Donnerstag, 19. Oktober 2017


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Schnee und Eis lassen die Arbeitslosigkeit steigen

München, (lifePR) - Wie erwartet blieb der saisonale Anstieg aufgrund des Wintereinbruches nicht aus. Insgesamt sind 5.133 Personen mehr als im Dezember 2014 und somit 48.216 Personen arbeitslos. Im Agenturbezirk München steigt die Arbeitslosenquote um 0,6 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent. Im Vergleich zum Januar 2014 ist die Zahl der Arbeitslosen allerdings gesunken. Im Vorjahresvergleich waren 761 Frauen und Männer mehr arbeitslos, die Quote lag bei 5,2 Prozent.

Arbeitslos gemeldete Personen im Januar 48.216
Arbeitslosenquote im Januar 5,0 Prozent

"Der Anstieg ist typisch und hat ausschließlich saisonale Gründe. Außerdem liegt die Arbeitslosigkeit deutlich unter dem Vorjahreswert", beruhigt Harald Neubauer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit München, bei der heutigen Pressekonferenz. Warum der Anstieg nur vorübergehend ist, erklärt Neubauer: "Zum einen ruht in den kalten Monaten die Arbeit in den typischen Außenberufen, wie zum Beispiel Baugewerbe und Landschaftsbau. Zum anderen endete das Weihnachtsgeschäft, der Handel baute also wieder Arbeitsstellen ab. Des weiteren enden zum Jahresende viele befristete Arbeitsverträge, die nun zu Buche schlagen."

Im Rechtskreis SGB III (betreut von der Arbeitsagentur) sind im aktuellen Berichtsmonat 23.116 Menschen arbeitslos gemeldet, im Bereich SGB II (betreut von den Jobcentern) 25.100 Personen. In der Arbeitslosenversicherung (SGB III) steigt die Arbeitslosenquote vom Dezember 2014 zum Januar 2015 um 0,4 Prozentpunkte auf 2,4. In der Grundsicherung (SGB II) steigt die Quote um 0,1 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent.

Arbeitslosigkeit in der Landeshauptstadt und im Landkreis München gestiegen

Binnen Monatsfrist waren in der Landeshauptstadt 42.827 Personen arbeitslos, das sind 4.471 mehr als im Dezember 2014. Die Arbeitslosenquote steigt damit um 0,6 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent. Gegenüber Januar 2014 sind in der Landeshauptstadt 595 Personen weniger arbeitslos. Die Arbeitslosenquote lag damals bei 5,7 Prozent.

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Landkreis München um 662 auf 5.389 Frauen und Männer gestiegen. Die Quote beläuft sich auf 3,1 Prozent. Das sind 0,4 Prozentpunkte mehr als im Dezember 2014. Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,2 Prozent.

Witterungsbedingt hohe Zugänge

Arbeitslosigkeit ist kein starres Gefüge, vielmehr gibt es unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung viel Bewegung. Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten im Januar 2015 zeigt die hohe Dynamik auf dem Münchner Arbeitsmarkt. Im aktuellen Berichtsmonat meldeten 14.836 Personen arbeitslos, 2.828 mehr als im Vormonat und 61 mehr als Januar 2014. Zeitgleich konnten 9.641 Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit beenden. Das sind zwar 2.276 Personen weniger als im Dezember 2014, aber im Vergleich zum Vorjahresmonat 207 Personen mehr.

Hochrechnungen der Kurzarbeit

Als Hochrechnung liegen die aktuellsten Zahlen für September 2014 vor. Im September waren 35 Betriebe und 169 Beschäftigte von konjunktureller Kurzarbeit betroffen. Im August 2014 waren es 32 Betriebe und 155 Beschäftigte. "Eis und Schnee führen dazu, dass zahl-reiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Außenberufen entlassen werden. Lassen Sie sich von uns unterstützen und nutzen Sie das Saison-Kurzarbeitergeld, statt witterungs-bedingte Kündigungen auszusprechen. Die Weiterbeschäftigung im Winter wäre dann garantiert", appelliert der Agenturchef an die Unternehmer.

Moderater Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit

Im Januar sind im Agenturbezirk München 2.881 Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos, das sind 239 mehr als im Dezember 2014 (plus 9,0 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind 151 junge Menschen (minus 4,0 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet. Die Jugendarbeitslosenquote liegt im Januar 2015 bei 3,2 Prozent.
Die Personengruppe der 15- bis unter 20-Jährigen verzeichnet im Vergleich zum Vormonat ebenfalls einen geringen Anstieg um 23 Personen bzw. 4,1 Prozent auf insgesamt 588 Jugendliche. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 20 Jahren um 9 Personen gesunken, das bedeutet ein Minus von 1,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote der unter 20-Jährigen ist mit 2,7 Prozent weiterhin niedrig.

Arbeitslosigkeit bei Älteren

Die Zahl der älteren Arbeitslosen (50+) ist im Berichtsmonat Januar um 1.637 oder 12,5 Prozent auf 14.781 Personen gestiegen. Die Arbeitslosenquote steigt damit um 0,7 Pro-zentpunkte auf 6,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gibt es 326 weniger ältere Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote lag im Vorjahresmonat mit 6,8 Prozent deutlich höher.
"Die Suche nach geeigneten und qualifizierten Fachkräften wird zunehmend schwieriger. Wir können uns es nicht leisten, auf die Ressource der älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu verzichten. Wer ältere Mitarbeiter einstellt, kann nicht nur von deren breitem Fachwissen, Motivation und hoher Arbeitsdisziplin profitieren, sondern kann eventuell auch noch Unterstützung von der Agentur für Arbeit erhalten", unterstreicht Neubauer.

Arbeitskräftenachfrage leicht rückläufig

Die Münchner Unternehmen fragen im Berichtsmonat Januar etwas weniger Personal nach als im Vormonat. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit München konnten im Januar insgesamt 2.167 offene Arbeitsstellen entgegen-nehmen, das entspricht dem Vorjahresergebnis, liegt aber um 1.028 bzw. 32,2 Prozent niedriger als im Dezember 2014. Im Stellenbestand der Agentur für Arbeit München befinden sich derzeit 9.945 Angebote. Das sind 586 weniger als im Vormonat und 1.852 Stellenangebote mehr als im Vorjahresmonat Januar 2014. "Unter der kostenfreien Service-Nummer 0800 4 5555 20 bieten wir den Betrieben an, weitere freie Stellen und das Anforderungsprofil zu melden. Der Arbeitgeber-Service berät zu allen Fragen der Personalsuche und Fördermöglichkeiten für Beschäftigte, die Qualifizierungsbedarf haben", so Agenturchef abschließend.

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