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Pressemitteilung BoxID: 612585 (Agentur für Arbeit Chemnitz)
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Integrationsministerin Köpping: Probleme bei der Integration lösungsorientiert diskutieren

Verbändegespräch Integration zum Thema "Vom Unterbringungsstau zum Integrationsstau? Vor welchen Herausforderungen stehen Integrationsakteure in Sachsen"

(lifePR) (Chemnitz, ) Am Mittwoch (14. September) findet das fünfte Verbändegespräch Integration statt. Erneut treffen sich auf Einladung der Sächsischen Staatsministerin für Gleichstellung und Integration über 100 Integrationsakteure zu einem fachlichen Austausch. Die heutige Veranstaltung steht unter dem Motto „Vom Unterbringungsstau zum Integrationsstau? Vor welchen Herausforderungen stehen Integrationsakteure in Sachsen?“.
 
Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, erklärt: „Es ist jetzt die Zeit gekommen, den Blick von den Fragen der Unterbringung hin zur Integration zu wenden. Denn auf diesem Gebiet gibt es derzeit noch eine Reihe von Herausforderungen. Mir ist ganz besonders wichtig, dass wir die Wirksamkeit der Maßnahmen, die wir bereits aufgelegt haben, wie beispielsweise unsere Förderprogramme, gemeinsam mit den Akteuren aus der Praxis einer Prüfung unterziehen. Mit dem Feedback, welches wir heute von der lokalen Arbeitsebene erhalten, können wir tatsächlich die Bedingungen für eine gelingende Integration in Sachsen verbessern. Mir ist bewusst, dass es noch eine Reihe von Problemen gibt, die die Integrationsakteure und die Ehrenamtlichen vor Ort belasten. Mit dem regelmäßig stattfindenden Verbändegespräch Integration schaffen wir die Möglichkeit, diese auch anzusprechen und uns über konkrete Lösungswege zu verständigen.“
 
In 10 Handlungsfeldern werden die aktuellen Herausforderungen im Bereich der Integration diskutiert. Diese lauten: Ankommen in Sachsen, Ankommen in der Kommune, Unterbringung und Wohnen, Bildung, Spracherwerb und Verständigung, Arbeitsmarktintegration, gesundheitliche Vorsorge, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Extremismusprävention und interkulturelle Öffnung.
 
Am Veranstaltungsort, dem Beruflichen Schulzentrum für Technik „Gustav Anton Zeuner“ wird derzeit das Projekt „Vorbereitung junger Asylsuchender auf eine berufliche Ausbildung“ durchgeführt, welche den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Verbändegespräch vorgestellt wird. Der Schulleiter Dr. Hans-Georg Clemens erläutert die Zielstellung des Projektes: „Wir möchten ein Netzwerk, bestehend aus den Städtischen Unternehmen Stadtentwässerung Dresden GmbH, Dresdner Verkehrsbetriebe AG, ENSO Energie Sachsen Ost AG, DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH, Stadtreinigung Dresden GmbH sowie Cultus gGmbH Dresden und den Dresdner Beruflichen Schulzentren für Technik „Gustav Anton Zeuner“ sowie für Elektrotechnik aufbauen. Dieses Netzwerk hat die Aufgabe, durch koordiniert abgestimmte Maßnahmen minderjährigen und erwachsenen Flüchtlingen in 19 Ausbildungsberufen eine mögliche Fachkräfteentwicklung aufzuzeigen, um somit die Basis für eine befähigungsgerechte Fachkräfteakquise zu schaffen. Das Spektrum der Berufe umfasst metall- und elektrotechnische, kaufmännische sowie sozial-pflegerische Berufe. Im geschlossenen Handeln dieses Verbundes sollen durch die Einheit von Ausbildung, Beschäftigung und gesellschaftlicher Anbindung Voraussetzungen geschaffen werden, die eine ganzheitliche Integration von Flüchtlingen erfolgreich ermöglicht. Integration wird nicht als eine temporäre Einzelleistung, sondern als ein zeitlich und inhaltlich mehrstufiger zu verstetigender Prozess gesehen. Dabei ist oberstes Anliegen, die Entstehung von Parallelgesellschaften zu verhindern.“
 
Neben der Diskussion in den Handlungsfeldern wird eine Reihe von Expertinnen und Experten Fachvorträge im Rahmen des Verbändegesprächs halten. So wird Klaus-Peter Hansen, Vizechef und Geschäftsführer Operativ der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, die aktuellen Entwicklungen bei der Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen und Migranten beschreiben: „Der Sächsische Arbeitsmarkt ist aktuell in einer äußerst soliden und positiven Verfassung. Die Arbeitslosigkeit ist gering wie nie zuvor und die Zahl der freien Arbeitsstellen erreicht ihren bisherigen Höchststand. Das sind gute Rahmenbedingungen, um auch geflüchtete Frauen und Männer in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Jedoch sind viele der Flüchtlinge jünger als 35 Jahre und können wegen fehlender Qualifikationen nur im Helferbereich arbeiten. Besonders bei diesen Menschen sehe ich Potenzial für die Integration in Ausbildung. Damit das gelingt, haben wir unsere vorhandenen Förderprogramme für die Qualifizierung angepasst und mit dem Spracherwerb verknüpft. Diese Kombination ist aus meiner Sicht der Richtige Ansatz, um Menschen in absehbarer Zeit und letztlich dauerhaft in Ausbildung und auch Arbeit zu integrieren.“

Agentur für Arbeit Chemnitz