Mittwoch, 13. Dezember 2017


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Frühjahrsbelebung setzt sich fort/ Baubranche etwas gebremst

Der Potsdamer Arbeitsmarkt im April 2014

Potsdam, (lifePR) - Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam kräftig gesunken. Insgesamt waren Mitte April 25.243 Menschen arbeitslos gemeldet, 1.432 weniger als im März und 1.495 weniger als im April 2013. Die Arbeitslosenquote lag nun bei 7,7 Prozent und somit 0,4 Prozentpunkte unter dem Vormonats- und 0,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. "Während die Landwirtschaft und der Tourismus ganz klar vom schönen Wetter profitieren, entwickelt sich die Baubranche momentan weniger rasant als in den letzten Jahren", erklärt Manfred Pollnow, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Potsdam. Dafür gebe es eine schlichte Erklärung: "Durch den milden Winter konnten viele Baustellen schneller fertiggestellt werden als geplant. Auf der anderen Seite warten die Unternehmen teilweise noch auf die Zuschläge für neue Projekte öffentlicher Auftraggeber."

Die Arbeitslosigkeit im Detail

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block. Vielmehr gibt es jeden Monat viel Bewegung. So meldeten sich 5.214 Menschen im April arbeitslos. Dies waren 180 weniger als im März und 15 weniger als im Vorjahresmonat. Betrachtet man nur die Zugänge aus Beschäftigungen auf dem ersten Arbeitsmarkt, stellt sich das Bild noch deutlicher dar: Mit 1.531 Meldungen lag der Wert deutlich unter dem Vormonatsniveau (-9,9 Prozent) und auch unter dem Wert vom April 2013 (-10,0 Prozent). 125 Personen kamen im April direkt aus einer Selbständigkeit. 61 junge Menschen mussten sich direkt nach einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung arbeitslos melden. Das entspricht einer Veränderungsrate von
-29,9 Prozent zum Vorjahr.

Im April 2014 meldeten sich 6.645 Menschen aus der Arbeitslosigkeit ab. Dies waren 142 mehr als im März und 418 mehr als im April 2013. 2.617 nahmen eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt auf, das waren 443 mehr als im April 2013. Eine selbständige Existenz gründeten 176 Personen (+10,7 Prozent zum Vorjahr).

Nach Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) und Jobcentern (Rechtskreis SGB II) getrennt betrachtet, entwickelte sich die Arbeitslosigkeit wie folgt:

Die Agentur für Arbeit betreute 7.363 Arbeitslose. Das waren 1.111 weniger als im März und 1.074 weniger als im April vor einem Jahr. Die Jobcenter im Agenturbezirk waren hingegen für 17.880 Arbeitslose verantwortlich. Das waren 321 weniger als im März und 421 weniger als vor Jahresfrist.

In den einzelnen Regionen zeichnete sich ein sehr divergierendes Bild: So reichte die lokale Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent in Potsdam-Mittelmark bis 12,9 Prozent in Brandenburg an der Havel. In Brandenburg an der Havel (-7,5 Prozent) und Potsdam-Mittelmark (-8,5 Prozent) war zum Vorjahr ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit festzustellen. In der Landeshauptstadt Potsdam fiel er verhaltener aus (-1,1 Prozent), in Teltow-Fläming lag er bei -5,0 Prozent.

Der Stellenmarkt

2.716 Stellen waren im April vakant, 6 weniger als im März und 23 mehr als im Vorjahr. Neu gemeldet wurden dem Arbeitgeberservice in diesem Monat 1.008 Jobangebote - 67 weniger als im Vormonat und 141 mehr als im April 2013.

Offene Stellen gab es über die klassischen Saisonbereiche hinaus in vielen Branchen. Weiterhin händeringend gesucht wurden Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen, zum Beispiel approbierte Apotheker, examinierte Erzieher oder Heilerziehungspfleger. Auch Steuerfachangestellte, Reinigungskräfte oder Elektroniker aller Fachrichtungen wurden verstärkt nachgefragt. In der Zeitarbeit ist ebenfalls ein erhöhter Personalbedarf festzustellen.

Die Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben. Im April umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 32.105 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 9,7 Prozent. Im April 2013 hatte sie 10,4 Prozent betragen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Durch den Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte Arbeitslosigkeit bei zahlreichen Personen beendet oder verhindert werden. Insgesamt wurden im Berichtsmonat 6.866 Teilnehmer gefördert (+30 zum Vormonat und -213 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbständigkeit) wurde bei 1.182 Menschen finanziell bezuschusst.

In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 1.441 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit.

1.269 Menschen wurden bei der Berufswahl und während der Berufsausbildung unterstützt. Hierzu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie die Berufseinstiegsbegleitung.

1.343 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

Der Ausbildungsmarkt

Die sich bereits im März andeutende Entwicklung auf dem regionalen Ausbildungsmarkt hat sich im April bestätigt:

"Um die Situation auf den Punkt zu bringen: Wir haben fast 550 Lehrstellen mehr im Angebot als Ausbildungsbewerber, denen wir sie anbieten können. Das ist natürlich aus Arbeitgebersicht fatal" konstatiert Pollnow.

Seit dem 1. Oktober wurden dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und Jobcenter 2.534 betriebliche Angebote gemeldet, was einem Zuwachs von 7,2 Prozent zu 2012/2013 entspricht. 1.731 Stellen sind noch immer vakant.

Mit 1.992 Lehrstelleninteressenten, die sich seither für den Ausbildungsbeginn im Herbst 2014 bei der Berufsberatung gemeldet haben, sind es abermals weniger als im Vorjahreszeitraum (-3,2 Prozent). "Ich möchte nochmals alle Jugendlichen, die noch keinen Lehrvertrag in der Tasche haben, dazu ermutigen, die Berufsberatung zu nutzen. Das Lehrstellenangebot ist reichhaltig wie nie", rundet der Geschäftsführer operativ ab.

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