Dienstag, 20. Februar 2018


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Gute Ausbildungschancen in Sachsen

Bilanz des sächsischen Ausbildungsmarktes im Jahr 2011/2012

Chemnitz, (lifePR) - Am Ende des Berichtsjahres 2011/2012 waren noch 843 von 21.711 Mädchen und Jungen ohne einen Ausbildungsplatz. Diesen Bewerbern stehen über 1.600 unbesetzte Ausbildungsplätze gegenüber.

Von Oktober 2011 bis September 2012 haben insgesamt 21.711 Mädchen und Jungen mit Hilfe der Berufsberatung einen Ausbildungsplatz gesucht. Das sind 698 mehr als vor einem Jahr. Das bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldete Ausbildungsstellenangebot lag bei 20.858. Das sind 1.186 oder 5,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

In Sachsen stehen aktuell noch 1.645 unbesetzte Ausbildungsstellen den 843 unversorgten Ausbildungsbewerbern gegenüber. Damit fallen rein rechnerisch 1,95 freie Ausbildungsstellen auf einen unversorgten Bewerber.

"Im vergangenen Ausbildungsjahr hat sich der Ausbildungsmarkt rein rechnerisch positiv entwickelt. Die geringen Schulabgängerzahlen auf der einen Seite und das stabile Ausbildungsangebot der Wirtschaft auf der anderen Seite haben zu einem guten Gesamtergebnis geführt. Kein Schulabgänger ist gezwungen, in einem anderen Bundesland nach freien Lehrstellen zu suchen", erklärte Jutta Cordt, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, in Dresden.

Die aktuell noch offenen 1.645 Stellen werden im Rahmen der Nachvermittlungsaktion bis Ende des Jahres geeigneten Kandidaten angeboten. Dazu gehören neben den unversorgten Bewerbern auch die Ausbildungsabbrecher und jungen Arbeitslose ohne Berufsausbildung, wenn sie alle Zugangsvoraussetzungen für eine betriebliche Ausbildung erfüllen.

Und genau hier unterstützt die Bundesagentur für Arbeit mit ihrem gesetzlichen Auftrag der Berufsorientierung, Berufsberatung und Ausbildungsvermittlung. Jugendliche müssen sich aktiv mit ihren Stärken und Talenten auseinandersetzen, um einen geeigneten Ausbildungsberuf zu finden, der zu ihnen passt und Freude bereitet.

Gleichzeitig weist Cordt auf schlummerndes Potenzial hin. "Schon aus demografischen Gründen müssen leistungsschwächere Bewerber von sächsischen Personalentscheidern künftig noch mehr als bisher berücksichtigt werden", appelliert Cordt.

Jungen Menschen sind oft motiviert, zuverlässig und dankbar für eine Chance. Falls zu Beginn oder im Verlaufe der Ausbildung dennoch Defizite entstehen, unterstützt die Agentur für Arbeit mit ausbildungsbegleitenden Hilfen. Dieser Nachhilfeunterricht beinhaltet theoretisches und praktisches Training und findet außerhalb der Arbeitszeit und der Berufsschulstunden statt.

Das gesamte Jahr über arbeiten die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern gemeinsam mit den Arbeitsagenturen zusammen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen - Fachkräftesicherung. Das geschieht zum Beispiel im Rahmen von gemeinsamen Börsen.

Die Unternehmen aus dem Bereich der drei sächsischen Industrie- und Handelskammern haben aktuell mit 11.534 betrieblichen Ausbildungsverträgen ein stabiles aber leicht rückläufiges Ausbildungsangebot zu verzeichnen. Das sind 640 Ausbildungsverträge weniger als im Vorjahr.

"Dieser Rückgang ist umso bedauerlicher, da angesichts der guten wirtschaftlichen Lage und der sich zuspitzenden Fachkräftesituation von vielen Unternehmen sogar mehr Ausbildungsplätze angeboten wurden, als in den Vorjahren. Leider blieben aufgrund der Bewerberlücke viele davon unbesetzt. Da die Schulabgängerzahlen niedrig bleiben und der Trend zu weiterführenden Schulen bzw. zum Studium anhalten dürfte, müssen wir stärker denn je für die Berufsausbildung werben. Sie bleibt ein attraktiver Weg ins Berufsleben und ist durch vielfältige Möglichkeiten der Weiterbildung alles andere als eine Einbahnstraße in Sachen Karriere" analysiert Dr. Günter Bruntsch, Präsident der IHK Dresden, die momentane Ausbildungssituation im IHK-Bereich.

Auch im Bereich der drei sächsischen Handwerkskammern ist die betriebliche Berufsausbildung zum Ende des Ausbildungsjahres leicht rückläufig. Mit 4.467 neu eingetragenen Ausbildungsverträgen liegt die Ausbildung von Fachkräftenachwuchs mit 7,4 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden: "Unsere Handwerksbetriebe haben die Situation erkannt und bewerben ihre freien Ausbildungsplätze früher und intensiver als je zuvor. Aber insgesamt wird der Teich, in dem wir fischen, kleiner. Deshalb müssen wir auch neue Wege gehen. Das tun wir zum Beispiel mit einem Online-Modul zur Berufsorientierung und mit einer Lehrstellen-App, mit der sich junge Leute freie Lehrstellen im Handwerk aufs Smartphone laden können."

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