Sonntag, 17. Dezember 2017


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Ministerpräsident Tillich und die Chefin der sächsischen Arbeitsagenturen, Jutta Cordt, besuchten die KAMA GmbH in Dresden

Chemnitz, (lifePR) - Die Sicherung der Produktivität sächsischer Betriebe und damit auch des Wirtschaftsstandortes Sachsens ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine wichtige Herausforderung auf dem Arbeitsmarkt. Die Bevölkerung nimmt ab und altert. Um den künftigen Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt aktiv entgegenzutreten, werben der Ministerpräsident und die Chefin der Landesarbeitsagentur, Jutta Cordt, für mehr Beschäftigung von älteren Arbeitnehmern.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich: "Ältere Fachkräfte sind ein wertvolles Potential für den sächsischen Arbeitsmarkt und unsere Wirtschaft. Wenn wir dieses besser nutzen und fördern, profitieren Unternehmen wie die Kama GmbH ebenso davon wie die Belegschaft. Die sächsische Wirtschaft braucht die Erfahrung und die soziale Kompetenz der älteren Arbeitnehmer." Nicht zuletzt seien diese immer auch Vorbild und Orientierungshilfe für junge Berufseinsteiger.

"Im Rahmen der Initiative 5.000x50 haben wir in enger Zusammenarbeit mit der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, dem Deutschen Gewerkschaftsbund und verschiedenen Partnern aus der sächsischen Wirtschaft individuelle und passgenaue Beratungsangebote für ältere Arbeitsuchende entwickelt. Damit helfen wir ihnen, den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu meistern", sagte Tillich. Seit Januar 2011 bis einschließlich August 2012 haben rund 66.000 Arbeitslose über 50 Jahren eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt aufnehmen können.

Der aus demografischen Gründen hervorgehende Bedarf an Fachkräften wird künftig weiter steigen. Ab dem Jahr 2014 werden mehr Ältere aus dem Erwerbsleben ausscheiden als junge Arbeitnehmer in Ausbildung und Berufsleben eintreten. Bis zum Jahr 2025 wird so die Bevölkerung im Alter von 15 bis 65 Jahre um über 360.000 abnehmen.

Diesem Generationenwechsel müssen alle Arbeitsmarktakteure aktiv entgegenwirken. Die Initiative 5.000 mal 50 soll das Potenzial der Generation 50 plus bewerben, damit diese Frauen und Männer künftig stärker bei der Personalauswahl berücksichtigt werden. Betriebe sollen ermutigt werden, Vorurteile abzubauen und mehr Menschen im Alter von über 50 Jahren einzustellen.

"Der sächsische Arbeitsmarkt ist aktuell robust. Die drei wesentlichen Indikatoren verlaufen positiv. Die Beschäftigung steigt, Arbeitslosigkeit sinkt und die Einstellungsbereitschaft der Betriebe bleibt auf hohem Niveau. Von der positiven Situation haben alle Personengruppen profitieren können, jedoch die Generation 50 plus weniger. Genau bei dieser Personengruppe haben wir noch reichlich gutes Potenzial, um künftige Fachkräftebedarfe der Arbeitgeber zu decken. Ältere sind gut qualifiziert und besitzen sehr viel Berufs- und Lebenserfahrung", sagte Jutta Cordt, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen.

Um die Beschäftigungsmöglichkeit für Ältere im Freistaat Sachsen zu verbessern, unterstützen die zehn Arbeitsagenturen und gemeinsamen Jobcenter aktiv die Gemeinschaftsinitiative 5.000 mal 50 - Erfahrung zählt!

So sensibilisieren die Mitarbeiter aus dem gemeinsamen Arbeitgeberservice sächsische Personalentscheider für die Personengruppe der Älteren. Auch bei der Besetzung von freien Stellen wird den Arbeitgebern aktiv dieses Arbeitskräftepotenzial angeboten. Daneben gibt es für den Personenkreis der über 50-Jährigen individuelle Fördermöglichkeiten, wie zum Beispiel den Eingliederungszuschuss für Ältere. Zudem unterstützen die Jobcenter das Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales "Perspektive 50 Plus" um ältere Menschen aus der Langzeitarbeitslosigkeit in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Aber auch die Beratung der Betriebe zur Weiterbildung bereits beschäftigter Arbeitnehmer ist ein Angebot der Bundesagentur für Arbeit. So können beispielsweise klein- und mittelständische Unternehmen für die Qualifizierung von älteren Arbeitnehmern Zuschüsse erhalten. Gleichzeitig initiiert die Bundesagentur für Arbeit auch Marketingkampagnen, um die arbeitsuchenden Frauen und Männer zu motivieren.

"Für ein Unternehmen, das wie wir im internationalen Wettbewerb steht, sind eine hohe Produktivität, ideenreiche Neuprodukte und zuverlässige Prozesse zwingend nötig", erklärt Steffen Pieper, Geschäftsführender Gesellschafter der KAMA GmbH. "Wir setzen in unserer Personalpolitik auf Qualifikation und Kontinuität in der Zusammenarbeit. Entscheidend für gutes Teamplay und das Ausschöpfen der Potenziale sind auch die "social skills", die sozialen und persönlichen Fähigkeiten. Hier hat sich in unserem Unternehmen ein gesunder Mix aus jüngeren und erfahrenen Mitarbeitern bewährt. Ältere Mitarbeiter sind häufig Vorbilder. Offen gesagt: Wir suchen nicht gezielt nach Bewerben über 50 Jahren, aber wir beziehen sie ernsthaft in unsere Auswahl ein. Damit haben wir schon seit Neugründung des Unternehmens gute Erfahrungen gemacht. Unser Produktionsleiter war bei seiner Einstellung 52 Jahre alt und leitet die Produktion mit über 60 Mitarbeitern seit zehn Jahren auf hervorragende Weise. Unsere "jüngste" Neueinstellung ist ein 58jähriger Lackierer, der seine Arbeit vom ersten Tag an souverän übernommen hat. Vorurteile gegenüber dem Alter sind aus unserer Sicht nicht gerechtfertigt", sagte Pieper.

Hintergrundinformationen zur KAMA GmbH:

Die KAMA GmbH entwickelt und produziert mit 114 Mitarbeitern und zehn Auszubildenden Stanz-/Prägeautomaten und Falt-/Klebemaschinen für die grafische Industrie. Rund zwei Drittel der funktionsreichen Papierverarbeitungsmaschinen "Made in Dresden" gehen in den Export. In mehr als 60 Ländern werden Druckerzeugnisse wie Präsentationsmappen und CD-Hüllen, Buchumschläge und Faltschachteln, Grußkarten, Weinetiketten und Olympiatickets auf KAMA-Technik gestanzt und mit Folie, Hologramm oder Blindprägung raffiniert veredelt. Mit ideenreichem Engineering, modernen Fertigungszentren und Montage aus einer Hand fertigt KAMA zudem Komponenten und Baugruppen für andere Hersteller. Der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr (31.03.2012) lag bei rund 10 Millionen Euro. Vor 118 Jahren als SCAMAG gegründet, hat der Traditionsbetrieb 1936 den weltweit ersten Stanzautomaten vorgestellt und sich in der Branche mit Innovationen und Patenten einen Namen gemacht.
www.kama.de

Hintergrundinformationen zur Initiative 5000 mal 50:

Die Gemeinschaftsinitiative wird unterstützt von der Sächsischen Staatskanzlei, vom Deutschen Gewerkschaftsbund (Bezirk Sachsen), der Vereinigung der sächsischen Wirtschaft, den sächsischen Industrie- und Handelskammern, den sächsischen Handwerkskammern sowie der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit.

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