Montag, 23. Oktober 2017


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Herbstliche Dynamik am Arbeitsmarkt

Chemnitz, (lifePR) - .
- Arbeitslosenzahl sinkt auf 26.307 (minus 1.086 oder 4 Prozent)
- Männer profitieren aktuell stärker vom Aufschwung als Frauen
- Zehntausende aus Chemnitz und Mittelsachsen pendeln für den Arbeitsplatz

"Die Konjunktur ist weiter auf Erholungskurs. Wir registrieren mehr Abmeldungen in Beschäftigung als Arbeitslosmeldungen.

Zudem wurden seit Jahresbeginn 13,1 Prozent mehr freie Jobs gemeldet. Es ist inzwischen durchaus berechtigt eine konjunkturelle Dynamik daraus abzulesen. Dennoch: Für einen Septembermonat sind sinkende Arbeitslosenzahlen normal", macht Agenturchef Thomas Letixerant in seiner monatlichen Einschätzung deutlich. Während der Wirtschaftskrise war die Arbeitslosigkeit von Männern im Vergleich zu Frauen stärker gestiegen, da sie besonders häufig in krisenbetroffenen Branchen wie der Logistik arbeiten. "Dieser Trend hat sich umgekehrt. Von der steigenden Personalnachfrage profitieren Männer aktuell stärker, ihre Arbeitslosigkeit ist deutlicher gesunken als die der Frauen", so Letixerant.

Die Arbeitslosenzahl ist im September auf 26.307 gesunken. Im Vergleich zu August gab es 1.086 oder 4,0 Prozent weniger Arbeitslose. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 3.217 oder 10,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 10,1 Prozent.

Besonders die Männer konnten im Vergleich zum Vorjahr von der verbesserten Arbeitsmarktlage profitieren. Ihre Zahl sank in Jahresfrist um 12,8 Prozent. Bei den Frauen gab es 8,8 Prozent weniger Arbeitslose im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil der Männer an allen Arbeitslosen liegt derzeit bei 51 Prozent, noch vor sechs Monaten lag er bei 56,5 Prozent.

5.484 Personen meldeten sich im September neu oder erneut arbeitslos, 3,6 Prozent weniger als im Vormonat und 14,7 Prozent weniger als im September 2009. 6.563 Personen meldeten sich aus Arbeitslosigkeit ab, 125 bzw. 1,9 Prozent mehr als im August und 13,3 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind, wie Teilnehmer in Arbeitsmarktmaßnahmen, beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Gründungszuschuss, Altersteilzeit etc. Aufgrund der Vorläufigkeit dieser Werte können sich hier in den kommenden Monaten noch Änderungen ergeben. Nicht enthalten sind Beschäftigte in Kurzarbeit, weil diese Zahlen erst mit mehrmonatiger zeitlicher Verzögerung erhoben werden können.

Die Unterbeschäftigung betrug nach vorläufigen Angaben im September 36.334 und liegt damit unter Vorjahresniveau (minus 5.573 Personen oder 13,3 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 13,8 Prozent (Vormonat: 14,2 Prozent; Vorjahr: 15,7 Prozent).

Die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit bleibt erfreulich. Derzeit sind im Chemnitzer Agenturbezirk 2.736 Jüngere unter 25 Jahren ohne Beschäftigung, 7,1 Prozent weniger als im August. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Jugendarbeitslosigkeit um 21,9 Prozent. Der Arbeitsmarkt ist bei den Jüngeren in den Sommer- und Herbstmonaten von viel Bewegung geprägt. 1.505 Jüngere meldeten sich im September arbeitslos, 1.682 meldeten sich ab, darunter 448 in Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt, 746 in Ausbildung und Qualifizierung.

Seit Jahresbeginn sind 10.022 sozialversicherungspflichtige Stellen eingegangen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 1.182 oder 13,1 Prozent. Im September 2010 wurden insgesamt 1.310 sv-pflichtige Jobangebote beim gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Arbeitsgemeinschaften gemeldet, 0,9 Prozent mehr als im August und 18,8 Prozent mehr als im September 2009. Jobangebote aus der Zeitarbeit sind seit Jahresbeginn um 21,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Der Anteil der gemeldeten Zeitarbeitsstellen am Gesamtangebot beträgt rund ein Drittel.

Aktuell gesucht werden beispielsweise Fach- und Hilfskräfte aus den Berufsfeldern Metall, Elektro, Lager, Transport, aber auch Pflegekräfte, Erzieher, Personal in der Gastronomie, Vertriebsleute und Ingenieurtechnisches Personal werden nachgefragt.

Die Kurzarbeit verliert weiter an Volumen. Nach ersten Auswertungen sind die Anzeigen für Kurzarbeit weiter rückläufig. Bis zum 24. September 2010 zeigten insgesamt 15 Betriebe für 86 Arbeitnehmer konjunkturell bedingte Kurzarbeit an. Im August waren es 23 Betriebe mit 106 betroffenen Arbeitnehmern.

Am 24. September 2010 wurde das Beschäftigungschancengesetz vom Bundesrat gebilligt. Es tritt zum 1. Januar 2011 in Kraft.

"Das neue Gesetz räumt uns unter anderem die Möglichkeit ein, den vereinfachten Bezug des Kurzarbeitergeldes bis März 2012 beibehalten zu können", erklärt Agenturchef Thomas Letixerant.

Kurzarbeit Die Agentur für Arbeit Chemnitz veröffentlicht am 26. Oktober 2010 die Bilanz zur Lage am Ausbildungsmarkt in der Region. Für den Monat September liegen deshalb noch keine Auswertungen vor.

Die Zahlen belegen das Bild, was wir alle täglich auf den Landstraßen und Autobahnen erleben. Mehr als 23.000 Chemnitzer und 38.000 Mittelsachsen pendeln für ihren Arbeitsplatz. In den letzten 10 Jahren stieg die Zahl der pendelnden Chemnitzer um 11 Prozent. In Mittelsachsen nahmen die Pendler mit 1,3 Prozent nur leicht zu.

Der überwiegende Teil der mobilen Arbeitnehmer aus der Region bleibt Sachsen allerdings treu (rund 72 Prozent). So fahren die meisten Chemnitzer nach Zwickau und Mittelsachsen zur Arbeit und umgekehrt die Mittelsachsen überwiegend nach Chemnitz. Für die Pendler im Agenturbezirk Chemnitz sind außerdem Bayern (7,8 Prozent), Baden- Württemberg (3,7 Prozent) und Thüringen (3,6 Prozent) beruflich attraktiv. Nur wenige zieht es hingegen nach Bremen oder ins Saarland.

Stadt Chemnitz In der Stadt Chemnitz ging die Zahl der Arbeitslosen im September weiter zurück. Derzeit sind 14.860 Chemnitzer arbeitslos gemeldet, 409 oder 2,7 Prozent weniger als im August. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es in der Stadt 931 weniger Arbeitslose (minus 5,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 12,2 Prozent, (August: 12,5 Prozent; Vorjahr: 12,9 Prozent).

Landkreis Mittelsachsen**

Im Landkreis Mittelsachsen sank die Arbeitslosigkeit ebenfalls. 16.277 Mittelsachsen sind ohne Arbeit, 729 oder 4,3 Prozent weniger als im August. Im Vergleich zum Vorjahr sind 2.772 Personen weniger gemeldet (minus 14,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt im Landkreis derzeit 9,4 Prozent (Vormonat 9,8 Prozent; Vorjahr: 10,8 Prozent).

Region Flöha:
- 1.543 Arbeitslose (minus 107 bzw. minus 6,5 Prozent zum Vormonat; minus 492 bzw. minus 24,2 Prozent zum Vorjahr)
- Arbeitslosenquote 7,6 Prozent (Vormonat 8,1 Prozent)

Region Freiberg:
- 4.032 Arbeitslose (minus 254 bzw. minus 5,9 Prozent zum Vormonat; minus 998 bzw. minus 19,8 Prozent zum Vorjahr)
- Arbeitslosenquote 7,7 Prozent (Vormonat 8,1 Prozent)

Region Hainichen:
- 3.054 Arbeitslose (minus 100 bzw. minus 3,2 Prozent zum Vormonat; minus 380 Personen bzw. minus 11,1 Prozent zum Vorjahr)
- Arbeitslosenquote 9,4 Prozent (Vormonat 9,7 Prozent)

Region Rochlitz:
- 2.818 Arbeitslose (minus 216 bzw. minus 7,1 Prozent zum Vormonat; minus 416 Personen bzw. minus 12,9 Prozent zum Vorjahr)
- Arbeitslosenquote 8,7 Prozent (Vormonat 9,3 Prozent)

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