Mittwoch, 22. November 2017


  • Pressemitteilung BoxID 384475

Der Potsdamer Arbeitsmarkt im Januar: Arbeitslosigkeit steigt auf 8,8 Prozent

Potsdam, (lifePR) - Im Januar ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam gestiegen. Die Arbeitslosenquote lag bei 8,8 Prozent. Damit lag sie 0,9 Prozent höher als im Dezember und 0,1 über dem Wert vom Januar 2012. Insgesamt waren 28.389 Menschen arbeitslos.

"Ähnlich trübe wie das Wetter präsentieren sich diesen Monat die Arbeitslosenzahlen", kommentiert Edelgard Woythe, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Potsdam. "Dies ist auch ein saisonales Phänomen. Denn zum Jahresende laufen immer viele Arbeitsverträge von Beschäftigten aus, die sich dann im Januar arbeitslos melden. Entgegen dem Landestrend auffällig gestiegen ist die Arbeitslosigkeit aber insbesondere in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming. Vor allem für Helfer ist der hiesige Arbeitsmarkt derzeit nicht sehr aufnahmefähig. Die Zeitarbeitsbranche meldet weniger freie Stellen."

Die Arbeitslosigkeit im Detail

Von Arbeitslosigkeit betroffen waren im Januar insgesamt 28.389 Menschen. Das sind 2.816 mehr als im Dezember und 514 mehr als im Januar 2012. 6.866 Menschen meldeten sich im Januar neu arbeitslos. Das sind 1.000 mehr als im Dezember und 430 weniger als im Januar 2012. Auf der anderen Seite haben im Januar 4.078 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beendet. Das sind 574 weniger als im Dezember und 498 weniger als im Vorjahresmonat.

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zeigte sich insbesondere im Rechtskreis SGB III. Die Agentur für Arbeit Potsdam ("Rechtskreis SGB III") war im Januar für 9.881 Arbeitslose verantwortlich - 2.097 mehr als im Dezember und 872 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt.

Die Jobcenter ("Rechtskreis SGB II") im Bezirk betreuten insgesamt 18.508 Arbeitslose - 719 mehr als im Dezember und 358 weniger als im Januar 2012.

Der Stellenmarkt

Vakant waren im Januar 2.494 Arbeitsstellen. Das sind 4 weniger als im Dezember und 68 weniger als vor Jahresfrist. Neu gemeldet wurden in diesem Monat 844 Jobangebote - das sind 67 weniger als im Dezember und 6 mehr als zum selben Zeitpunkt 2012.

Hoher Personalbedarf besteht nach wie vor im Gesundheits- und Sozialwesen - hier unter anderem an Physio- und Ergotherapeuten sowie an Heilpädagogen. Für die stationäre Jugendhilfe werden derzeit Sozialpädagogen mit russischen und türkischen Sprachkenntnissen gesucht. Kfz-Mechatroniker und Automobilverkäufer sind bei Autohäusern zurzeit sehr gefragt. In Potsdam und den Nachbargemeinden sind viele Stellen im Einzelhandel zu besetzen. Im gewerblich-technischen Bereich suchen Unternehmen Ingenieure mit verschiedenen Zusatzqualifikationen wie beispielsweise Vertriebserfahrung und Fremdsprachenkenntnissen. Erster Frühlingsbote ist die anziehende Arbeitskräftenachfrage im Garten- und Landschaftsbau sowie im Hotel- und Gaststättenwesen.

Die Unterbeschäftigung

Im Dezember umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 34.881 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 10,6 Prozent (+0,7 Prozent zum Vormonat und -0,4 zum Vorjahr). Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben. Im Dezember waren 81,4 Prozent dieser Personen auch arbeitslos im Sinne des SGB.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Der Einsatz der arbeitsmarktpolitischen Instrumente trug dazu bei, die Arbeitslosigkeit zahlreicher Personen zu beenden oder zu verhindern. Insgesamt wurden 6.799 Teilnehmer gefördert (-388 zum Vormonat und
-1.849 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbstständigkeit) wurde bei 1.120 Menschen finanziell bezuschusst. In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 1.637 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit.

1.410 Menschen wurden bei Berufswahl und Berufsausbildung unterstützt. Dazu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie Berufseinstiegsbegleitung. 1.086 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Lübecks Baukanzlerin geht

, Bildung & Karriere, Fachhochschule Lübeck

Drei Jahre war Irene Strebl Kanzlerin der FH Lübeck – nun verlässt sie die Hochschule, um die Geschäftsführung des gemeinnützigen sozialpsychiatrische­n...

Handwerkskammer: "Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen lohnen sich"

, Bildung & Karriere, Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald

Viele Betriebe wissen: Sie müssen mehr machen, um den geeigneten Auszubildenden zu finden. „Dazu eignet sich“, so Benedikt Sand von der Handwerkskammer...

Deutscher Forschungspreis für Live Communication für Masterabsolventin des Fachbereichs Touristik/Verkehrswesen der Hochschule Worms

, Bildung & Karriere, Hochschule Worms

Anlässlich der 9. Wissenschaftlichen Konferenz Eventforschung an der TU Chemnitz wurde zum dritten Mal der Deutsche Forschungspreis für Live...

Disclaimer