Dienstag, 21. November 2017


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Herbstbelebung führt zum weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit in Sachsen

Der sächsische Arbeitsmarkt im Oktober 2014

Chemnitz, (lifePR) - Im Oktober waren in Sachsen weniger Menschen arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Auch im Vergleich zum Vorjahr entwickelt sich der Arbeitsmarkt weiter positiv. Mit einer Arbeitslosenquote von 8,1 Prozent waren in Sachsen insgesamt 171.600 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind die niedrigste Arbeitslosenquote und Arbeitslosenzahl seit der Erfassung der Statistik im Jahr 1991.

"Insgesamt befindet sich der sächsische Arbeitsmarkt in einer guten Grundverfassung. Die Arbeitslosigkeit sinkt im Zuge der Herbstbelebung auf den geringsten Stand seit der Erfassung der Statistik im Jahr 1991. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hält ihren Wachstumskurs - aktuell sind im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr mehr Menschen in Sachsen beschäftigt. Auch die Einstellungsbereitschaft der sächsischen Unternehmen entwickelt sich weiter positiv.", sagte Dr. Klaus Schuberth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Arbeitslosenzahl im Oktober: 171.617
Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich (174.150): -2.533 oder -1,5 Prozent
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich (183.821): -12.204 oder -6,6 Prozent
Arbeitslosenquote im Oktober: 8,1 Prozent

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist im Monatsverlauf weiter gesunken. Aktuell sind in Sachsen 171.617 Menschen arbeitslos gemeldet, 2.533 weniger als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr waren 12.204 Menschen weniger arbeitslos.

Im Oktober wurden 25,9 Prozent aller Arbeitslosen (44.487) im Rechtskreis SGB III von einer Agentur für Arbeit und 74,1 Prozent (127.130) im Rechtskreis SGB II von einem Träger der Grundsicherung betreut. Im Vergleich zum Vormonat sind sowohl in den Arbeitsagenturen als auch in den Jobcentern weniger Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger.

Die Arbeitslosenquote belief sich im Oktober auf 8,1 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat ist das ein Rückgang um 0,1 und im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 0,5 Prozentpunkte. Damit erreicht die Arbeitslosenquote in Sachsen den bisher geringsten Stand. Differenziert nach Rechtskreisen liegt die Arbeitslosenquote im Bereich der Arbeitslosenversicherung bei 2,1 und im Bereich der Grundsicherung bei sechs Prozent.

Beschäftigung

Im August 2014 waren in Sachsen nach ersten Hochrechnungen rund 1.52 Millionen Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Mit einem Zuwachs von 20.491 hält der Beschäftigungsanstieg gegenüber dem Vorjahr an und liegt bei aktuell 1,4 Prozent.

Den kräftigsten Beschäftigungsaufbau gab es im Verarbeitenden Gewerbe im Bereich der Metall- und Elektroindustrie (plus 4.724). Aber auch in der Zeitarbeit (plus 4.709), im Bereich der Immobilien und freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (plus 3.961), in der wirtschaftlichen Dienstleistung (plus 3.199) sowie im Gesundheitswesen (plus 1.834) sind mehr Menschen als noch vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage

Aktuell sind in den sächsischen Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 23.705 freie Stellen gemeldet. Damit liegt die Arbeitskräftenachfragte um 473 Stellen unter dem Niveau des Vormonats und um 3.583 Stellen über dem des Vorjahres.

Allein im Oktober haben sächsische Betriebe insgesamt 9.164 freie Stellen gemeldet. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vormonat um 417 Stellen und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 935 Stellen.

Die meisten freien Stellen meldeten im Oktober die Arbeitgeber aus der Zeitarbeit (2.847). Einen hohen Bedarf haben daneben Betriebe aus dem Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (1.098), dem Verarbeitenden Gewerbe (999) und aus dem Gesundheits- und Sozialwesen (943).

Seit Jahresbeginn haben sächsische Unternehmen insgesamt 88.045 freie Stellen gemeldet, 5.321 oder 6,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

In der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit sind fast als 875.000 Stellen veröffentlicht und können mit der Smartphone-App der Bundesagentur für Arbeit abgerufen werden.

Unterbeschäftigung

Im Oktober 2014 haben nach ersten Hochrechnungen rund 60.400 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, z.B. Weiterbildungen, Praktika in Betrieben und Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten, teilgenommen oder standen aus anderen Gründen (zum Beispiel Krankheit) dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Damit liegt die Zahl der Menschen, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen, um rund 1.100 unter dem Niveau des Vormonats und 7.800 unter dem des Vorjahres (minus 11,5 Prozent).

Die Unterbeschäftigung - die Summe aus Arbeitslosen und Teilnehmern an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen - belief sich insgesamt auf 232.000 Personen. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum Oktober 2013 um rund 20.000 oder acht Prozent. Aktuell liegt der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung bei 74 Prozent. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen liegt die Unterbeschäftigungsquote im Oktober bei 10,7 Prozent.

Fachkräftesicherung

"Der sächsische Arbeitsmarkt ist robust und aufnahmefähig. Aktuell sind viele freie Stellen in den Arbeitsagenturen und gemeinsamen Jobcentern gemeldet. Jedoch suchen Betriebe häufig gut ausgebildete Fachkräfte. Nicht alle Arbeitslosen erfüllen die Kriterien und Wünsche der Betriebe. Deshalb setzen wir bei der Vermittlung von Menschen in den ersten Arbeitsmarkt weiter auf eine individuelle und marktnahe Qualifizierung", sagte Schuberth.

Hierbei sind die Möglichkeiten der Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit recht groß. Von der betrieblichen Einzelumschulung, über kurzzeitige Qualifizierungen bis hin zum Erwerb von neuen Kenntnissen durch die Teilqualifikationen.

Wir wollen helfen Fachkräfte für die sächsischen Unternehmen zu sichern. Menschen, die bisher von der guten Arbeitsmarktentwicklung weniger profitieren konnten, erhalten eine zusätzliche Chance auf Bildung und damit auch Arbeit", erklärt Schuberth abschließend.

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