Sonntag, 19. November 2017


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Alle profitieren: 7,8 Prozent Arbeitslosigkeit im Bezirk

Der Potsdamer Arbeitsmarkt im Mai

Potsdam, (lifePR) - Im Mai haben alle Personengruppen von der guten Entwicklung am Potsdamer Arbeitsmarkt profitiert. Die Arbeitslosigkeit ging weiter zurück. Mit insgesamt 29.773 Menschen waren 1.027 weniger Personen arbeitslos als im April und 617 weniger als im Mai 2011. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,8 Prozent (-0,3 bzw. -0,2). Seit 1991 waren in einem Mai nie weniger Menschen arbeitslos.

"Der Aufschwung nimmt jetzt alle Alters- und Personengruppen mit", freut sich Edelgard Woythe, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Potsdam. "Alle profitieren. Und den Bewerbern können wir sehr viel bieten: Unsere Stellen-Depots sind gut gefüllt."

Die Arbeitslosigkeit im Detail

Neu arbeitslos meldeten sich im Mai 6.538 Menschen. Das sind 397 mehr als im April und 389 mehr als im Vorjahresmonat.

7.562 Personen konnten im Mai ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dies waren 287 mehr als im Vormonat und 333 weniger als im Mai 2011.

Die Arbeitslosigkeit ging bei allen Personengruppen gegenüber April zurück.

Besonders stark sank sie bei den Unter-25-Jährigen. Hier waren mit 2.734 Personen 205 oder 7,0 Prozent weniger arbeitslos als im April. Gegenüber dem Mai 2011 sank die Zahl sogar um 265 Personen bzw. 8,8 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit sank in beiden Rechtskreisen (SGB III und SGB II). Die Agentur für Arbeit Potsdam (SGB III) betreute im Mai 8.154 (27,4 Prozent) Arbeitslose. Das sind 516 weniger als im April und 192 weniger als im Vorjahr.

Die fünf Jobcenter (SGB II) im Bezirk waren für 21.619 (72,6 Prozent) Arbeitslose verantwortlich. Das waren 511 weniger als im Vormonat und 425 weniger als vor Jahresfrist.

Der Stellenmarkt

Mit 4.424 offenen Stellen waren 263 weniger vakant als im April. Gegenüber dem Vorjahr waren dies jedoch 1.077 bzw. 32,2 Prozent mehr.

Neu gemeldet wurden im Mai 1.763 Stellen, darunter 1.674 sozialversicherungspflichtige. Damit wurden gegenüber dem Vorjahr 10,9 Prozent mehr Vakanzen angezeigt als im Mai 2011. Überdurchschnittlich stark war der Zuwachs mit 12,7 Prozent bei den sozialversicherungspflichtigen Stellen.

In den ersten fünf Monaten des Jahres gingen insgesamt 8.552 Stellenangebote ein, darunter 8.239 sozialversicherungspflichtige.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sind dies 566 oder 7,1 Prozent mehr. Die sozialversicherungspflichtigen Stellen legten im selben Zeitraum sogar um 9,1 Prozent zu.

Die hohe Nachfrage nach Personal zieht sich durch fast alle Branchen. Hohen Bedarf haben derzeit zum Beispiel das Gesundheitswesen, der Baubereich, Hotels und Gaststätten, das Transportwesen sowie der gewerblich-technische Bereich.

Transportfirmen suchen etwa Auslieferungsfahrer, Fahrer für den Reiseverkehr sowie Kraftfahrer mit Spezialkenntnissen.

Im gewerblich-technischen Bereich sind zum Beispiel Elektriker, Anlagenmechaniker, IT-Fachleute, Bauzeichner, Architekten und Ingenieure für Laseroptik gefragt.

Auch Call-Center-Agenten mit Fremdsprachenkenntnissen haben sehr gute Einstellungschancen.

Arbeitsmarktpolitische Instrumente

Der Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente trug dazu bei, für zahlreiche Personen Arbeitslosigkeit zu beenden oder zu verhindern. Insgesamt wurden 10.021 Teilnehmer gefördert (-1.581 zum Vormonat und -5.777 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbstständigkeit) wurde bei 2.477 Menschen finanziell bezuschusst.

In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren Mitte des Monats 2.048 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit.

1.772 Menschen wurden mit Sonderprogrammen bei Berufswahl und Berufsausbildung unterstützt. Hierzu gehören Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Ausbildungsbegleitende Hilfen sowie Berufseinstiegsbegleitung.

Von beruflicher Weiterbildung profitierten weitere 1.299 Personen.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus besitzen.

Im Mai umfasste die Unterbeschäftigung 38.415 Personen. Damit belief sich die Unterbeschäftigungsquote auf 9,9 Prozent. Gegenüber dem Mai 2011 ging sie um 1,2 Prozent zurück. Damals hatte sie 11,1 Prozent betragen.

Der Ausbildungsmarkt

Auf dem regionalen Ausbildungsmarkt hat sich die Lage zugunsten der Lehrstellen-Bewerber gefestigt. Mitte Mai konnte ein Bewerber - statistisch - zwischen 1,4 vakanten Ausbildungsplätzen wählen. Dasselbe Verhältnis bestand im Vorjahr.

Seit Beginn des Berichtsjahres haben sich 2.815 junge Menschen bei der Berufsberatung gemeldet. Das sind 93 oder 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Aktuell noch auf Lehrstellen-Suche sind davon 1.411. Das sind 132 oder 8,6 Prozent weniger als zum selben Zeitpunkt 2011.

Demgegenüber wurden seit Oktober 3.254 regionale Ausbildungsplätze gemeldet, 43 oder 1,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 1.920 Angebote für den Ausbildungsstart im Herbst 2012 sind aktuell noch zu haben.

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