Montag, 22. Januar 2018


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Mit Inkrafttreten des neuen Aufenthaltsrechts am 1. August: Fachkräfte per Luftpost

Arbeitsagentur, Landeshauptstadt und Universität Potsdam schärfen den Blick für Absolventen Brandenburger Hochschulen aus Nicht-EU-Staaten

Potsdam, (lifePR) - Mit einem Flyer in Luftpost-Optik wirbt die Agentur für Arbeit Potsdam gemeinsam mit der Landeshauptstadt Potsdam und der Universität Potsdam in den nächsten Wochen verstärkt für akademische Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten, die ihren Hochschulabschluss an einer Brandenburger Hochschule erworben haben. Adressaten des Flyers sind zunächst rund 2.000 Arbeitgeber aus dem Agenturbezirk. Hintergrund ist das neue Aufenthaltsrecht, das am 1. August in Kraft tritt.

"Mit der Aktion wollen wir den Blick der Arbeitgeber für diesen Fachkräfte-Pool schärfen", erläutert die Vorsitzende der Geschäftsführung der Potsdamer Arbeitsagentur, Edelgard Woythe. "Die Absolventen verfügen meist über ausgezeichnete Sprach- und Kulturkompetenzen, sind überdurchschnittlich motiviert und können so manche Tür öffnen, wenn es darum geht, über die Landesgrenzen hinaus neue Märkte zu erschließen."

2011 waren rund sechs Prozent aller Absolventen der Brandenburger Hochschulen Staatsangehörige so genannter "Drittstaaten". Bei den Ingenieurwissenschaften lag der Anteil sogar bei rund elf Prozent (Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg).

Das neue Aufenthaltsrecht erlaubt ausländischen Absolventen deutscher Hochschulen künftig 18 statt bislang 12 Monate lang, einen angemessenen Arbeitsplatz zu suchen. Die Aufenthaltserlaubnis berechtigt während dieses Zeitraums außerdem zur Ausübung jeder Erwerbstätigkeit.

Darüber hinaus entfällt die so genannte Vorrangprüfung, wenn der Hochschulabsolvent eine seinem Studium angemessene Beschäftigung gefunden hat. Das heißt die Bundesagentur für Arbeit muss der Arbeitsaufnahme nicht mehr zustimmen.

Außerdem können Nicht-EU-Staatsangehörige jetzt neben dem Studium 120 ganze bzw. 240 halbe Tage im Kalenderjahr arbeiten. Das entspricht einer Tätigkeit von 20 Wochenstunden. Bislang waren 90 ganze bzw. 180 halbe Tage erlaubt.

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