Dienstag, 17. Oktober 2017


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Jungen Arbeitslosen über die Schultern geschaut

Führungsriege der Arbeitsgemeinschaft Leipziger Land bei Träger HSI

Borna, (lifePR) - Regelmäßig tauschen die Führungskräfte der Arbeitsgemeinschaft Leipziger Land die Büroräume in der Behörde mit Orten bei Arbeitgebern und Trägern von Beschäftigungsprojekten der Region. Diesmal fand die Dienstbesprechung in äußerst farbenfreudiger Umgebung, beim Verein "Hilfe zur sozialen Integration e.V." (H.S.I. e.V.) in Leipzig statt.

"Für meine Kollegen und mich ist es wichtig, die Arbeit unserer Netzwerkpartner vor Ort zu erleben und mit den Akteuren und den arbeitslosen Menschen direkt ins Gespräch zu kommen. So wächst das gegenseitige Verständnis, aus den bloßen Namen oder Mailadressen werden Gesichter", verdeutlicht Peter Krüger, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Leipziger Land, das Ziel der Besuche.

Einen herzlichen Empfang bereitete den Mitarbeitern der Behörde die Geschäftsführerin des HSI, Christine Burkhardt. Engagiert berichtete sie über die Arbeit des Vereins. In mühevollen kleinen Schritten führt der Verein vor allem junge Menschen ohne Ausbildung oder ohne Schulabschluss an eine geregelte Tätigkeit heran. "Die Probleme, die uns dabei begegnen sind sehr vielschichtig - von fehlender Tagesstruktur bis zu finanziellen Sorgen. Junge Menschen sollen das Gefühl erhalten, gebraucht zu werden und auf eine sinnvolle Arbeit stolz sein können - Werte die nicht immer durch das Elternhaus vermittelt werden", ist Burkhardt überzeugt.

Die Ergebnisse können sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen. Bei einem Rundgang durch die Räume fallen vor allem die farbenfrohen Wandgestaltungen und großen Bilder aus der Malerwerksatt ins Auge. Einige Entwürfe sind für einen Kindergarten gedacht, in dem der Verein ein Generationsprojekt mit älteren und jugendlichen Arbeitslosen durchführt. Die Arbeitsgemeinschaft Leipzig Land fördert bei H.S.I. e.V. gegenwärtig 157 Menschen mit verschiedenen und teilweise recht schwierigen Vermittlungshemmnissen in Arbeitsgelegenheiten. Sie arbeiten dort im Kulturkino Zwenkau, verschönern den Bahntunnel in Gaschwitz oder sind im sozialen Bereich an Schulen und im Helios-Geriatriezentrum tätig.

"Wir testen gern neue Ansätze aus - suchen nicht eingefahrene Gleise, sondern sehen auftretende Probleme als Herausforderungen. Bei den Mitarbeitern der Arbeitsgemeinschaft Leipziger Land finden wir dabei immer ein offenes Ohr", so die Vereinschefin weiter. Sofort wird über geplante Projekte gesprochen, über neue beschäftigungsorientierte Ansätze und regionale Erweiterungsmöglichkeiten gefachsimpelt.

"Wir als Arbeitsgemeinschaft Leipziger Land sind auf die Kreativität unserer Partner angewiesen. Die Arbeit hier vor Ort ist wichtig, damit diese jungen Frauen und Männer eine zweite oder auch dritte Chance bekommen. Es ist beeindruckend, mit wie viel Kraft, Zeit und Energie die Mitarbeiter ans Werk gehen. Der Erfolg gibt ihnen recht, aus einigen ehemaligen Teilnehmern sind inzwischen angestellte Mitarbeiter des Vereins geworden", verdeutlicht Peter Krüger die Situation.

Ein Anliegen liegt der engagierten Vereinschefin übrigens besonders am Herzen, sie sucht einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin, denn sie geht in 3 Jahren in den verdienten "(Un)ruhestand".

Kurzporträt H.S.I. e.V.

Der Verein HSI e.V. als gemeinnütziger Verein stellt Menschen in schweren Lebenslagen, die im staatlichen Leistungsbezug stehen oder andere Sozialmaßnahmen in Anspruch nehmen, vielfältige Hilfsangebote zur Integration in Arbeit und Gesellschaft zur Verfügung. Der Verein ist Mitglied im Diakonischen Werk der Ev.- Lutherischen Landeskirche Sachsen e.V., in der Arbeitsgemeinschaft Diakonischer Träger Leipzig, Träger der Jugendhilfe, Mitglied des Fachverbandes Koordinierung Kirchlicher Erwerbsloseninitiative Sachsens (KKES), anerkannter Bildungsträger nach §84 SGB III und nach DIN EN ISO 9001. In den Projekten werden die Teilnehmer auf den Arbeitsprozess vorbereitet. Dabei wird eine Wiedereingliederung in den 1. Arbeitsmarkt angestrebt. Umgesetzt wird dies durch fachliche Anleitung, begleitende Qualifizierung und sozialpädagogische Betreuung.

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