Montag, 23. Oktober 2017


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Bildungs- und Teilhabepaket - auch Nachhilfeunterricht kann gefördert werden

Das Jobcenter München und das Sozialreferat rufen Eltern im Arbeitslosengeld-II-Bezug dazu auf, Anträge für ihre Kinder zu stellen

München, (lifePR) - Vor dem Beginn der Winterferien hat es in dieser Woche die Zwischenzeugnisse gegeben. Wenn die Versetzung gefährdet ist, versuchen viele Eltern, Nachhilfeunterricht zu organisieren. Familien mit geringem Einkommen haben diese Möglichkeit meist nicht, da sie die zusätzliche finanzielle Belastung nicht tragen können.

Weiterhelfen kann hier das Bildungs- und Teilhabepaket. Alle Kinder und Jugendlichen von Eltern, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten bzw. Wohngeld oder einen Kinderzuschlag beziehen, haben auch Anspruch auf Nachhilfeunterricht.

Wenn mit dem Zwischenzeugnis absehbar ist, dass die Versetzung gefährdet ist und es an der Schule keine passenden Lernförderangebote gibt, können die Kosten für den Nachhilfeunterricht übernommen werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Schule bestätigt, in welchem Fach wie viele Stunden Lernförderung notwendig sind. Die entsprechenden Formulare liegen an allen Schulen bereit.

Die Eltern entscheiden dann selbst, wer den Nachhilfeunterricht geben soll - beispielsweise eine Schülerin oder ein Schüler einer höheren Klasse oder ein Nachhilfeinstitut. Gefördert werden für eine Stunde Einzelunterricht 20,00 Euro und für eine Stunde Unterricht in der Gruppe 10,00 Euro (jeweils 45 Minuten). Wurde eine Schülerin bzw. ein Schüler nur probeweise in die höhere Klasse versetzt, etwa nach einer längeren Erkrankung, können die Kosten für Nachhilfeunterricht bereits im ersten Schulhalbjahr übernommen werden.

Brigitte Meier, Sozialreferentin der Landeshauptstadt München: "Verschiedene Studien belegen eindeutig, dass das Erreichen von Bildungsabschlüssen auch stark vom sozialen Status der Eltern abhängt. Das Bildungs- und Teilhabepaket ist in diesem Sinne ein Beitrag dazu, auch im schulischen Bereich die Chancen für Kinder aus einkommensschwachen Familien zu verbessern. "

Martina Musati, Geschäftsführerin des Jobcenters München: "Ich kann nur an alle betroffenen Eltern, deren Kinder versetzungsgefährdet sind, appellieren, in ihrem Sozialbürgerhaus einen Antrag auf Bildungs- und Teilhabeleistungen zu stellen. Sie sind es Ihrem Kind schuldig."

Das Bildungs- und Teilhabepaket umfasst neben der Lernförderung noch weitere Leistungen. Dazu zählen die Übernahme der Kosten für die gemeinschaftliche Mittagsverpflegung, für ein- oder mehrtägige Schulausflüge oder für den persönlichen Schulbedarf. Zudem gibt es auch Leistungen für Freizeitaktivitäten, beispielsweise für einen Sportvereinsbeitrag oder einen Volkshochschulkurs, aber auch für die Ausflüge, die vom Stadtjugendamt angeboten werden.

Dafür steht zusätzlich ein Betrag von monatlich 10,00 Euro zur Verfügung, der in der Regel für maximal ein halbes Jahr auf insgesamt 60,00 Euro "angespart" werden kann. Der Antrag auf diese Leistungen ist in München sehr einfach formuliert. Mit einem Kreuzchen können alle Leistungen pauschal beantragt werden. Welche Bestandteile des Bildungs- und Teilhabepakets tatsächlich in Anspruch genommen werden sollen, kann dann später entschieden werden.

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