Der Potsdamer Arbeitsmarkt im Oktober 2015: Arbeitslosigkeit geht weiter zurück

(lifePR) ( Potsdam, )
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam nochmals gesunken. Insgesamt waren im Oktober 22.258 Menschen arbeitslos gemeldet, 88 weniger als im September. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 6,8 Prozent. Auch im Vergleich zum Vorjahr stellte sich die regionale Arbeitsmarktsituation deutlich günstiger dar - so waren im Oktober 2014 883 Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Arbeitslosenquote lag vor Jahresfrist bei 7,1 Prozent.

„Die Herbstbelebung hat sich im Oktober voll entfalten können. Wir verfügen über ein umfassendes Stellenangebot und können derzeit auf sage und schreibe 4.800 offene Arbeitsplätze vermitteln“, signalisiert Dr. Ramona Schröder, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Potsdam. So wechselhaft das Herbstwetter ist, so vielschichtig zeigt sich auch der regionale Arbeitsmarkt: „Auf der einen Seite ist ein wahrer Stellenboom ausgebrochen, auf der anderen Seite müssen sich Menschen in klassischen Außenberufen mit Blick auf den anstehenden Winter schon jetzt arbeitslos melden“, veranschaulicht die Agenturchefin die Gegensätze.

Die Arbeitslosigkeit im Detail

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block. Vielmehr gibt es jeden Monat viel Bewegung. So meldeten sich im Oktober 4.668 Menschen arbeitslos. Dies waren 94 weniger als im September und 448 weniger als im Vorjahresmonat. Betrachtet man nur die Zugänge aus Beschäftigungen auf dem ersten Arbeitsmarkt, stellt sich das Bild anders dar: Mit 1.631 Meldungen lag der Wert deutlich über dem Vormonatsniveau (+8,7 Prozent) und unter dem Wert vom Oktober 2014 (-2,8 Prozent). Insgesamt 89 Personen mussten sich direkt nach einer absolvierten Ausbildung arbeitslos melden. 98 Personen kamen im Berichtsmonat direkt aus einer Selbständigkeit – 13 weniger als im September und 42 weniger als im Oktober 2014.

Im Oktober 2015 meldeten sich 4.752 Menschen aus der Arbeitslosigkeit ab. Dies waren 514 weniger als im September und 940 weniger als im Oktober 2014. Eine selbständige Existenz gründeten 110 Personen (-29,9 Prozent zum Vorjahr).

Nach Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) und Jobcentern (Rechtskreis SGB II) getrennt betrachtet, entwickelte sich die Arbeitslosigkeit unterschiedlich:

Die Agentur für Arbeit betreute 5.480 Arbeitslose. Das waren 49 weniger als im September und 730 weniger als im Oktober vor einem Jahr. Die Jobcenter im Agenturbezirk waren hingegen für 16.778 Arbeitslose verantwortlich. Das waren 39 weniger als im September und 153 Personen weniger als vor Jahresfrist.

In den einzelnen Regionen zeichnete sich ein sehr divergierendes Bild: So reichte die lokale Arbeitslosenquote von 5,6 Prozent in Potsdam-Mittelmark bis 11,4 Prozent in Brandenburg an der Havel. Bis auf Potsdam, hier veränderte sich die Arbeitslosenquote zum Vorjahr nicht, war zum Oktober 2014 in allen Teilregionen ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen.

Der Stellenmarkt

4.784 Stellen waren im Oktober vakant, 209 mehr als im September und 1.775 mehr als im Vorjahr. Neu gemeldet wurden dem Arbeitgeberservice in diesem Monat 1.360 Jobangebote – 104 weniger als im Vormonat und 321 mehr als im Oktober 2014.

Die meisten Stellen wurden in der Produktion und Fertigung sowie in den Bereichen Verkehr und Logistik angeboten.

Im Hinblick auf die Flüchtlingsarbeit wurden vermehrt Stellen für Sozialarbeiter und Verwaltungswirte ausgeschrieben. Auch die Nachfrage nach examinierten Pflegekräften und Physiotherapeuten blieb ungebrochen groß. Der Handel suchte vordergründig in Teilzeit nach neuen Mitarbeitern – die Bewerber wünschten sich in aller Regel jedoch eine Vollzeitbeschäftigung.

Die Unterbeschäftigung

Zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen erfasst die Unterbeschäftigung auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben. Im Oktober umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 27.357 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 8,2 Prozent. Im Oktober 2014 hatte sie 8,8 Prozent betragen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Durch den Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte Ar-beitslosigkeit bei zahlreichen Personen beendet oder verhindert werden. Insgesamt wurden im Berichtsmonat 5.767 Teilnehmer gefördert (+52 zum Vormonat und -855 zum Vorjahr). Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbständigkeit) wurde bei 1.243 Menschen finanziell bezuschusst.

In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 648 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten.

1.162 Menschen wurden bei der Berufswahl und während der Berufsausbildung unterstützt. Hierzu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie die Berufseinstiegsbegleitung.

1.225 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.