Der Arbeitsmarkt in Hamm und im Kreis Unna: Leichter Anstieg am Ende eines guten Jahres

(lifePR) ( Hamm, )
Der Arbeitsmarkt in Hamm

Die Entwicklung
Ein für den Arbeitsmarkt in der Stadt Hamm überwiegend erfreuliches Jahr ging mit einem geringen saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu Ende. Die Zahl der Erwerbslosen stieg leicht um 61 auf 7804, was die Arbeitslosenquote um 0,1 Punkte auf 8,4 Prozent erhöhte. Vor genau einem Jahr lag die Quote bei 8,8 Prozent.

Die Entwicklung im Dezember setzte sich zusammen aus einem Anstieg um 72 auf 1590 Erwerbslose im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III, betreut durch die Arbeitsagentur) und einem geringen Rückgang der Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung (SGB II, Kommunales Jobcenter Hamm) um elf auf 6214. Im Vorjahresvergleich waren es in der Arbeitslosenversicherung 31 oder 2,0 Prozent mehr Erwerbslose als vor zwölf Monaten, in der Grundsicherung dagegen 289 oder 4,4 Prozent weniger. Insgesamt gibt es somit in der Stadt Hamm 258 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr.

„Im Jahr 2018 hat sich der Arbeitsmarkt in Hamm sehr gut entwickelt. Auch wenn im Januar mit einem deutlichen saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen ist: Der grundsätzlich positive Trend ist ungebrochen. Außerdem wird die demografische Entwicklung die Nachfrage vor allem nach Fachkräften mit dualer Berufsausbildung langfristig stützen“, so Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm, zur aktuellen Entwicklung auf dem Hammer Arbeitsmarkt. „2019 wird ein Jahr der Chancen und der Herausforderungen. Mit dem Teilhabe-Chancen-Gesetz und dem Qualifizierungschancengesetz erhalten das kommunale Jobcenter der Stadt Hamm und die Agentur für Arbeit neue Möglichkeiten, Teilhabe, Integration am Arbeitsmarkt und Weiterbildung für Beschäftigte zu fördern.“

Unterbeschäftigung
Registrierte Arbeitslose und nicht arbeitslose, aber statistisch arbeitsuchende Menschen, die an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder kurzzeitig arbeitsunfähig sind, werden gemeinsam als Unterbeschäftigte bezeichnet. Die Zahl der Unterbeschäftigten weist vor allem die Wirkung von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen auf die Arbeitslosenstatistik nach. Im Dezember ging die Unterbeschäftigung mit 10.989 Personen leicht zurück. Vor genau einem Jahr waren es 560 Personen mehr.

Zu- und Abgänge aus dem ersten Arbeitsmarkt
Der Arbeitsmarkt ist durch seine Zu- und Abgänge sehr dynamisch. Aus diesem Grund haben sie bei der Analyse der Entwicklung des Arbeitsmarktes eine besondere Bedeutung.
Nach einer Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt meldeten sich im Dezember 485 Personen neu arbeitslos, sechs weniger als im November. Zugleich waren es 22 Personen mehr (4,8 Prozent) als vor zwölf Monaten. Gleichzeitig meldeten sich in der Stadt Hamm 297 Personen in Beschäftigung ab, 71 (19,3 Prozent) weniger als im Vormonat und 22 (6,9 Prozent) weniger als vor genau einem Jahr.

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen
Die Zahl der ausländischen Arbeitslosen nahm im Dezember mit 2.701 um 38 zu (1,4 Prozent). In Relation zum Vorjahresmonat war dies ein Rückgang um 70 Personen oder 2,5 Prozent. Die Gesamtzahl von Personen im Kontext von Fluchtmigration lag im Berichtsmonat bei 564 geflüchteten Menschen, 32 mehr als im November.
Bei den jungen Arbeitslosen gab es im Vormonatsvergleich einen Rückgang um 38 (-5,6 Prozent) auf 642 Jugendliche. Im Dezember 2017 gab es hier 93 Arbeitslose mehr. Somit nahm die Jugendarbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich um 12,7 Prozent ab.
Bei den Älteren war die aktuelle Veränderung geringer. Mit 1.183 über 55-jährigen Arbeitslosen waren es 29 oder 2,5 Prozent mehr als im November. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verringerte sich ihre Zahl um 55 Personen (-4,4 Prozent).
Die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Hamm stieg aktuell mit 3.637 Personen um 84 oder 2,4 Prozent. Im Vorjahresvergleich war dies ein Anstieg um 24 Personen (0,7 Prozent).
Bei den Arbeitslosen mit Schwerbehinderung gab es mit 574 Personen eine nur leichte Zunahme um vier oder 0,7 Prozent. Der Vorjahresvergleich lautete minus 60 oder -9,5 Prozent.

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt
Die Zahl der Arbeitslosen mit Fluchthintergrund in der Stadt Hamm stieg im Dezember um 32 auf 564 Personen. Somit haben aktuell 7,2 Prozent aller Arbeitslosen einen Kontext von Fluchtmigration.
Weiterhin waren Syrer (289 Personen) und Iraker (89 Personen) die am häufigsten vertretenen Nationalitäten. 33 der arbeitslosen Geflüchteten kamen aus der Balkanregion. 345 der arbeitslosen Flüchtlinge (61,2 Prozent) in Hamm sind Männer. Als arbeitsuchend waren im Dezember 1.085 geflüchtete Menschen gemeldet, zwei weniger als im Monat zuvor.
Die geflüchteten Menschen sind im Durchschnitt relativ jung. 80 Arbeitslose (14,2 Prozent) sind zwischen 15 und 25 Jahre alt, 203 Personen (36,0 Prozent) zwischen 25 und 35 Jahre. Zwischen 35 und 45 Jahre alt sind 151 Menschen (26,8 Prozent).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III)

Arbeitslosigkeit
Ende Dezember waren 1.590 Arbeitslose bei der Agentur für Arbeit Hamm gemeldet, 72 Personen oder 4,7 Prozent mehr als im Vormonat. Gleichzeitig waren es 31 mehr als vor einem Jahr (2,0 Prozent).
Bei der Jugendarbeitslosigkeit (15 bis 25 Jahre) gab es im Berichtsmonat mit nur einer Person weniger nahezu eine Stagnation (-0,6 Prozent) bei 163. Im Jahresvergleich war es ebenfalls genau ein junger Arbeitsloser weniger (-0,6 Prozent).
Die Zahl der Arbeitslosen, die das 55. Lebensjahr überschritten haben, erhöhte sich mit 425 um 14 gegenüber dem Vormonat (3,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 17 Personen (-3,8 Prozent) weniger.
Bei den Langzeitarbeitslosen gab es im Bereich der Arbeitslosenversicherung mit 139 Personen einen kleinen Rückgang um sieben (-4,8 Prozent). In Relation zu Dezember 2017 war es ein Plus von vier oder 3,0 Prozent.
368 Erwerbslose sind Migranten, 15 mehr als im Vormonat (4,2 Prozent). Dies waren zugleich 20 mehr (5,7 Prozent) als im Vorjahresmonat.

Arbeitskräftenachfrage
Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen ist im Dezember mit 1747 (+0,1 Prozent) nahezu unverändert geblieben. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren dies 350 Stellen oder 25,1 Prozent mehr.
Die Unternehmen meldeten im Berichtsmonat 378 neue Arbeitsstellen, 34 mehr als im November (9,9 Prozent), zugleich 85 oder 29,0 Prozent mehr als vor zwölf Monaten.

Beschäftigungsentwicklung
Die Beschäftigungsentwicklung lieferte gute Nachrichten: Nach den neuesten Daten gibt es in der Stadt Hamm insgesamt rund 59 250 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, rund 1500 oder 2,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und sogar 14,3 Prozent mehr als vor fünf Jahren.

Entwicklung in der Grundsicherung (Beitrag des Kommunalen Jobcenters Hamm)
Im Kommunalen Jobcenter der Stadt Hamm waren im Dezember 2018 insgesamt 6.214 Personen arbeitslos gemeldet. Damit verzeichnete das Jobcenter im Berichtsmonat einen Rückgang der Arbeitslosenzahl um 0,2 Prozent (-11 Personen) gegenüber dem Vormonat. Im Vorjahresvergleich sank die Arbeitslosigkeit um 4,4 Prozent (-289 Personen). Die Arbeitslosenquote im Rechtskreis des SGB II lag im Dezember 2018 unverändert bei 6,7 Prozent.

Die Arbeitslosenzahl der im Kommunalen Jobcenter betreuten Männer und Frauen entwickelte sich unterschiedlich. Bei den männlichen Arbeitslosen war im Berichtsmonat ein Minus von 0,4 Prozent (-12 Personen) zu verzeichnen. Die Arbeitslosigkeit bei den Frauen veränderte sich minimal um 0 Prozent (+1 Person). Im Vergleich zum Dezember 2017 war bei den Frauen ein Rückgang um 4,7 Prozent (-148 Personen) festzustellen, während die Zahl der arbeitslosen Männer gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent (-141 Personen) sank.

Bezogen auf die Altersgruppen war im Berichtsmonat bei den jüngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren im Vergleich zum November 2017 ein Rückgang von 7,2 Prozent (-37 Personen) zu verzeichnen. Bei den lebensälteren Arbeitslosen ab 50 Jahren sank die Anzahl ebenfalls, nämlich insgesamt um 0,7 Prozent (-11 Personen).
Bei den arbeitslosen Ausländern im Bereich des SGB II verzeichnete das Kommunale Jobcenter im Dezember 2018 einen Anstieg. Es wurden insgesamt 2.333 Arbeitslose ohne deutschen Pass gezählt, das sind 1 Prozent (+23 Personen) mehr als im November 2018. Der Vorjahresvergleich zeigt einen Rückgang in dieser Personengruppe, und zwar um 3,7 Prozent (-90 Personen).
Die Branchenexperten des Unternehmerservice registrierten im Berichtsmonat trotz der Jahreszeit eine große Nachfrage nach Handwerkern. Außerdem wird weiterhin eine hohe Anzahl Beschäftigter für den Einsatz in der Pflege und in der Zeitarbeit gesucht.

Rückblick 2018
Das Jahr 2018 war für den Arbeitsmarkt in der Stadt Hamm die starke Fortsetzung Erfolgsgeschichte aus dem Vorjahr. Die Gesamtzahl der Arbeitslosen konnte im Vorjahresvergleich um 320 Menschen auf jahresdurchschnittlich 8029 gesenkt werden, was einem Rückgang um 3,8 Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote lag im Jahresschnitt bei 8,7 Prozent - nach 9,2 Prozent in 2017. Die Unterbeschäftigung sank gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Prozent auf 11 289, die Unterbeschäftigungsquote im Jahresdurchschnitt entsprechend um 0,5 Punkte auf 11,9 Prozent.
Für alle Personengruppen ging die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt zurück. Bei Langzeitarbeitslosen (-381), jungen Menschen unter 25 Jahren (-36), Schwerbehinderten (-39), Älteren über 50 (-156) und Ausländern (-216) wurden ausnahmslos sinkende Werte verzeichnet.
Die unterjährige Entwicklung der Arbeitslosigkeit verlief in der Stadt Hamm saisontypisch bei insgesamt abnehmender Tendenz. Während die höchste Quote nach dem Jahresbeginn im Januar und Februar noch 9,2 Prozent betrug, konnte sie bis zum Frühsommer auf 8,5 Prozent abgebaut werden. Nach einem Anstieg in der Sommerpause bis auf 8,8 Prozent sank der Erwerbslosigkeitsgrad mit der Herbstbelebung kontinuierlich wieder bis auf 8,3 im November, was den Jahrestiefstwert markierte, bevor es aktuell zum Jahresende wieder einen kleinen Anstieg auf 8,4 Prozent gab.

Der Arbeitsmarkt im Kreis Unna

Die Entwicklung
Im Kreis Unna stagnierte der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen (-1) im Vergleich zum Vormonat und betrug 14.156. Im Vergleich zu Dezember 2017 ging die Arbeitslosigkeit um 1.008 Personen (-6,6 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote betrug im Berichtsmonat weiterhin 6,7 Prozent.
„Mit einer Arbeitslosenquote von 6,7 Prozent beenden wir das Jahr 2018 auf dem niedrigsten Stand des ganzen Jahres“, resümiert Agenturleiter Thomas Helm die letzten vier Wochen auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna. Dabei hebt er besonders die deutlich verbesserte Situation für Langzeitarbeitslose hervor: „Wir stellen kontinuierlich fest, dass sich gerade bei der Sockelarbeitslosigkeit viel tut und Menschen, die lange arbeitslos waren, neuen beruflichen Perspektiven gegenüberstehen.“ Dies gilt laut Thomas Helm jedoch über diesen Personenkreis hinaus: „Im Jahresverlauf betrachtet hat das vergangene Jahr zu einer verbesserten Situation in allen Personengruppen geführt; Jüngere konnten genauso wie Ältere, Ausländer oder Schwerbehinderte vom überaus großen Jobangebot profitieren und Arbeitslosigkeit abbauen.“ Als weiteres Indiz für die gute Lage im Kreis legt der Agenturchef die aktuellsten Beschäftigungszahlen vor: Mit 188.602 sind 5.211 Menschen mehr sozialversicherungspflichtig beschäftigt als noch vor einem Jahr.
Laut Thomas Helm habe das Weihnachtsgeschäft sowie das gute Wetter im Dezember dazu beigetragen, dass sich die Arbeitslosigkeit auf dem niedrigen Niveau stabilisieren konnte. Auch wenn diese voraussichtlich im Januar und Februar vorerst einen leichten saisonalen Anstieg erlebe, rechnet er ab dem Frühjahr mit einer Fortschreibung der guten Entwicklung.

Unterbeschäftigung
Personen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder sich in einer kurzfristigen Arbeitsunfähigkeit befinden, zählen in der Regel als unterbeschäftigt. Im aktuellen Berichtsmonat wurden insgesamt 19.736 Unterbeschäftigte im Kreis gezählt – das sind 41 Personen (-0,2 Prozent) weniger als im Monat zuvor. Im Vorjahr waren noch 1.492 Personen (+7,0 Prozent) mehr unterbeschäftigt. Die aktuelle Unterbeschäftigungsquote liegt bei 9,1 Prozent.

Zu- und Abgänge auf dem ersten Arbeitsmarkt
Durch die Zu- und Abgänge in bzw. aus der Arbeitslosigkeit kommt es zu einer erheblichen Fluktuation. Besonders die Veränderungen, die mit dem ersten Arbeitsmarkt zusammenhängen, lassen Rückschlüsse auf betriebliche Veränderungen zu.
Im Berichtsmonat meldeten sich 1.014 Personen aus Erwerbstätigkeit neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 32 Personen (-3,1 Prozent) weniger. Im Vergleich zu Dezember 2017 waren es 76 Personen (+8,1 Prozent) mehr.
Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 810 Personen ihre Arbeitslosigkeit zu Gunsten einer Erwerbstätigkeit und damit 230 weniger als im Vormonat (-22,1 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 12 Personen (-1,5 Prozent) weniger, die eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten.

Entwicklung in einzelnen Personenkreisen
Im Kreis Unna leben derzeit 962 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen stieg leicht um vier (+0,4 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 83 Jugendliche (-7,9 Prozent) gesunken.
Gut ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im Dezember wurden 3.037 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang um 41 Personen gegenüber dem Vormonat (-1,3 Prozent). Vor zwölf Monaten gab es 137 ältere Arbeitslose (+4,3 Prozent) mehr.
Aus der Statistik geht hervor, dass 3.577 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 39 Arbeitslose (+1,1 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Dezember 2017 waren 27 ausländische Arbeitslose (-0,8 Prozent) weniger gemeldet. Neben dieser statistischen Auswertung weist eine weitere Erhebung Daten über Personen im Kontext von Fluchtmigration aus. Im Berichtsmonat liegt der Bestand bei 980 geflüchteten arbeitslosen Menschen.
Die Langzeitarbeitslosigkeit reduzierte sich im Berichtsmonat um 75 Personen (-1,3 Prozent) auf 5.667. Im Vorjahresvergleich sind das 655 Personen (-10,4 Prozent) weniger.
Im Berichtsmonat reduzierte sich die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um 24 (-1,8 Prozent) auf 1.341. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bestand um 95 (-6,6 Prozent).

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt
Im Vergleich zum Vormonat stieg im Dezember die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen im Kreis Unna leicht um 15 auf 980. Damit hatten im Berichtsmonat 6,9 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna einen Fluchthintergrund. Als arbeitsuchend waren 2.444 geflüchtete Menschen gemeldet. Viele von ihnen belegen derzeit ein Programm zur beruflichen Eingliederung.
Die größte Gruppe unter den arbeitslosen Geflüchteten bildeten 522 Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit, gefolgt von 95 aus dem Balkan, 75 aus dem Irak und 51 Afghaninnen und Afghanen. Insgesamt 63,4 Prozent waren Männer. Die geflüchteten Menschen waren im Durchschnitt vergleichsweise jung: 101 (10,3 Prozent) zwischen 15 und 25 Jahre, 336 (34,3 Prozent) zwischen 25 und 35 Jahre und 293 (29,9 Prozent) zwischen 35 und 45 Jahre.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III)
Bei der Agentur für Arbeit waren 3.794 Arbeitslose gemeldet, 123 (+3,4 Prozent) mehr als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich sind es 197 Personen (-4,9 Prozent) weniger.

Entwicklung in der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II)
Die anhaltend gute Konjunktur und die milden Wetterbedingungen führten auch im Dezember dazu, dass Kunden des Jobcenters Kreis Unna Arbeit aufnehmen konnten. Damit reduzierte sich die Anzahl der Arbeitslosen im SGB II von 10.486 im Vormonat auf 10.362 (-1,2 Prozent). Verglichen mit dem Vorjahreswert verringerte sich die Anzahl gar um 811 Arbeitslose (-7,3 Prozent).
„Auf Grund der guten Rahmenbedingungen profitierten auch im Dezember alle Personengruppen, die wir im Jobcenter Kreis Unna betreuen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, denn dadurch werden die Weichen für einen guten Start ins neue Jahr 2019 gestellt“, erklärt Uwe Ringelsiep, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Unna.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich im vergangenen Monat unterschiedlich in den zehn Kommunen des Kreises Unna. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichneten Schwerte (-3,6 Prozent bzw. 45 auf 1.204) und Werne (-3,6 Prozent bzw. 29 auf 770). Danach folgen Kamen (-0,7 Prozent bzw. 10 auf 1.506), Bergkamen (-0,2 Prozent bzw. vier auf 2.142) und Lünen (-0,1 Prozent bzw. fünf auf 4.295).
Am geringsten stieg die Arbeitslosigkeit in Unna (+0,7 Prozent bzw. 13 auf 1.788), danach folgen Bönen (+1,0 Prozent bzw. sechs auf 600), Holzwickede (+3,4 Prozent bzw. 16 auf 486), Fröndenberg (+4,3 Prozent bzw. 22 auf 528) und Selm (+4,4 Prozent bzw. 35 auf 837).

Arbeitskräftenachfrage
Der Bestand an Arbeitsstellen stieg im Dezember um 164 (+4,2 Prozent) auf 4.113. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 711 Arbeitsstellen (+20,9 Prozent) mehr. Arbeitgeber meldeten im Berichtsmonat 1.217 neue Arbeitsstellen, 349 (+40,2 Prozent) mehr als im Dezember vor einem Jahr.

Rückblick 2018
Das vergangene Jahr 2018 war ein sehr erfolgreiches auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna. Der Bestand an Arbeitslosen konnte im Vergleich zu 2017 um 1.567 Menschen auf 15.002 gesenkt werden, was einem Rückgang um 9,5 Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote betrug im Jahresschnitt 7,1 Prozent, während sie im Jahr 2017 noch bei 7,9 Prozent lag. Auch die Unterbeschäftigung verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent auf 20.763, die Unterbeschäftigungsquote reduzierte sich im Jahresdurchschnitt entsprechend um 0,9 Punkte auf 9,6 Prozent.
Alle Personengruppen konnten in unterschiedlich starkem Umfang Arbeitslosigkeit abbauen. Bei Langzeitarbeitslosen ging sie um 826 zurück, bei Älteren über 50 um 413, bei Ausländern um 249, bei jungen Menschen unter 25 um 174, bei Schwerbehinderten um 103 und bei unter 20- Jährigen um 24.
Die unterjährige Entwicklung der Arbeitslosigkeit verlief im Kreis Unna saisontypisch. Während die Quote zu Jahresbeginn noch 7,6 Prozent betrug, konnte sie bis zu den Sommerferien auf 7,1 Prozent abgebaut werden. Nach einem leichten Aufwuchs auf 7,2 Prozent im Juli und August sank sie danach bis auf zuletzt 6,7 Prozent im Dezember.
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