Donnerstag, 19. Juli 2018


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Trotz Handicap erfolgreich ins Berufsleben zurückgekehrt

Gemeinsam Inklusion und Fachkräftesicherung durch Netzwerkarbeit erreichen

Chemnitz, (lifePR) - Ivonne Grusa aus Chemnitz steht mit beiden Beinen mitten im Leben. Sie hat Familie und eine Arbeit. Letzteres gestaltete sich in der Vergangenheit aufgrund ihres Handicaps jedoch nicht so einfach, denn seit Geburt an ist Frau Grusa stark sehgeschädigt. Die Einschränkung hat sich im Laufe der Jahre verschlimmert, sodass das Blindheitsmerkmal und ein Grad der Behinderung von 100 zuerkannt wurden.

Nach ihrer Ausbildung zur Klavierstimmerin war Ivonne Grusa in der Vergangenheit sogar als Ausbilderin für Klavierstimmer tätig, bis es keinen Bedarf mehr für diesen Ausbildungsberuf an der früheren Wirkungsstätte gab. Frau Grusa hat sich danach eine längere Zeit um berufliche Alternativen bemüht, viel Kraft und Zeit investiert, bis endlich ein neues Ziel greifbar war. Viele Gespräche, Abstimmungen verschiedener Netzwerkpartner und natürlich auch Beratungen mit dem neuen Arbeitgeber waren dazu erforderlich. Letztendlich konnte Ivonne Grusa die durch die Arbeitsagentur geförderte Qualifizierung zur Alltagsbegleiterin erfolgreich abschließen. Mit dieser beruflichen Weiterbildung war die Tür zur neuen Arbeit beim Seniorenzentrum "Emanuel Gottlieb Flemming" geöffnet. Durch weitere Förderleistungen von Arbeitsagentur sowie Kommunalem Sozialverband Sachsen stand einer Einstellung im Januar dieses Jahres nichts mehr im Weg.

"Ich bin froh, trotz Handicap endlich wieder in Arbeit zu sein. Es war nicht immer einfach bis dahin, aber die Mühe aller Beteiligten hat sich gelohnt. Das Schöne bei meiner Arbeit ist, dass ich viel für die Bewohner der Einrichtung tun kann und sie geben mir das mit sehr viel Dankbarkeit zurück", sagt Ivonne Grusa.

Mit Blick auf die Woche der Menschen mit Behinderung vom 27. November bis 1. Dezember ist es ein gemeinsames Anliegen von Industrie- und Handelskammer (IHK) und Arbeitsagentur, diesen Personenkreis in den Fokus zu rücken. Diese Menschen haben die verschiedensten Potenziale, sind meist sehr motiviert wenn sie die Chance auf Arbeit erhalten und stellen so nicht nur einen Mehrwert für die Unternehmen dar, sondern können auch die eine oder andere Fach- und Arbeitskräftelücke schließen. Die Inklusionsberaterin der IHK Chemnitz und Experten von Arbeitsagentur und Jobcenter beraten daher vernetzt zum Thema Beschäftigung von Menschen mit Behinderung und informieren zu verschiedenen Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten.

"Man darf nicht vergessen, dass rund achtzig Prozent der Behinderungen während des Arbeitslebens entstehen. Die betroffenen Menschen sind und bleiben deshalb dennoch Fachkräfte und Knowhow-Träger. Durch die zunehmende Fachkräfteverknappung rückt das Potenzial von Menschen mit Behinderung jetzt verstärkt in den Fokus. Während der letzten zwei Jahre haben sich das Interesse und der Beratungsbedarf unserer Unternehmen spürbar erhöht. Mit unserer Inklusionsberatung tragen wir als IHK Chemnitz, in Kooperation mit dem Kommunalen Sozialverband Sachsen, diesem Erfordernis Rechnung. Da jeder Fall sehr speziell ist, setzen wir auf eine individuelle und persönliche Beratungsleistung", sagt Ines Petzold, Inklusionsberaterin der IHK Chemnitz.

"An dem Beispiel von Frau Grusa kann man gut erkennen, wie wichtig es bei der Integration von Menschen mit Handicap ist, dass alle beteiligten Akteure an einem Strang ziehen. Mit gebündelter Energie und abgestimmten Arbeitsweisen können Betroffene eine Teilhabe am Arbeitsleben erreichen und Unternehmen erhalten so motivierte Fach- und Arbeitskräfte", ergänzt Petra Petarus, Arbeitsvermittlerin für Rehabilitanden und Schwerbehinderte von der Arbeitsagentur Chemnitz.

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