Dienstag, 17. Oktober 2017


  • Pressemitteilung BoxID 631389

Positive Bilanz für den Chemnitzer Arbeitsmarkt im Jahr 2016

Chemnitz, (lifePR) - .
Überblick  


Im Jahr 2016 waren bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter durchschnittlich 10.383 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Seit Beginn der aktuellen statistischen Aufzeichnungen ist das der bisher niedrigste Wert. Im Vergleich zum Jahr 2015 sind im Schnitt 884 Arbeitslose weniger registriert gewesen, ein Rückgang um 7,8 Prozent.



Die Arbeitslosenquote betrug im Jahr 2016 im Durschnitt 8,4 Prozent. Ein Jahr zuvor lag sie noch bei durchschnittlich 9,1 Prozent.



Im Jahresdurchschnitt waren in Chemnitz 2.586 freie Arbeitsstellen gemeldet. Gegenüber dem Jahr 2015 sind das 402 Jobofferten mehr, ein Zuwachs von 18,4 Prozent.



Zum letzten statistischen Stichtag im Sommer 2016 waren in Chemnitz insgesamt 113.233 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse registriert. Im Vorjahresvergleich sind das 1.214 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mehr, ein Plus von 1,1 Prozent.


Arbeitslosigkeit nach Personengruppen  

Jugendliche unter 25 Jahre

Im vergangenen Jahr waren durchschnittlich 757 junge Menschen unter 25 Jahre in Chemnitz als arbeitslos registriert. Gegenüber dem Vorjahr sind das 6 Jugendliche weniger, ein Rückgang um 0,7 Prozent.  

„Der nur verhaltene Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen liegt darin begründet, dass die Zahl der Arbeitslosen im Alter von 15 bis unter 20 Jahren aufgrund der Zugänge durch Flucht und Asyl um fast 20 Prozent angestiegen ist“, erläutert Angelika Hugel, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Chemnitz.  

Ältere Arbeitnehmer über 50 Jahre

Im Durchschnitt waren letztes Jahr 3.764 Frauen und Männer ab 50 Jahre bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Jahr 2015 sind das 523 ältere Arbeitslose weniger, ein Minus von 12,2 Prozent.  

„Die Zahl der älteren Arbeitslosen ist weiterhin rückläufig. Neben demografischen Aspekten liegt das auch daran, dass diese Personengruppe ebenfalls von der hohen Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen profitiert“, konstatiert Angelika Hugel.  

Langzeitarbeitslose Menschen

Im Jahr 2016 waren im Durchschnitt 4.261 Menschen länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr sind das 307 langzeitarbeitslose Frauen und Männer weniger, ein Rückgang um 6,7 Prozent.  

„Langzeitarbeitslose Menschen machen 41 Prozent Anteil an allen Arbeitslosen aus und sind deshalb eine wichtige Personengruppe für die Personalrekrutierung von Unternehmen. Arbeitgeber sind daher weiterhin gut beraten, diese Bewerber bei Stellenbesetzungen zu berücksichtigen, denn die meisten von ihnen haben eine abgeschlossene Berufsausbildung und stehen für eine Arbeitsaufnahme in den Startlöchern. Welche Förder- und Unterstützungsleistungen dafür in Frage kommen können, dazu beraten gern unsere Arbeitsvermittler“, so die Chefin der Chemnitzer Arbeitsagentur weiter.  

Schwerbehinderte Menschen

Durchschnittlich 770 Schwerbehinderte waren im letzten Jahr bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter ohne Job registriert. Im Vergleich zum Jahr 2015 ist das ein Rückgang von 90 Personen, ein Minus von 10,5 Prozent.  

„Menschen mit einem Handicap sind zum größten Teil gut qualifiziert und außerdem spielt häufig die gesundheitliche Einschränkung bei der Ausübung der Tätigkeit eine untergeordnete Rolle. Unternehmen sollten daher diesem Personenkreis weiterhin die Möglichkeit auf einen Arbeitsvertrag eröffnen, da die meisten von ihnen hochmotiviert sind, wenn sie die Chance auf Arbeit erhalten“, appelliert Angelika Hugel.  

Arbeitslos gemeldete Ausländer

Im Jahresdurchschnitt waren in Chemnitz 1.364 Ausländer arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Jahr 2015 sind das 277 Menschen mehr, ein Anstieg um 25,4 Prozent.  

„Durch den Zugang von Geflüchteten und der zügigeren Bearbeitung ihrer Asylanträge durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, ist auch die Zahl der arbeitslosen Ausländer gestiegen. Ihr Anteil macht reichlich 13 Prozent an allen Arbeitslosen in Chemnitz aus. Das verdeutlicht, wie wichtig es ist, diese Menschen dahingehend zu unterstützen, um eine Integration in Ausbildung oder Arbeit zu erlangen. Die ersten Erfolgsbeispiele zeigen, dass dies möglich ist, wenn alle Partner Hand in Hand arbeiten und auch das notwendige Zeitbudget eingeräumt wird“, sagt die Agenturchefin Angelika Hugel.  

Arbeitskräftenachfrage  

Im Jahr 2016 wurden in Chemnitz insgesamt 8.732 freie Stellenangebote beim gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter registriert. Gegenüber dem Vorjahr sind das 458 Stellen mehr, ein Plus von 5,5 Prozent.  

Der Bestand freier Arbeitsstellen lag im Jahresdurchschnitt bei 2.586 Jobofferten. Das sind 402 Angebote mehr als noch im Jahr 2015, ein Zuwachs von 18,4 Prozent.  

„Am gestiegenen Stellenzugang erkennt man, dass die Arbeitskräftenachfrage in Chemnitz weiter gestiegen ist und die Unternehmen einstellungsbereit sind. Der höhere Bestand an offenen Arbeitsstellen spiegelt die Schwierigkeit wider, zeitnah den passenden Bewerber für die jeweilige Stelle zu finden. Wir sind daher mehr denn je darauf angewiesen, noch mehr die Potenziale der Personengruppen zu nutzen, die es bisher schwerer hatten, in Beschäftigung zu gelangen. Dazu zählen junge Menschen ohne Abschluss, ältere und langzeitarbeitslose Personen, Menschen mit Handicap und Migranten. Unsere Experten vom Arbeitgeberservice beraten Firmen gern zu vorhandenen Unterstützungsmöglichkeiten“, sagt Angelika Hugel.  

Ausblick auf 2017  

„Für das Jahr 2017 wird mit einer weiterhin stabilen Entwicklung des Ausbildungs- und Arbeitsmarktes gerechnet. Die Nachfrage an Arbeits- und Fachkräften sowie Auszubildenden wird auf einem hohen Niveau bleiben. Unser oberstes Ziel, Menschen in Ausbildung und Arbeit zu bringen, ist deshalb für uns handlungsweisend.

Zur Nachwuchskräftegewinnung wird auf eine frühzeitige und marktgerechte Berufsorientierung gesetzt. Dabei wird eng mit allen beteiligten Partnern zusammen gearbeitet und auch übergreifend agiert. Ein gutes Beispiel dafür ist der am 14. Januar 2017 stattfindende gemeinsame Tag der Bildung von Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer sowie Arbeitsagentur. In allen drei Einrichtungen werden sich vielzählige Aussteller rund um das Thema Berufsausbildung präsentieren. Ein kostenloser Shuttlebus wird zwischen den 3 Einrichtungen verkehren. In der Agentur für Arbeit wird zusätzlich der Hochschultag durchgeführt. Dabei stellen sich regionale und überregionale Studieneinrichtungen allen Studieninteressierten vor.

Zur Sicherung des Fachkräftebedarfs werden die Personengruppen mit einem häufig erschwerten Arbeitsmarktzugang noch mehr in den Fokus gerückt. Durch individuell zugeschnittene Lösungsstrategien und zielorientierter Förderung sollen Ältere, Langzeitarbeitslose, Menschen mit Handicap, Migranten und Jugendliche ohne Abschluss noch besser unterstützt und begleitet werden. Kein Mensch darf uns dabei verloren gehen und deshalb werden wir auf unseren Erfahrungen aufbauen und alle Unterstützungsmöglichkeiten und Handlungsspielräume nutzen, um weiterhin ein verlässlicher Partner in Sachen Arbeit und Beruf zu sein“, erläutert Angelika Hugel, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Chemnitz.  

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