Freitag, 15. Dezember 2017


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Frühjahrsbelebung führt zum Rückgang der Arbeitslosigkeit

Chemnitz, (lifePR) - Der sächsische Arbeitsmarkt profitiert im März weiter von der positiven konjunkturellen Entwicklung. Zusätzlich führt die beginnende Frühjahrsbelebung zum Rückgang der Arbeitslosigkeit.

"Der sächsische Arbeitsmarkt folgt dem positiven Trend der vergangenen Monate. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm kräftig zu, die Arbeitslosigkeit ist im März erstmalig in diesem Jahr gesunken und das gemeldete Stellenangebot ist weiter gestiegen. Die Gründe für diese erfreuliche Entwicklung liegen in der anhaltend positiven Konjunktur und der einsetzenden Frühjahrsbelebung. So konnten zum Beispiel Beschäftigte in den Außenberufen wieder ihre Arbeit aufnehmen", sagte Jutta Cordt, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Arbeitslosenzahl im März: 230.802
Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich: - 5.316
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: - 23.274
Arbeitslosenquote im März: 10,8 Prozent

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist im März im Zuge der einsetzenden Frühjahrsbelebung rückläufig. Aktuell sind in Sachsen 230.802 Menschen arbeitslos gemeldet, 5.316 weniger als vor einem Monat. Für den Monat März ist ein Rückgang der Arbeitslosigkeit üblich. Der durchschnittliche Rückgang der vergangenen drei Jahre liegt bei 3.353.

Im Vergleich zum Vorjahr waren im März 23.274 weniger Arbeitslose registriert. Ein Grund für diese Entwicklung ist die anhaltend positive konjunkturelle Lage, von der die sächsischen Betriebe profitieren.

Blendet man die saisonalen Einflüsse aus, bleibt die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr unverändert positiv. Die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit liegt mit aktuell 209.000 um 2.000 unter dem Februarwert und um 22.000 unter dem Wert vom März 2011.

Die Arbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr in beiden Rechtskreisen rückläufig. Von allen Arbeitslosen wurden 67.691 (29,3 Prozent) im Rechtskreis SGB III von einer Agentur für Arbeit und 163.111 (70,7 Prozent) im Rechtskreis SGB II von einem Träger der Grundsicherung betreut. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 5.046 (6,9 Prozent) und in der Grundsicherung um 18.228 (10,1 Prozent) verringert.

Die Arbeitslosenquote belief sich im März auf 10,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr nahm sie um 1,1 Prozentpunkte ab.

Beschäftigung

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ging in Sachsen saisonal bedingt von Dezember auf Januar zurück, liegt aber weiter deutlich über dem Vorjahresniveau. Nach ersten Hochrechnungen lag die Zahl der Beschäftigten im Januar bei rund 1,431 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs um rund 29.700.

Von diesem Beschäftigungsaufbau haben insbesondere das Verarbeitende Gewerbe, der Handel und das Gesundheits- und Sozialwesen profitiert. Aber auch im Bereich Verkehr und Lagerei sind deutlich mehr Menschen beschäftigt als vor einem Jahr.

"Der positive Verlauf der Beschäftigung hat sich auch in dem von saisonalen Einflüssen geprägten Januar fortgesetzt. Mit einem stabilen Beschäftigungsanstieg von 2,1 Prozent sind aktuell deutlich mehr Menschen in den Betrieben beschäftigt, als noch vor einem Jahr", so Cordt weiter.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt auf einem stabilen Niveau. Aktuell liegt der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen bei 19.667, das sind 511 mehr als vor einem Jahr.

Im März 2012 wurden den zehn sächsischen Arbeitsagenturen insgesamt 9.669 Arbeitsstellen gemeldet. Damit liegen die gemeldeten Arbeitsstellen deutlich über dem Vormonats- und Vorjahresniveau (plus 717 und plus 644). Die meisten Stellen meldeten die Betriebe aus der Zeitarbeit, dem Verarbeitenden Gewerbe sowie aus dem Handel und dem Baugewerbe.

"Die wirtschaftliche Aktivität nahm im März deutlich zu. Die sächsischen Betriebe fragen wieder deutlich mehr Personal nach, als noch zu Jahresbeginn. Damit erhöhen sich die Chancen, Arbeitslosigkeit zu beenden und einen neuen Job aufzunehmen. Ein Großteil der fast 20.000 freien Stellen - etwa 75 Prozent - sind ab sofort zu besetzen", so Cordt weiter.

Unterbeschäftigung

Im März haben nach ersten Hochrechnungen rund 65.100 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, z.B. Weiterbildungen, Praktika in Betrieben und Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten, teilgenommen und dadurch den Arbeitsmarkt entlastet. Das waren rund 12.300 weniger als noch vor einem Jahr.

Ausbildung

Der Ausbildungsmarkt hält seinen neuen Trend.

Von Oktober 2011 bis März 2012 haben insgesamt 14.655 Mädchen und Jungen mit Hilfe der Berufsberatung einen Ausbildungsplatz gesucht. Das sind 907 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig wurden den Arbeitsagenturen und Jobcentern (gemeinsame Einrichtungen) insgesamt 16.046 Ausbildungsstellen gemeldet. Das sind 644 mehr, als im Vorjahreszeitraum.

"Es sind deutlich mehr Ausbildungsstellen gemeldet als Bewerber. Der Grund dafür liegt an zwei Faktoren: Das Meldeverhalten der Schülerinnen und Schüler hat sich verändert. Durch frühzeitige Berufsorientierung und dem ständigen Kontakt mit den Berufsberatern haben sich die Ausbildungsplatzsuchenden eher als Bewerber gemeldet. Gleichzeitig steig aus demografischen Gründen der Bedarf der Wirtschaft nach Fachkräftenachwuchs. Das führt zu der frühzeitigen Meldung von freien Ausbildungsstellen", erklärt Cordt.

Aktuell entfallen in Sachsen rein rechnerisch 1,09 Ausbildungsstellen auf einen gemeldeten Bewerber.

Für die Ausbildungsbetriebe in Sachsen wird es in diesem Jahr nicht leichter, geeigneten Fachkräftenachwuchs zu gewinnen. "Die Betriebe sollten auch leistungsschwächeren Bewerbern eine Chance geben. Der zweite Blick auf die Bewerbungen und Zugeständnisse bei kleineren Defiziten können sich durchaus lohnen", so Cordt.

Betriebe die bei Ihren Auszubildenden Defizite feststellen, erhalten die Unterstützung der Arbeitsagenturen. Mit ausbildungsbegleitenden Hilfen - einer Form von Nachhilfeunterricht - wird theoretisches und praktisches Training außerhalb der Arbeitszeit oder Berufsschule finanziert.

Für Fragen steht den Betrieben der gemeinsame Arbeitgeberservice der Arbeitsagenturen und Jobcenter zur Verfügung. Über die Hotline können die Personalentscheider einen Termin mit Ihrem persönlichen Ansprechpartner vereinbaren - in der Arbeitsagentur oder direkt vor Ort im Betrieb."

Hotline: 01801 66 44 66 (Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min")

Informationen für Ausbildungsbetriebe: www.ich-bin-gut.de

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