Freitag, 24. November 2017


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Der Potsdamer Arbeitsmarkt im Februar: Wieder mehr Menschen finden eine Beschäftigung / Weniger Arbeitslose als vor einem Jahr

Potsdam, (lifePR) - Im Februar haben im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam wieder mehr Menschen eine Beschäftigung aufgenommen. So konnten 34 Prozent mehr als noch im Januar ihre Arbeitslosigkeit beenden.

In absoluten Zahlen hielten sich diesen Monat Zu- und Abgänge jedoch die Waage. Im Ergebnis waren 28.407 Menschen arbeitslos gemeldet - 18 mehr als im Januar und 193 weniger als vor genau einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 8,8 Prozent - exakt so hoch wie im Januar und so niedrig wie in keinem Februar seit 1998. Vor Jahresfrist hatte die Quote 8,9 Prozent betragen.

"Wir freuen uns, diesen Monat wieder den Anschluss an den positiven Landestrend geschafft zu haben", freut sich Edelgard Woythe, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Potsdam. "Der Februar war ein guter Monat für den Sprung zurück in den Arbeitsmarkt. Ganz klar ist aber auch, dass der ermutigende Vorjahresvergleich insbesondere durch geringere Arbeitslosenzahlen in fast allen hiesigen Jobcentern zustande kommt."

Die Arbeitslosigkeit im Detail

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, sondern ständig in Bewegung. Im Februar meldeten sich 5.499 Menschen neu oder erneut arbeitslos. Das waren 1.367 weniger als im Januar und 361 weniger als im Februar 2012. Dem gegenüber konnten 5.464 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden - 1.386 mehr als im Vormonat und 337 mehr als vor Jahresfrist.

Nach Rechtskreisen betrachtet entwickelte sich die Arbeitslosigkeit diesen Monat unterschiedlich. Die Agentur für Arbeit Potsdam war für 9.819 Arbeitslose zuständig - 62 weniger als im Januar und 546 mehr als vor einem Jahr. Die Jobcenter im Agenturbezirk betreuten 18.588 Arbeitslose - 80 mehr als im Januar und 739 weniger als im Februar 2012.

Der Stellenmarkt

2.692 Stellen waren im Februar vakant - 198 mehr als noch im Januar und 89 weniger als vor zwölf Monaten. Wirtschaft und Verwaltung meldeten dem Arbeitgeber-Service diesen Monat 1.102 neue Stellenangebote. Das entspricht einem Plus von 258 gegenüber Januar und einem Minus von 145 im Vergleich zu vor einem Jahr.

Personalbedarfe gibt es in fast allen Branchen. Im Gesundheitswesen sind derzeit beispielsweise Physiotherapeuten und Ergotherapeuten nachgefragt. Auch Erzieher und Pflegekräfte werden weiter gesucht. Auf dem Bau sowie im Hotel- und Gaststättenwesen schlägt sich der bevorstehende Saisonauftakt verstärkt in Personalbedarfen nieder. Auslieferungsfahrer sowie Berufskraftfahrer für den internationalen Fernverkehr stehen ebenfalls hoch im Kurs.

Die Unterbeschäftigung

Im Februar umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 30.118 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 10,7 Prozent (+0,1 zum Vormonat und -0,5 zum Vorjahr).

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben. Im Februar waren 80,9 Prozent dieser Personen auch arbeitslos im Sinne des SGB.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Der Einsatz der arbeitsmarktpolitischen Instrumente trug dazu bei, die Arbeitslosigkeit zahlreicher Personen zu beenden oder zu verhindern. Insgesamt wurden diesen Monat 6.720 Teilnehmer gefördert (-210 zum Vormonat und -1.526 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbstständigkeit) wurde bei 1.080 Menschen finanziell bezuschusst. In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 1.605 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit. 1.323 Menschen wurden bei Berufswahl und Berufsausbildung unterstützt. Dazu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie Berufseinstiegsbegleitung. 1.110 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

Die Kurzarbeit

Die Neumeldungen von saisonaler und konjunktureller Kurzarbeit gingen im Januar - dies sind die derzeit aktuellsten Zahlen - sowohl gegenüber dem Dezember als auch dem Januar 2012 zurück. 49 Betriebe zeigten für insgesamt 653 Arbeitnehmer neu Kurzarbeit an. Im Dezember waren es 108 Betriebe und 1.229 betroffene Arbeitnehmer. Genau vor einem Jahr hatten im selben Monat 66 Unternehmen für 767 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet.

Im Oktober - die Bestandszahlen werden mit einer Verzögerung von vier Monaten erhoben - bezogen nach aktuellen Hochrechnungen 268 Menschen in 33 Betrieben konjunkturelles Kurzarbeitergeld.

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