Dienstag, 24. Oktober 2017


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Betreuung langzeitarbeitsloser Menschen im Fokus

Der Potsdamer Arbeits - und Ausbildungsmarkt im März 2016

Potsdam, (lifePR) - Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam erneut deutlich gesunken. Insgesamt waren Mitte März 23.746 Menschen arbeitslos gemeldet, 778 weniger als im Februar und 922 weniger als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote lag nun bei 7,2 Prozent und somit 0,2 Prozentpunkte unter dem Februar- und 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. „Die Vorboten von frühlingshaftem Wetter hebt nicht nur die Laune der Menschen – auch die regionale Wirtschaft erfreut sich daran “, so Dr. Ramona Schröder, Leiterin der Agentur für Arbeit Potsdam. „Die Auftragsbücher der saisonabhängigen Betriebe beginnen sich zu füllen und damit steigt natürlich auch der Personalbedarf der Unternehmen. Diese Entwicklung wollen wir auch für den Personenkreis der Langzeitarbeitslosen nutzen “ signalisiert die Agenturchefin Ramona Schröder.

Aktuell sind im Bezirk der Agentur für Arbeit Potsdam rund 9.300 Menschen länger als ein Jahr ohne Beschäftigung. Dabei verfügt über die Hälfte der Langzeitarbeitslosen über eine abgeschlossene Berufsausbildung und ein ebenso großer Anteil ist unter 50 Jahre alt. „ Wir können es uns nicht erlauben, dieses wertvolle Potential ungenutzt zu lassen“ verdeutlicht Ramona Schröder.

Die Arbeitslosigkeit im Detail

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block. Vielmehr gibt es jeden Monat viel Bewegung. So meldeten sich im März 4.596 Menschen arbeitslos. Dies waren 643 weniger als im Februar und 508 weniger als im Vorjahresmonat. Betrachtet man nur die Zugänge aus Beschäftigungen auf dem ersten Arbeitsmarkt, sieht es nicht anders aus: Mit 1.329 Meldungen lag der Wert deutlich unter dem Vormonatsniveau (-22,6 Prozent) und auch unter dem Wert aus dem März 2015 (-19,8 Prozent). 89 Personen kamen im März direkt aus einer Selbständigkeit. 75 junge Menschen mussten sich direkt nach einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung arbeitslos melden. Das sind 11 weniger als noch im März 2015.

Im März 2016 meldeten sich 5.362 Menschen aus der Arbeitslosigkeit ab. Dies waren 69 weniger als im Februar und 811 weniger als im März 2015. 1.763 nahmen eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt auf, das waren 152 mehr als im Februar 2016. Eine selbständige Existenz gründeten 107 Personen (-7,8 Prozent zum Vorjahr).

Nach Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) und Jobcentern (Rechtskreis SGB II) getrennt betrachtet, entwickelte sich die Arbeitslosigkeit wie folgt:

Die Agentur für Arbeit betreute 6.585 Arbeitslose. Das waren 624 weniger als im Februar und 640 weniger als im März 2015. Die Jobcenter im Agenturbezirk waren hingegen für 17.161 Arbeitslose verantwortlich. Das waren 154 weniger als im Februar und 282 weniger als vor Jahresfrist.

In den einzelnen Regionen zeichnete sich ein sehr divergierendes Bild: So reichte die lokale Arbeitslosenquote von 6,3 Prozent in Potsdam-Mittelmark bis 11,5 Prozent in Brandenburg an der Havel. Trotz dieser räumlichen Unterschiede kann für alle Teilregionen eine positive Entwicklung beobachtet werden: In Potsdam senkte sich die Arbeitslosenquote im Vergleich zum März 2015 um 0,1 Prozentpunkte, in Teltow-Fläming um 0,5 und in Brandenburg an der Havel sogar um 1,1 Prozentpunkte. In Potsdam-Mittelmark blieb sie unverändert.

Der Stellenmarkt

5.272 Stellen waren im März 2016 vakant, 146 mehr als im Februar und 1.610 mehr als im Vorjahr. Neu gemeldet wurden dem Arbeitgeberservice in diesem Monat 1.358 Jobangebote – zwar 199 weniger als im Vormonat jedoch 126 mehr als im März 2015. „Wir spüren derzeit täglich den wachsenden Bedarf an Arbeitskräften auf unserem regionalen Arbeitsmarkt“ erklärt Dr. Ramona Schröder.

Offene Stellen gab es im vergangenen Monat in vielen Branchen: Weiterhin händeringend gesucht wurden Pflegehilfs- und -fachkräfte sowie Physiotherapeuten. Auch Metallbearbeiter und Verkaufsmitarbeiter wurden verstärkt nachgefragt, ebenso wie Personal für die Heim-und Jugenderziehung. Im Hotel- und Gaststättengewerbe beginnt das Saisongeschäft 2016, hier werden beispielhaft Restaurantfachleute, Mitarbeiter/innen im Service und in der Küche gesucht.

Die Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben. Im März umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 29.605 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 8,9 Prozent. Im März 2015 hatte sie 9,2 Prozent betragen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Durch den Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte Ar-beitslosigkeit bei zahlreichen Personen beendet oder verhindert werden. Insgesamt wurden im Berichtsmonat 5.815 Teilnehmer gefördert (+170 zum Vormonat und -487 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbständigkeit) wurde bei 1.168 Menschen finanziell bezuschusst.

In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 426 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit.

1.330 Menschen wurden bei der Berufswahl und während der Berufsausbildung unterstützt. Hierzu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie die Berufseinstiegsbegleitung.

1.307 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

Der Ausbildungsmarkt – Bewerberrückgang gestoppt, „Schere“ öffnet sich dennoch weiter

„Wir verfügen über ein vielfältiges und großes Lehrstellenangebot, das uns die Unternehmen in diesem Jahr entsprechend unserer Empfehlung auch schon sehr frühzeitig gemeldet haben“, analysiert die Agenturchefin die aktuellen Daten des Ausbildungsmarktes. Seit dem 1. Oktober wurden dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und Jobcenter 3.131 betriebliche Angebote übermittelt. Das entspricht einem Zuwachs um 18,6 Prozent zu 2014/2015. 2.269 Stellen sind noch immer vakant.

„Unser Bestreben ist es, allen jungen Menschen, die im Sommer mit der Schule fertig werden, diese Lehrstellenangebote zu unterbreiten. Die Schülerinnen und Schüler sollen dafür ihre Berufsberater an den Schulen aktiv ansprechen oder sich einen Termin in der Arbeitsagentur holen. Es gibt für alle – vom Oberschüler bis zum Abiturienten – eine berufliche Perspektive in der Region“ konstatiert Schröder. Mit 2.106 Lehrstelleninteressenten, die sich seither für den Ausbildungsbeginn im Herbst 2016 bei der Berufsberatung gemeldet haben, sind es 1,2 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Auf einen Bewerber kommen derzeit 1,49 Stellen – im Vergleich zum Vorjahr hat sich die ‚Schere‘ trotz Bewerberzuwachs weiter geöffnet.

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