Freitag, 17. November 2017


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"Bildungsketten" - Auch Münchner Förder- und Hauptschüler haben eine Chance

München, (lifePR) - Aus dem Münchner Agenturbezirk erhalten 340 Schülerinnen und Schüler von 23 Schulen intensive und individuelle Unterstützung bei ihrem Weg in die Berufsausbildung.

Jährlich verlassen mehr als fünf Prozent der Münchner Jugendlichen die Schule ohne Abschluss, andere sind oftmals nicht ausbildungsreif. Gerade diesen Schulabgängerinnen und Schulabgängern bleibt der Weg in die Berufsausbildung verschlossen. Um dies zu verhindern, werden Jugendlichen an bundesweit 1.000 Haupt- und Förderschulen Berufseinstiegsbegleiter zur Seite gestellt.

Seit dem 29. November 2010 führen das berufliche Fortbildungszentrum der bayerischen Wirtschaft (BfZ), die Deutsche Angestellten - Akademie (DAA), Euro Trainings Center (ETC) und Kolping - Bildungswerk Bayern e. V. im Auftrag der Agentur für Arbeit München das Projekt "Bildungsketten - Berufseinstiegsbegleitung" an zehn Hauptschulen und zwei Förderschulen in München, dem Landkreis München sowie im Raum Fürstenfeldbruck und Ebersberg durch. 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen die Chance, an diesem Projekt teilzunehmen. Weitere 220 Schülerinnen und Schüler sind bereits seit dem 01. Februar 2009 in Betreuung. Sie verteilen sich auf sechs Haupt- und sechs Förderschulen der Münchner Landkreise. Während das 2009 gestartete Projekt aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit finanziert wird, handelt es sich bei den im November 2010 eingesetzten Berufseinstiegsbegleitern um ein Sonderprogramm der Bundesregierung, mit dessen Umsetzung die Agentur für Arbeit betraut ist.

Wer an diesem Projekt teilnehmen darf, entscheidet die Schule gemeinsam mit dem zuständigen Berufsberater der Agentur für Arbeit. Maßgebliches Kriterium an der Teilnahme ist unter anderem die Gefährdung des Schulabschlusses, Sprachhemmnisse oder auch Defizite in den Kernfächern. Die Inanspruchnahme der Berufseinstiegsbegleitung ist kostenlos.

"Vorrangiges Ziel der Berufseinstiegsbegleitung ist zunächst einmal das Erreichen des Hauptschulabschlusses. Wie gelingt das? Bereits in der 7. Klasse führt der Berufseinstiegsbegleiter eine Potenzialanalyse durch. Schwächen und Stärken des Jugendlichen werden so deutlich und können reduziert bzw. ausgebaut werden. Danach sollte der Übergang in eine Berufsausbildung zu bewältigen sein", so Gertraud Wurm, Teamleiterin der Berufsberatung in der Agentur für Arbeit München. Der besondere Charme des Programms liegt auch darin, dass die Jugendlichen von ihrem persönlichen "Coach", ihrem Berufseinstiegsbegleiter, in der Regel noch während des gesamten ersten Ausbildungsjahres weiter betreut werden. Erste Schwierigkeiten sollen so möglichst rasch erkannt und beseitigt werden. "Auf diese Weise erhalten unsere beteiligten Jugendlichen nicht nur die nötige Unterstützung bei der Aufnahme eines Ausbildungsplatzes, sondern auch während des gesamten ersten Jahres ihrer Berufsausbildung. Gerade zu Beginn der Ausbildung müssen die Hauptschulabgänger oft neue, ungewohnte Hürden bewältigen. So wird der Weg für einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung geebnet, erklärt Wurm abschließend.

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