Sonntag, 22. Oktober 2017


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Der Potsdamer Arbeitsmarkt im Mai 2014: Die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Tel-tow-Fläming als Motoren

Potsdam, (lifePR) - Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam weiter gesunken. Insge-samt waren Mitte Mai 24.735 Menschen arbeitslos gemeldet, 508 weniger als im April und 1.091 weniger als im Mai 2013. Die Arbeitslosenquote lag nun bei 7,5 Prozent und somit 0,2 Prozentpunkte unter dem Vormonats- und 0,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. "Der regionale Arbeitsmarkt steht auf festen Füßen", unterstreicht Dr. Ramona Schröder, Vorsit-zende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Potsdam. So sei auch über saisonale Effekte hinaus eine robuste Entwicklung festzustellen. "In der Langzeitbetrachtung schnei-den insbesondere unsere Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming sehr erfreu-lich ab. Bei zurückgehender Arbeitslosigkeit steigt hier - anders als in Brandenburg an der Havel und Potsdam - die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung", fügt die Agenturlei-terin hinzu.

Die Arbeitslosigkeit im Detail

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block. Vielmehr gibt es jeden Monat viel Bewegung. So mel-deten sich 4.768 Menschen im Mai arbeitslos. Dies waren 446 weniger als im April und 406 weniger als im Vorjahresmonat. Betrachtet man nur die Zugänge aus Beschäftigungen auf dem ersten Arbeitsmarkt, stellt sich das Bild wie folgt dar: Mit 1.476 Meldungen lag der Wert unter dem Vormonatsniveau (-3,6 Prozent) und deutlich unter dem Wert vom Mai 2013 (-6,2 Prozent). 117 Personen kamen im Mai direkt aus einer Selbständigkeit. 42 junge Menschen mussten sich direkt nach einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung arbeitslos melden. Das entspricht einer Veränderungsrate von -4,5 Prozent zum Vorjahr.

Im Mai 2014 meldeten sich 5.288 Menschen aus der Arbeitslosigkeit ab. Dies waren 1.357 weniger als im April und 817 weniger als im Mai 2013. 1.919 nahmen eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt auf, 276 weniger als im Mai 2013.

Seit Jahresbeginn haben 9.562 Personen einen regulären Arbeitsplatz gefunden, mit +546 deutlich mehr als in den ersten fünf Monaten des Jahres 2013. "Diese Entwicklung verdeut-licht, dass die klassische Frühjahrsbelebung in diesem Jahr deutlich früher einsetzte als im letzten Jahr", analysiert Schröder.

Nach Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) und Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) getrennt betrachtet, entwickelte sich die Arbeitslosigkeit wie folgt:

Die Agentur für Arbeit betreute 6.890 Arbeitslose. Das waren 473 weniger als im April und 876 weniger als im Mai vor einem Jahr. Die Jobcenter im Agenturbezirk waren hingegen für 17.845 Arbeitslose verantwortlich. Das waren 35 weniger als im April und 215 weniger als vor Jahresfrist.

In den einzelnen Regionen zeichnete sich ein sehr divergierendes Bild: So reichte die lokale Arbeitslosenquote von 6,1 Prozent in Potsdam-Mittelmark bis 13,2 Prozent in Brandenburg an der Havel. In Potsdam-Mittelmark (-7,6 Prozent) und Teltow-Fläming (-5,4 Prozent) war zum Vorjahr ein deutlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit festzustellen. In Brandenburg an der Havel fiel er verhaltener aus (-3,2 Prozent), für die Landeshauptstadt muss gar eine leicht gegenläufige Tendenz diagnostiziert werden (+0,1 Prozent).

Der Stellenmarkt

2.684 Stellen waren im Mai vakant, 32 weniger als im April und 66 mehr als im Vorjahr. Neu gemeldet wurden dem Arbeitgeberservice in diesem Monat 922 Jobangebote - 86 weniger als im Vormonat und 7 weniger als im Mai 2013. Offene Stellen gab es in vielen Branchen. Weiterhin händeringend gesucht wurden Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen, zum Beispiel examinierte Erzieher und Altenpfleger, Physiotherapeuten, Logopäden oder Ergo-therapeuten. Auch Buchhalter, Steuerfachangestellte, Elektroniker aller Fachrichtungen, Berufskraftfahrer oder Köche wurden verstärkt nachgefragt. In der Call-Center-Branche ist ebenfalls ein erhöhter Personalbedarf festzustellen.

Die Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Perso-nen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teil-nehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben. Im Mai umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 31.221 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 9,4 Prozent. Im Mai 2013 hatte sie 10,0 Prozent betragen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Durch den Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte Ar-beitslosigkeit bei zahlreichen Personen beendet oder verhindert werden. Insgesamt wurden im Berichtsmonat 6.667 Teilnehmer gefördert (-233 zum Vormonat und -470 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbständigkeit) wurde bei 1.251 Menschen finanziell bezuschusst.

In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 1.374 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit.

1.236 Menschen wurden bei der Berufswahl und während der Berufsausbildung unterstützt. Hierzu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie die Berufseinstiegsbegleitung. 1.325 Personen wurde eine Qualifizierung zur berufli-chen Weiterbildung finanziert.

Der Ausbildungsmarkt

Die sich bereits im März und April andeutende Entwicklung auf dem regionalen Ausbil-dungsmarkt hat sich im Mai verfestigt: "Aus Sicht der Jugendlichen ist unsere Region ein wahres Lehrstellen-Paradies. Schließlich gibt es rechnerisch 1,4 Ausbildungsplätze für jeden unversorgten Bewerber. Aus Sicht der Unternehmen ist diese Situation natürlich alles andere als traumhaft", bringt es Dr. Ramona Schröder auf den Punkt.

Seit dem 1. Oktober wurden dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und Jobcenter 2.629 betriebliche Angebote gemeldet, was einem Zuwachs von 6,1 Prozent zu 2012/2013 entspricht. 1.644 Stellen sind noch immer vakant. Mit 2.149 Lehrstelleninteressenten, die sich seither für den Ausbildungsbeginn im Herbst 2014 bei der Berufsberatung gemeldet haben, sind es 40 weniger als im Vorjahreszeitraum. "Wer jetzt noch keinen Lehrvertrag unterschrieben hat, sollte schnell zur Berufsberatung kommen. Die Chancen, noch einen interessanten Ausbildungsplatz zu finden, sind sehr groß", rundet die Agenturleiterin ab.

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