Mittwoch, 18. Oktober 2017


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Rekord-Arbeitslosenquote von 6,7 Prozent

Der Potsdamer Arbeitsmarkt im November 2015

Potsdam, (lifePR) - Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam zum Vormonat Oktober nochmals zurückgegangen. Insgesamt waren im November 22.200 Menschen arbeitslos gemeldet, 58 weniger als im Oktober. Die Arbeitslosenquote lag nun bei 6,7 Prozent – ein Wert, der in der Potsdamer Region bis dato nicht erreicht wurde. Im Vergleich zum Vorjahr stellte sich die regionale Arbeitsmarktsituation folglich nochmals günstiger dar - so waren im November 2014 951 Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. „Wir freuen uns natürlich über diese außerordentlich positiven Entwicklungen – die Arbeitskräftenachfrage ist ungebremst hoch, auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nimmt stetig zu“, beschreibt Dr. Ramona Schröder, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Potsdam, die aktuelle Situation. „Die Zahl der Arbeitslosen wird aber in den kommenden Monaten steigen, schließlich kommen viele geflüchtete Menschen zu uns und nehmen unsere Dienstleistungen in Anspruch“, prognostiziert die Agenturchefin. „Dieser Anstieg soll aber keineswegs beunruhigen. Es ist richtig und wichtig, die Menschen in Arbeitsagentur und Jobcenter zu registrieren und von dort zu unterstützen, um sie dann auch in Arbeit und Ausbildung vermitteln zu können.“ Aufgrund von sprachlichen und kulturellen Hürden sei eine umfassende Betreuung erforderlich. Nur selten sei eine Integration von heute auf morgen zu erwarten. Die logische Konsequenz sei, dass die Arbeitslosigkeit in der Region vorübergehend ansteigen werde, fügt Schröder hinzu.

Die Arbeitslosigkeit im Detail

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block. Vielmehr gibt es jeden Monat viel Bewegung. So meldeten sich im November 4.649 Menschen arbeitslos. Dies waren 19 weniger als im Oktober und 49 weniger als im Vorjahresmonat. Betrachtet man nur die Zugänge aus Beschäftigungen auf dem ersten Arbeitsmarkt, stellt sich das Bild anders dar: Mit 1.727 Meldungen lag der Wert über dem Vormonatsniveau (+5,9 Prozent) und leicht unter dem Wert vom November 2014 (-0,2 Prozent). Insgesamt 69 Personen mussten sich direkt nach einer absolvierten Ausbildung arbeitslos melden. 93 Personen kamen im Berichtsmonat direkt aus einer Selbständigkeit – 5 weniger als im Oktober und 13 weniger als im November 2014.

Im November 2015 meldeten sich 4.703 Menschen aus der Arbeitslosigkeit ab. Dies waren 49 weniger als im Oktober und 5 mehr als im November 2014. Eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt konnten 1.372 Menschen aufnehmen (+32 zum Vormonat und -11 zum November 2014).

Nach Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) und Jobcentern (Rechtskreis SGB II) getrennt betrachtet, entwickelte sich die Arbeitslosigkeit unterschiedlich:

Die Agentur für Arbeit betreute 5.415 Arbeitslose. Das waren 65 weniger als im Oktober und 815 weniger als im November vor einem Jahr. Die Jobcenter im Agenturbezirk waren hingegen für 16.785 Arbeitslose verantwortlich. Das waren 7 mehr als im Oktober und 136 Personen weniger als vor Jahresfrist.

In den einzelnen Regionen zeichnete sich ein sehr divergierendes Bild: So reichte die lokale Arbeitslosenquote von 5,6 Prozent in Potsdam-Mittelmark bis 11,3 Prozent in Brandenburg an der Havel. In Brandenburg an der Havel (-0,9), Teltow-Fläming (-0,6) und Potsdam-Mittelmark (-0,3) ging die Arbeitslosenquote zum Vorjahr zurück, in Potsdam (+0,1) war im selben Zeitraum ein leichter Anstieg zu verzeichnen.

Der Stellenmarkt

4.875 Stellen waren im November vakant, 91 mehr als im Oktober und 1.882 mehr als im Vorjahr. „Mit einer Rate von 62,9 Prozent ist der Stellenzuwachs der letzten zwölf Monate wirklich sagenhaft“, staunt Schröder.

Neu gemeldet wurden dem Arbeitgeberservice in diesem Monat 1.509 Jobangebote – trotz des bevorstehenden Winters 149 mehr als im Oktober und 659 mehr als im November 2014.

Die meisten Stellen wurden in den Bereichen Verkehr, Logistik, Tourismus, Handel und in den kaufmännischen Berufen angeboten. Händeringend gesucht wurden beispielsweise Kfz-Mechatroniker, Metallbauer, Berufskraftfahrer, Lagerlogistiker oder ausgebildete Friseure. Auch die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften in der Gesundheitsbranche war ungebrochen groß. „Im Zusammenhang mit der Flüchtlingsthematik suchen öffentliche Einrichtungen Verwaltungsexperten und Sozialarbeiter mit Fremdsprachenkenntnissen“, ergänzt die Agenturchefin.

Die Unterbeschäftigung

Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen erfasst die Unterbeschäftigung auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben. Im November umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 27.633 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 8,3 Prozent. Im November 2014 hatte sie 8,8 Prozent betragen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Durch den Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte Ar-beitslosigkeit bei zahlreichen Personen beendet oder verhindert werden. Insgesamt wurden im Berichtsmonat 5.793 Teilnehmer gefördert (-57 zum Vormonat und -709 zum Vorjahr). Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbständigkeit) wurde bei 1.212 Menschen finanziell bezuschusst.

In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 542 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten.

1.210 Menschen wurden bei der Berufswahl und während der Berufsausbildung unterstützt. Hierzu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie die Berufseinstiegsbegleitung.

1.281 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

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