Freitag, 15. Dezember 2017


  • Pressemitteilung BoxID 470156

Entwicklung zum Jahresbeginn ohne Überraschung

Arbeitslosigkeit steigt auf 5,2 Prozent

München, (lifePR) - Zum Jahresauftakt ist im Raum München die Arbeitslosigkeit wie jahreszeitlich üblich deutlich gestiegen. Insgesamt sind 5.354 Personen mehr als im Dezember 2013 und somit 48.977 Personen arbeitslos. Im Vergleich zum Januar 2013 stieg damit die Quote von 5,1 Prozent auf jetzt 5,2 Prozent, oder nominell um 1.788 Personen. Die Landeshauptstadt muss ebenfalls einen Anstieg auf jetzt 5,7 Prozent verzeichnen.

Arbeitslos gemeldete Menschen im Januar 48.977
Arbeitslosenquote im Januar 5,2 Prozent

"Wie in den vergangenen Jahren musste auch 2014 bei den Arbeitslosen im Januar ein kräftiges Plus im Vergleich zum Dezember hingenommen werden. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresbeginn ist typisch und hat primär saisonale Gründe", erklärt Harald Neubauer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit München, anlässlich der monatlichen Berichterstattung. "Mit einem Anstieg hatten wir fest gerechnet, denn neben der saisonalen Situation laufen zum Jahreswechsel und Quartalsende viele befristete Arbeitsverträge aus. Deutlich wird dies, wenn wir auf die Zugangsdaten von den Männern und Frauen schauen, die ihren Job zum Jahreswechsel verloren haben", so fasst der Agenturchef die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung zusammen.

Im Rechtskreis SGB III (betreut von der Arbeitsagentur) sind im Januar 22.948 Menschen arbeitslos gemeldet, im Bereich SGB II (betreut von den Jobcentern) 26.029 Personen. In der Arbeitslosenversicherung (SGB III) steigt die Arbeitslosenquote vom Dezember 2013 zum Januar 2014 um 0,4 Prozentpunkte auf 2,4. In der Grundsicherung (SGB II) steigt die Quote um 0,2 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent.

Arbeitslosigkeit in der Landeshauptstadt und im Landkreis München gestiegen

Binnen Monatsfrist waren in der Landeshauptstadt 43.422 Personen arbeitslos, dies sind 4.748 Menschen mehr als im Dezember 2013. Die Arbeitslosenquote steigt damit um 0,7 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Gegenüber Januar 2013 sind in der Landeshauptstadt 1.811 Personen mehr arbeitslos. Die Arbeitslosenquote lag damals bei 5,5 Prozent.

Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Landkreis München um 606 auf 5.555 Frauen und Männer gestiegen. Die Quote beläuft sich auf 3,2 Prozent. Das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als im Dezember 2013. Vor einem Jahr lag die Quote bei 3,3 Prozent.

Saisonbedingt hohe Zugänge

Im Agenturbezirk München meldeten sich im aktuellen Berichtsmonat 14.800 Per-sonen arbeitslos, 4.363 mehr als im Dezember 2013 und 1.052 mehr als im Januar 2013. Zeitgleich konnten 9.434 Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit beenden, 868 Personen weniger als im Vormonat, aber immerhin 1.351 mehr als im Vorjah-resmonat.

Hochrechnungen der Kurzarbeit

Als Hochrechnung liegen die aktuellsten Zahlen für September 2013 vor. Im Sep-tember waren 67 Betriebe und 396 Beschäftigte von konjunktureller Kurzarbeit be-troffen. Im August 2013 waren es 64 Betriebe und 319 Beschäftigte.

Jugendarbeitslosigkeit niedriger als vor 12 Monaten, dagegen sind insbesondere Ältere vom saisonalen Anstieg betroffen

Im Vergleich zum Januar 2013 sind es aber 101 Jugendliche bzw. 3,2 Prozent we-niger. Insgesamt sind im Januar 3.032 Jugendliche von 15 bis 25 Jahren arbeitslos, das sind 288 mehr als im Dezember 2013 (plus 10,5 Prozent). In der Altersgruppe der 15- bis unter 20-Jährigen ist die Zahl im Vergleich zum Vormonat um 37 auf 597 Jugendliche gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Arbeitslosig-keit gesunken (minus eine Person bzw. 0,2 Prozent).

Die Zahl der älteren Arbeitslosen (50 bis unter 65 Jahre) steigt aktuell um 1.856 auf 15.107 Personen (plus 14,0 Prozent). Im Vergleich zum Januar 2013 gibt es 416 bzw. 2,8 Prozent mehr ältere Arbeitslose. "Knapp 30 Prozent aller Arbeitslosen ha-ben das 50ste Lebensjahr überschritten. Häufig handelt es sich bei den Personen um gut qualifizierte Arbeitnehmer mit einer langjährigen Berufserfahrung", so Neu-bauer. "Für uns gilt es auch in 2014, verstärkt Bedenken von Arbeitgebern bei der Einstellung bzw. Beschäftigung älterer Arbeitnehmer abzubauen. Zusätzlich bieten wir Hilfen zur Eingliederung und zur Beschäftigungssicherung älterer Arbeitsuchen-der und Beschäftigter an. Eingliederungszuschüsse bei erhöhtem Einarbeitungs-aufwand oder eine Weiterbildungsförderung über das Programm WeGebAU (Wei-terbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unterneh-men) sind hier nur exemplarisch genannt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitgeberservices beraten die Unternehmen gern zu individuellen Unterstüt-zungsmöglichkeiten", erklärt der Agenturchef.

Arbeitskräftenachfrage

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitgeber-Services der Agentur für Ar-beit München konnten im Januar 2.204 offene Arbeitsstellen entgegennehmen, das entspricht dem Vorjahresergebnis, liegt aber um 373 bzw. 14,5 Prozent niedriger als im Dezember 2013.

Neubauer verweist nochmals darauf, das unter der kostenfreien Service-Nummer 0 800/4 5555 20 der Arbeitgeber-Service zu erreichen ist. Dort werden Arbeitgeber zu allen Fragen der Personalsuche und über Fördermöglichkeiten für Beschäftigte, die Qualifizierungsbedarf haben, beraten.

Im Stellenpool der Agentur für Arbeit München befinden sich derzeit 7.322 Angebo-te, 659 weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Januar 2013 sind es 760 Stel-len bzw. 9,4 Prozent weniger. Insbesondere Fachkräfte aus dem Pflege- und Ge-sundheitsbereich werden gesucht. Darunter viele Altenpfleger, Altenpflegehelfer, Medizinische Fachangestellte und Gesundheits- und Krankenpfleger. Aber auch im Handel, als Berufskraftfahrer, als Elektroinstallateur, Friseur oder zum Beispiel als Erzieher kann man derzeit über die Agentur für Arbeit in München Anstellungsmög-lichkeiten finden.

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Joblinge nutzt Talentmodule für Kompetenzfeststellung

, Bildung & Karriere, Talentfabrik gGmbH

Die Talentfabrik gGmbH, Herstellerin von berufsbezogenen Talentmodulen, stattet Joblinge für ihr Programm „Joblinge Kompass für Geflüchtete“...

"Sinnliche Zeitreise in die Böttcherstraße Bremens" (für Menschen mit Beeinträchtigungen), "Zeitreise durch Walle", "Gute Zeiten - Schoko-Zeiten" und mehr

, Bildung & Karriere, Hochschule Bremen

Nach den ersten Terminen im Dezember laden Studierende des International­­­en Studiengangs Angewandte Freizeitwissenschaft der Hochschule Bremen...

Seminare, E-Learning-Angebote und Bildungsreisen - Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg legt Programm 2018 vor

, Bildung & Karriere, Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) hat ihr Programm für 2018 vorgelegt. Der Direktor der LpB, Lothar Frick, schreibt...

Disclaimer