegsbegleitung.
1.285 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Die Kinderuni gehört an der Hochschule Worms einfach dazu

, Bildung & Karriere, Hochschule Worms

Wenn die Professorinnen und Professoren die letzten Prüfungen und Klausuren im Semester haben schreiben lassen, dann gibt es noch eine lieb gewonnene...

Berufschancen in der IT-Branche

, Bildung & Karriere, FORUM Berufsbildung

Rund 95.000 Fachkräfte fehlen zurzeit in der IT-Branche. Fachkräfte werden in dieser Branche daher besonders stark umworben und die Karrierechancen...

UNICEF-Aktion "Träume sind grenzenlos": TH-Logistik-Student mit dem Rad auf dem Weg von Berlin zum Nordkap

, Bildung & Karriere, Technische Hochschule Wildau

Lukas Sentner, Logistik-Student an der Technischen Hochschule Wildau, interessiert sich für Warenströme, Lagerhaltung oder Verkehrsmanagement...

Disclaimer