Mittwoch, 24. Januar 2018


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Sächsischer Arbeitsmarkt bleibt auch im Herbst robust

Der sächsische Arbeitsmarkt im November 2014

Chemnitz, (lifePR) - Im November blieb die Arbeitslosigkeit auf dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahr entwickelt sich der Arbeitsmarkt weiter positiv. Bei einer Arbeitslosenquote von 8,1 Prozent waren in Sachsen insgesamt 172.000 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Damit lag die Arbeitslosenquote auch im November weiter auf dem bisher geringsten Niveau.

"Von Oktober auf November ist die Arbeitslosigkeit leicht gestiegen. Das ist eine saisonal übliche Entwicklung, die geringer ausfiel als in den vergangenen beiden Jahren. Die Chancen, eine neue Beschäftigung zu finden, sind weiterhin gut. Denn die Einstellungsbereitschaft der sächsischen Wirtschaft bleibt hoch - im November meldeten uns viele Unternehmen freie Stellen. Auch der Beschäftigungsaufbau in Sachsen hält weiter an, was auf das stabile konjunkturelle Umfeld zurückzuführen ist. Zusammengefasst: Der sächsische Arbeitsmarkt befindet sich weiter in einer positiven Grundverfassung", sagte Dr. Klaus Schuberth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist im Monatsverlauf leicht gestiegen. Im November waren in Sachsen 171.948 Menschen arbeitslos gemeldet, 331 mehr als im Oktober. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren 13.479 Menschen weniger arbeitslos.

Im November wurden 25,9 Prozent aller Arbeitslosen (44.544) im Rechtskreis SGB III von einer Agentur für Arbeit und 74,1 Prozent (127.404) im Rechtskreis SGB II von einem Träger der Grundsicherung betreut. Im Vergleich zum Vormonat sind sowohl in den Arbeitsagenturen als auch in den Jobcentern etwas mehr Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, im Vergleich zum Vorjahr jedoch deutlich weniger.

Die Arbeitslosenquote belief sich im November auf 8,1 Prozent, liegt weiter auf dem Niveau des Vormonats und verblieb auf dem bisher geringsten Stand für Sachsen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Quote um 0,6 Prozentpunkte. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung lag sie bei 2,1 und im Bereich der Grundsicherung bei sechs Prozent.

Beschäftigung

Im September 2014 waren in Sachsen nach ersten Hochrechnungen rund 1.533 Millionen Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Mit einem Zuwachs von 22.924 hält der Beschäftigungsanstieg gegenüber dem Vorjahr an und liegt bei aktuell 1,5 Prozent.

Den kräftigsten Beschäftigungsaufbau gab es im Verarbeitenden Gewerbe (plus 6.493). Auch in der Zeitarbeit (plus 5.106), im Bereich der Immobilien und freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (plus 4.182), in der wirtschaftlichen Dienstleistung (plus 2.982) sowie im Gesundheitswesen (plus 1.853) sind mehr Menschen beschäftigt als noch vor einem Jahr. Einen kräftigen Beschäftigungsaufbau gab es weiterhin im Gastgewerbe, in der Logistikbranche (Verkehr und Lagerei) sowie im Bereich Heime und Sozialwesen. Dort lag der Beschäftigungsaufbau im vierstelligen Bereich.

Arbeitskräftenachfrage

Aktuell sind in den sächsischen Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 23.787 freie Stellen gemeldet. Damit liegt die Arbeitskräftenachfragte um 82 Stellen über dem Niveau des Vormonats und um 4.321 Stellen über dem des Vorjahres.

Allein im November haben sächsische Betriebe insgesamt 8.126 freie Stellen gemeldet. Der Rückgang im Vergleich zum Vormonat um 1.038 Stellen ist für die Jahreszeit üblich. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Nachfrage um 876 Stellen.

Die meisten freien Stellen meldeten im November die Arbeitgeber aus der Zeitarbeit (2.616). Einen hohen Bedarf haben daneben Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe (926), dem Gesundheits- und Sozialwesen (847), dem Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (830) und dem Gastgewerbe (498).

Seit Jahresbeginn haben sächsische Unternehmen insgesamt 96.171 freie Stellen gemeldet, 6.197 oder 6,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

In der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit sind fast als 870.000 Stellen veröffentlicht und können mit der Smartphone-App der Bundesagentur für Arbeit abgerufen werden.

Unterbeschäftigung

Im November 2014 haben nach ersten Hochrechnungen rund 58.600 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, z.B. Weiterbildungen, Praktika in Betrieben und Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten, teilgenommen oder standen aus anderen Gründen (zum Beispiel Krankheit) dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Damit liegt die Zahl der Menschen, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen, um rund 2.100 unter dem Niveau des Vormonats und 7.200 unter dem des Vorjahres.

Die Unterbeschäftigung - die Summe aus Arbeitslosen und Teilnehmern an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen - belief sich insgesamt auf 230.500 Personen. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum November 2013 um rund 20.600 oder 8,2 Prozent. Aktuell liegt der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung bei 74,6 Prozent. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt die Unterbeschäftigungsquote im November bei 10,6 Prozent.

Schwerbehinderte Arbeitslose profitieren kaum vom Rückgang der Arbeitslosigkeit

"Der sächsische Arbeitsmarkt hat in den vergangenen Jahren für nahezu alle Menschen gute Jobchancen geboten. Jedoch konnten die schwerbehinderten Arbeitslosen nur wenig davon profitieren. Vorurteile in der Gesellschaft, Ängste und Bedenken gegenüber der Leistungsfähigkeit machen es uns nicht leicht, diese Frauen und Männer in Arbeit zu bringen", sagte Schuberth. Im November haben 10.522 arbeitslose Schwerbehinderte mit Hilfe der sächsischen Arbeitsagenturen und Jobcenter eine neue Beschäftigung gesucht. Der Anteil der arbeitslosen Schwerbehinderten liegt damit bei 6,1 Prozent.

"Ich weiß, dass auch Menschen mit einer Behinderung volle Leistung bringen können und wollen. Letztendlich sollte doch für jeden Unternehmer nur eins wichtig sein, dass seine Mannschaft geschlossen für ein gleiches Ziel arbeitet: Das Unternehmen nach vorne zu bringen. Es sollte nicht darum gehen wer alles kann, sondern vielmehr darum, wer worin besonders gut ist! Die Leistungsfähigkeit eines jeden Mitarbeiters ist entscheidend, nicht seine Behinderung. Das sollten Personalentscheider erkennen und berücksichtigen", appelliert Schuberth abschließend.

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