Sonntag, 17. Dezember 2017


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Agentur für Arbeit und Jobcenter blicken auf ereignisreiches Rekordjahr zurück

Der Potsdamer Arbeitsmarkt im Dezember und im gesamten Jahr 2015

Potsdam, (lifePR) - Die Agentur für Arbeit Potsdam kann abermals auf ein Rekordjahr auf dem regionalen Arbeitsmarkt zurückblicken. Durchschnittlich waren 23.415 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen, 1.525 weniger als 2014. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,1 Prozent. „Dieses Ergebnis ist in unserer Region bislang unerreicht. Im vergangenen Januar haben wir bereits auf ein überaus erfolgreiches Jahr 2014 zurückgeblickt, in den letzten zwölf Monaten hat sich diese bis dato so positive Entwicklung nochmals verstärkt – und das in allen Landkreisen und kreisfreien Städten unseres Bezirkes“, freut sich Potsdams Arbeitsagenturleiterin Dr. Ramona Schröder. Sie begründe dies nicht nur mit der Arbeitslosigkeit, die sich auf einem Rekordtief bewege, sondern auch mit der enorm gestiegenen Arbeitskräftenachfrage: „Die regionale Wirtschaft hat uns 2015 rund 45 Prozent mehr offene Stellen gemeldet als im Jahr zuvor. Und ich kann mich erinnern, dass auch 2014 diesbezüglich schon kein schlechtes Jahr gewesen ist.“

Ein weiterer Indikator: „Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt um 2,5 Prozent zum Vorjahr. Insbesondere die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen – hierzu gehören zum Beispiel die Bereiche Vermietung, Gebäudemanagement, Sicherheit, Reinigung, der Telefonservice und der Garten- und Landschaftsbau – das Gesundheits- und Sozialwesen und auch die Verkehrsbranche bauen in erheblichem Maß Personal auf“, ergänzt Schröder.

Auf das neue Jahr 2016 blickt die Agenturchefin mit „Zuversicht – ohne die besonderen Herausforderungen aus dem Auge zu verlieren“. Schröder macht in diesem Zusammenhang zwei spezielle Arbeitsfelder aus: „Momentan sind rund vierzig Prozent aller Menschen, die unsere Hilfe benötigen, ein Jahr oder länger arbeitslos. Auf diesen Personenkreis werden wir uns in den kommenden Monaten konzentrieren. Und natürlich werden wir uns weiterhin intensiv um die Integration der zu uns geflüchteten Menschen bemühen.“

Der Dezember 2015 im Überblick

Betrachtet man allein den Monat Dezember, so zeigen sich folgende Ergebnisse: 22.722 Personen waren arbeitslos gemeldet, 522 mehr als im November und 899 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,9 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkt höher als im November. Vor genau einem Jahr rangierte sie bei 7,2 Prozent.

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block. Vielmehr gibt es jeden Monat viel Bewegung. So meldeten sich 4.782 Menschen im Dezember arbeitslos. Dies waren 133 mehr als im November und 266 weniger als im Vorjahresmonat. Betrachtet man nur die Zugänge aus Beschäftigungen auf dem ersten Arbeitsmarkt, stellt sich das Bild wie folgt dar: Mit 1.895 Meldungen lag der Wert aufgrund des klassischen Kündigungstermins zum Jahresende deutlich über dem Vormonatsniveau (+9,7 Prozent) und leicht über dem Wert vom Dezember 2014 (+0,7 Prozent). 102 Personen kamen im Dezember direkt aus einer Selbständigkeit. 59 junge Menschen mussten sich direkt nach einer betrieblichen oder außerbetrieblichen Ausbildung arbeitslos melden. Das entspricht einer Veränderungsrate von -28,9 Prozent zum Vorjahr.

Im gesamten Jahr 2015 meldeten sich 58.739 Menschen arbeitslos – 3.228 weniger als im Vorjahr.

Dem gegenüber konnten in 2015 59.704 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden (-3.866 zum Vorjahr), allein im Dezember meldeten sich 4.252 Menschen ab. Dies waren 451 weniger als im November und 363 weniger als im Dezember 2014. 1.149 Menschen nahmen eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt auf (-223 zum Vormonat und -71 zum Vorjahresmonat), 98 eine selbständige Tätigkeit (-29,0 Prozent zum Vorjahr).

Nach Arbeitsagentur (Rechtskreis SGB III) und Jobcentern (Rechtskreis SGB II) getrennt betrachtet, entwickelte sich die Arbeitslosigkeit vergleichbar, wenngleich im SGB III stärker ausgeprägt:

Die Agentur für Arbeit betreute 5.813 Arbeitslose. Das waren 398 mehr als im November und 746 weniger als im Dezember vor einem Jahr. Die Jobcenter im Agenturbezirk waren hingegen für 16.909 Arbeitslose verantwortlich. Das waren 124 mehr als im November und 153 weniger als vor Jahresfrist.

Der Stellenmarkt

5.010 Stellen waren im Dezember vakant, 135 mehr als im November und 2.070 mehr als im Vorjahr. Neu gemeldet wurden dem Arbeitgeberservice in diesem Monat 1.189 Jobangebote – 320 weniger als im Vormonat und 225 mehr als im Dezember 2014. Seit Jahresbeginn wurden 14.851 Vakanzen angezeigt – das entspricht einem Zuwachs von 2.878 gegenüber dem Vorjahr.

Offene Stellen gibt es derzeit in vielen Bereichen. Weiterhin händeringend gesucht werden Fachkräfte im Gesundheits- und Sozialwesen. Aufgrund des Arbeitskräfteengpasses zeigen sich Pflegeeinrichtungen auch zunehmend offener gegenüber Quereinsteigern. Im Bürobereich werden verstärkt ausgebildete Fachkräfte mit Englisch- und Buchhaltungskenntnissen nachgefragt. Ungebrochen groß ist der Bedarf an Schlossern, Monteuren, Metallbauern, Industriemechanikern, Elektronikern, Schweißern, Mechatronikern und auch IT-Technikern. Das Gastgewerbe bereitet sich personell schon jetzt auf die bevorstehende Saison 2016 vor.

Die Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB) gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik sind oder einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus haben.

Im Dezember umfasste die Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) 28.171 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote belief sich auf 8,4 Prozent. Im Dezember 2014 hatte sie 8,9 Prozent betragen.

Der Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente im Jahr 2015

Durch den Einsatz verschiedener arbeitsmarktpolitischer Instrumente konnte Arbeitslosigkeit bei zahlreichen Personen beendet oder verhindert werden. Insgesamt wurden 2015 jahresdurchschnittlich 5.976 Teilnehmer gefördert (-566 zum Vorjahr).

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit (abhängige Beschäftigung oder Selbständigkeit) wurde bei 1.247 Menschen finanziell bezuschusst. In Beschäftigung schaffenden Maßnahmen waren durchschnittlich 751 Personen aktiv. Hierzu zählen etwa Arbeitsgelegenheiten oder die Beschäftigungsphase Bürgerarbeit. 1.246 Personen wurde eine Qualifizierung zur beruflichen Weiterbildung finanziert.

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