Montag, 23. Oktober 2017


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Saisonkurzarbeit sichert Arbeitsplätze am Bau

Chemnitz, (lifePR) - .
- Gesamtarbeitslosigkeit steigt, Jugendarbeitslosigkeit sinkt
- Weniger Arbeitslosmeldungen aus Erwerbstätigkeit als in den Vormonaten
- Arbeitskräftenachfrage steigt um 50 Prozent zum Vormonat
- Tatsächliche Inanspruchnahme der Kurzarbeit rückläufig

"Wir registrieren rund 570 Arbeitslose mehr. Dennoch fällt die Entwicklung im Februar vergleichsweise günstig aus. Der Winter hat den Arbeitsmarkt im Februar wenig beeindruckt. Die Arbeitskräftenachfrage ist kräftig gestiegen. Das ermöglichte vielen Chemnitzern und Mittelsachsen einen beruflichen Neustart, mehr als in den Vormonaten. Beschäftigung gefunden haben in den vergangenen Wochen besonders Warenkaufleute, Schlosser, Elektriker, Bürokaufleute, Verkehrsberufe und Fachleute aus dem Gesundheitswesen und dem sozialem Bereich. Zudem mussten sich weniger Personen aus Beschäftigung arbeitslos melden. Witterungsbedingte Arbeitsausfälle und Ausfälle wegen Auftragsmangel konnten in großem Umfang durch das Saison-Kurzarbeitergeld abgefedert werden. Bauarbeiter, Garten- und Landschaftsbauer, Dachdecker und Gerüstbauer konnten so ihre Arbeit behalten", kommentiert Agenturchefin Konstantine Duscha die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Konstantine Duscha zur aktuellen Entwicklung am Arbeitsmarkt.

Überblick Arbeitsmarkt

Im Februar waren 32.623 Personen arbeitslos gemeldet, 566 mehr (1,8 Prozent) als im Januar. Die Arbeitslosigkeit liegt deutlich unter Vorjahresniveau (minus 1.501 oder minus 4,4 Prozent) und erreicht den niedrigsten Stand in einem Februarmonat seit 10 Jahren. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 12,4 Prozent (Vormonat: 12,2 Prozent, Vorjahr: 12,9 Prozent). Im Januar meldeten sich 5.938 Personen neu oder erneut arbeitslos, 24,8 Prozent weniger als im Januar. Im Vergleich zu Februar 2009 waren es 11,7 Prozent weniger. Knapp die Hälfte (48,7 Prozent) kam aus Erwerbstätigkeit. Die Zahl derer, die sich aus Erwerbstätigkeit arbeitslos melden mussten, ist damit deutlich geringer als im Vorjahr (minus 23,4 Prozent). 5.370 Personen konnten sich aus Arbeitslosigkeit abmelden, 14,1 Prozent mehr als im Vormonat und 3,0 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Abmeldungen in Erwerbstätigkeit sind im Vergleich zum Vormonat um 12,4 Prozent und zum Februar 2009 um 3,9 Prozent gestiegen.

Jugendarbeitslosigkeit sinkt

Die Jugendarbeitslosigkeit hat sich günstiger entwickelt als die Gesamtarbeitslosigkeit. Im Agenturbezirk Chemnitz sind derzeit 3.013 arbeitslose Jugendliche unter 25 Jahren ohne Beschäftigung, 42 weniger als im Januar (minus 1,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr sind es 660 weniger (minus 18,0 Prozent). 1.025 Jüngere meldeten sich im Monatsverlauf arbeitslos, 17,5 Prozent weniger als im Januar und 13,0 Prozent weniger als im Vorjahr. Aus Arbeitslosigkeit abmelden konnten sich insgesamt 1.015 Jüngere - plus 15,3 Prozent zum Vormonat und plus 8,8 Prozent zum Vorjahr.

Arbeitskräftenachfrage steigt

Die Arbeitskräftenachfrage hat im Vergleich zum Januar deutlich zugelegt. Arbeitsagentur und Arbeitsgemeinschaften wurden 1.123 neue Stellenangebote für den ersten Arbeitsmarkt gemeldet. Das sind 375 oder 50,1 Prozent mehr Jobangebote als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahr sind es dennoch 23,7 Prozent weniger. Neue Stellenangebote kamen überwiegend aus der Zeitarbeit, dem verarbeitendem Gewerbe und den Bereichen Gesundheit, Gastronomie, Bau und Handel.

Kurzarbeit tatsächliche Inanspruchnahme rückläufig

Nach ersten Hochrechnungen bewegen sich die Anzeigen für Kurzarbeit aus konjunkturellen Gründen im Februar 2009 auf gemäßigtem Niveau. Bis zum 19. Februar wurden im Agenturbezirk 65 neue Anzeigen für Kurzarbeit mit 413 Personen erfasst. Wie hoch die tatsächliche Inanspruchnahme der Kurzarbeit in den vergangenen Monaten ist, zeigt die Auswertung der Meldungen für das vierte Quartal.

Tatsächlich aus konjunkturellen Gründen kurzgearbeitet haben danach in der Stadt Chemnitz und den Altkreisen Freiberg und Mittweida Ende Dezember insgesamt 6.381 Arbeitnehmer in 512 Betrieben. Ihre Zahl ging im Vergleich zum III. Quartal 2009 zurück (I. Quartal: 8292 Arbeitnehmer in 436 Betrieben; II. Quartal 9266 Arbeitnehmer in 624 Betrieben; III. Quartal 7.683 Arbeitnehmer in 550 Betrieben). Der Arbeitsausfall betrug im Durchschnitt 30 Prozent.

Zusätzlich zur konjunkturell bedingten Kurzarbeit erwartet die Arbeitsagentur Chemnitz bis zum Ende des I. Quartals 2010 insgesamt rund 500 Betriebe, die sich für das Saison-Kurzarbeitergeld entscheiden. Damit werden für etwa 3.000 Arbeitnehmer aus der Stadt Chemnitz und den Altkreisen Mittweida und Freiberg Arbeitsplätze gesichert.

Saison-Kurzarbeitergeld unterstützt Baubetriebe in der sogenannten Schlechtwetterzeit von Dezember bis März und hilft, Entlassungen von Bauarbeitern, Garten- und Landschaftsbauern, Dachdeckern und Gerüstbauern zu vermeiden. Sowohl witterungsbedingte Arbeitsausfälle als auch Ausfälle wegen Auftragsmangel können in dieser Zeit mit dem Saison-Kurzarbeitergeld abgefedert werden.

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