Freitag, 15. Dezember 2017


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Im Jahr 2015 hat die Arbeitslosigkeit in Chemnitz den tiefsten Stand seit Aufzeichnungsbeginn erreicht

Chemnitz, (lifePR) - .

- Im Verlauf des letzten Jahres waren in Chemnitz durchschnittlich 11.267 Frauen und Männer ohne Arbeit registriert. Gegenüber dem Jahr 2014 sind das 960 Arbeitslose weniger, ein Rückgang von 7,8 Prozent.

- Über das Jahr hinweg betrachtet betrug die Arbeitslosenquote 9,1 Prozent und rangierte dabei die meiste Zeit im einstelligen Bereich

- In Chemnitz waren zum letzten statistischen Stichtag im Sommer 2015 insgesamt 112.011 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse erfasst. Im Vorjahresvergleich ist das ein Anstieg um 1.132 Arbeitsverhältnisse, ein Plus von 1,0 Prozent.

- Im Jahresdurchschnitt waren in Chemnitz 2.184 freie Arbeitsstellen registriert. Gegenüber dem Vorjahr sind das 466 mehr Angebote, ein deutlicher Anstieg von 27,1 Prozent.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Jugendliche unter 25 Jahre

In Chemnitz waren im vergangenen Jahr durchschnittlich 762 Jugendliche ohne Job bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter registriert. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 163 junge Menschen weniger, ein Rückgang von 17,6 Prozent.

"Der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit zeigt, dass die Firmen in unserer Stadt bestrebt sind, jungen Leuten nach der Berufsausbildung eine Chance zum Berufseinstieg zu geben. Damit leisten die Unternehmen einen aktiven Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region", erläutert Angelika Hugel, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Chemnitz.

Ältere Arbeitnehmer über 50 Jahre

Im Schnitt waren im letzten Jahr 4.287 Frauen und Männer im Alter ab 50 Jahre arbeitslos gemeldet. Das ist im Vorjahresvergleich ein Rückgang von 486 älteren Arbeitslosen, minus 10,2 Prozent.

"Es ist erfreulich, dass auch ältere Frauen und Männer ohne Job von der guten Einstellungsbereitschaft der Firmen profitieren. Knapp 40 Prozent des Arbeitslosenbestandes in Chemnitz ist 50 Jahre und älter. Unternehmen sind daher weiterhin gut beraten, wenn sie diese berufs- und lebenserfahrenen Arbeitskräfte bei der Bewerberauswahl berücksichtigen", erläutert Angelika Hugel.

Langzeitarbeitslose Menschen

Im Jahresverlauf 2015 waren durchschnittlich 4.568 über ein Jahr arbeitslos gemeldeter Menschen bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter registriert. Gegenüber dem Jahr 2014 sind das 296 Frauen und Männer weniger, ein Rückgang von 6,1 Prozent.

Unter allen Arbeitslosen machen mit reichlich 40 Prozent Langzeitarbeitslose den größten Personenkreis aus.

"Gezielte Aktionen, wie "Einstellungssache - Jobs für Sachsen", haben im vergangenen Jahr dazu beigetragen, dass auch langzeitarbeitslose Frauen und Männer wieder in Lohn und Brot gehen konnten. Dabei wurde besonders hervorgehoben, dass dieser Personenkreis einen Mehrwert für die Unternehmen darstellen kann, denn diese Arbeitskräfte verfügen zum großen Teil über eine abgeschlossene Berufsausbildung und sind aufgrund der längeren Arbeitsuche besonders motiviert und stehen sofort zur Arbeitsaufnahme bereit", so die Chefin der Chemnitzer Arbeitsagentur weiter.

Schwerbehinderte Menschen

Im Jahresdurchschnitt waren 860 Menschen mit Schwerbehinderung ohne Arbeit registriert. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 51 Frauen und Männern, 5,6 Prozent weniger.

"Arbeitskräfte mit Handicap können eine echte Bereicherung für die Firmen sein. Viele von ihnen sind gut ausgebildet und außerdem hochmotiviert, wenn sie die Chance auf einen Arbeitsvertrag erhalten. Firmen kann ich daher weiterhin ermutigen, bei der Bewerberauswahl mit einem zweiten Blick diesen Personenkreis als gutes Fachkräftepotential zu erkennen", appelliert Angelika Hugel.

Arbeitslos gemeldete Ausländer

Im Jahresverlauf waren in Chemnitz durchschnittlich 1.088 Ausländer arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 58 Frauen und Männern, 5,6 Prozent mehr.

"Aufgrund der im letzten Jahr gestiegenen Zahl von asylsuchenden Flüchtlingen, wird voraussichtlich auch die Zahl der arbeitslos gemeldeten Ausländer in der Stadt weiter steigen. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen betrug im Jahresdurchschnitt 9,7 Prozent. Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir alle möglichen Anstrengungen unternehmen, um diese Menschen auf eine Integration in Ausbildung oder Arbeit vorzubereiten und sie dabei aktiv durch unsere Dienstleistungen zu unterstützen", sagt die Agenturchefin Angelika Hugel.

Arbeitskräftenachfrage

Im gesamten Jahr 2015 wurden dem Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter in Chemnitz 8.274 freie Stellenangebote gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg von 516 Stellenmeldungen, ein Plus von 6,7 Prozent.

Im Jahresdurchschnitt betrug der Bestand an offenen Jobangeboten 2.184 freie Stellen. Das sind 466 mehr als im Jahr 2014, ein Anstieg von 27,1 Prozent.

"Die hohe Zahl der gemeldeten Stellenangebote belegt das positive Einstellungsverhalten der Chemnitzer Firmen. Es wird zunehmend schwerer, geeignete Arbeitskräfte für die jeweiligen Arbeitsplatzangebote zu finden. Die meisten Stellen werden in Vollzeit ausgeschrieben und sind sozialversicherungspflichtig. Chemnitz bleibt daher weiterhin ein attraktiver Arbeitsort mit den meisten Stellenangeboten in den Bereichen Produktion und Fertigung, Verkehr und Logistik sowie im Gesundheits- und Sozialwesen ", sagt Angelika Hugel.

Ausblick auf 2016

"Ich rechne auch im Jahr 2016 mit einer weiterhin stabilen Arbeitsmarktentwicklung und einer hohen Arbeits- und Fachkräftenachfrage. Chemnitz bietet für Schulabgänger vielfältige und attraktive Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Zur Gewinnung der Fachkräfte von morgen setzen wir hier frühzeitig mit unserem qualifizierten Beratungsangebot an, denn kein junger Mensch darf uns verloren gehen - jeder wird gebraucht! Flankiert wird dies von gemeinsamen Angeboten mit beteiligten Partnern. Beispiele dafür sind die Fortsetzung und Vertiefung der "Initiative Berufsorientierung Chemnitz", kurz IBO genannt, für eine koordinierte und praxisnahe Berufsorientierung in Chemnitz, oder auch die Durchführung des gemeinsamen "Tages der Bildung" von IHK, Handwerkskammer und Arbeitsagentur am 16. Januar.

Für die bei Stellenbesetzungen noch nicht hinreichend Beachtung findenden Personengruppen wie Langzeitarbeitslose, Menschen mit Handicap oder auch Geringqualifizierte, muss eine passgenaue Lösungsstrategie entwickelt werden. Dies kann nur durch individuelle Beratung, professionelle Vermittlung und gezielte Förderung erreicht werden.

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Deckung des Fach- und Arbeitskräftebedarfs der Unternehmen ist die Beratung und Unterstützung von Flüchtlingen sowie deren Vermittlung in Arbeit beziehungsweise Ausbildung. Zusammen mit allen an dieser Aufgabe beteiligten Akteuren werden wir auf Bewährtem aufbauen und auch neue Wege gehen, um die Folgen des Bevölkerungsrückgangs abzumildern", erläutert Angelika Hugel, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Chemnitz.

Agentur für Arbeit Chemnitz




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