Donnerstag, 23. November 2017


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INA stabilisiert Beschäftigung

Leipzig, (lifePR) - INA – „Integration nachhalten“ nennt sich das Projekt, das die Bundesagentur für Arbeit an insgesamt 8 Arbeitsagenturen und 17 gemeinsamen Jobcentern in ganz Deutschland testet. Leipzig ist ein Standort davon. Ziel dieses Projektes ist es, Menschen, die in eine neue Beschäftigung vermittelt worden, über die Vermittlung hinaus, im Job weiter zu begleiten, um eine dauerhafte Integration zu erreichen und eine erneute Arbeitslosigkeit zu vermeiden.

„Es geht darum, Menschen nachhaltig auf ihren Arbeitsplätzen zu integrieren und den Drehtüreffekt zu verhindern“, so die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Leipzig Elke Griese.

Nach einer Analyse der Bundesagentur für Arbeit waren 32 Prozent der neueingestellten Beschäftigten nach sechs Monaten und 43 Prozent nach 12 Monaten wieder arbeitslos. Ein Grund dafür sind häufig die Befristungen von Arbeitsverträgen, aber auch das Scheitern im neuen Job ist eine Ursache.

Um die Dauerhaftigkeit der Anstellung zu befördern, werden die Arbeitnehmer seit September im Rahmen dieses Pilotprojektes über die Arbeitsvermittlung hinaus durch ihre Arbeitsvermittler von der Arbeitsagentur und dem Jobcenter Leipzig weitergehend betreut. „Die positiven Erfahrungen der Pilotphase von INA in Erfurt und Aachen haben dazu geführt, dass nun diese weiterführende Betreuung von frisch vermittelten Frauen und Männern auch in Leipzig eingeführt wird“, so Griese.

Es geht darum, Risiken, die das Arbeitsverhältnis besonders in der Anfangsphase gefährden, frühzeitig zu identifizieren und gemeinsam mit dem Arbeitgeber aus dem Weg zu räumen. Zu diesem Zweck wird schon zwei Wochen nach der Beschäftigungsaufnahme mit dem Arbeitnehmer ein erstes Beratungsgespräch geführt.

Solche Probleme können zum Beispiel auftreten, wenn der neue Beschäftigte nicht mit den Anforderungen des Arbeitsplatzes zurechtkommt oder die Qualifikation nicht die Erwartungen des Arbeitgebers erfüllt oder die Einarbeitung schwieriger verläuft als erhofft.
Treten solche Schwierigkeiten auf, dann können die Arbeitsagentur und das Jobcenter mit Beratung und Förderung unterstützen. Dabei geht es zum Beispiel um Fragen der Förderung einer erweiterten Einarbeitung oder zusätzlicher Qualifizierungen, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder der Gestaltung von Arbeitsplätzen und Arbeitsbedingungen für Menschen mit Behinderung.

„Bei diesem Prozess wollen wir mit beiden, Beschäftigten und Unternehmer, ins Gespräch kommen und gemeinsam nach Lösungen suchen, die eine dauerhafte Arbeit ermöglichen und Arbeitslosigkeit aus diesen Gründen vermeidet“, erklärt Griese.

Dieser neue Ansatz, Menschen auch nach der Arbeitsvermittlung eine Zeit lang weiter zu betreuen, soll besonders jenen helfen, die länger aus dem Arbeitsleben herausgerissen waren und bei ersten Problemen im neuen Job aufgeben würden.

Internet: www.arbeitsagentur.de
Kostenlose Telefonhotline für Arbeitnehmer: 0800 4 5555 00
Kostenlose Telefonhotline für Arbeitgeber: 0800 4 5555 20
E-Mailadresse für Arbeitgeber: Leipzig.Arbeitgeber@Arbeitsagentur.de

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