Sonntag, 25. Februar 2018


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Arbeitslosenquote sinkt im Oktober weiter

Der sächsische Arbeitsmarkt im Oktober 2012

Chemnitz, (lifePR) - Der sächsische Arbeitsmarkt profitiert auch im Oktober weiter von der bisher positiven konjunkturellen Entwicklung. Zusätzlich führt die demografische Entwicklung zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit.

"Der sächsische Arbeitsmarkt ist robust. Die drei wichtigsten Arbeitsmarktindikatoren verlaufen positiv. Die Beschäftigung steigt und die Arbeitslosigkeit erreicht mit einer Arbeitslosenquote von erstmalig 8,8 Prozent ihren Tiefstand seit der Erfassung. Grundsätzlich eine erfreuliche Situation", sagte Jutta Cordt, Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit.

Arbeitslosenzahl im Oktober: 186.953
Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich: -4.324
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -14.052
Arbeitslosenquote im Oktober: 8,8 Prozent

Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit ist im Monatsverlauf weiter zurückgegangen. Aktuell sind in Sachsen 186.953 Menschen arbeitslos gemeldet, 4.324 weniger als im September. Für den Monat Oktober ist ein Rückgang der Arbeitslosigkeit üblich - durchschnittlich lag er in den vergangenen drei Jahren bei rund 7.200. Ein Grund für den Rückgang der Arbeitslosigkeit im Monat Oktober liegt an den Einstellungen im Zuge der Herbstbelebung.

Dieser Rückgang trifft im Monatsvergleich für beide Rechtskreise zu. Von allen Arbeitslosen wurden 51.237 (27,4 Prozent) im Rechtskreis SGB III von einer Agentur für Arbeit und 135.716 (72,6 Prozent) im Rechtskreis SGB II von einem Träger der Grundsicherung betreut.

Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Arbeitslosigkeit allerdings unterschiedlich entwickelt.

Rechtskreisübergreifen waren im Oktober 14.052 weniger Menschen in Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldet. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung ist die Arbeitslosigkeit mit einem Plus von 1.613 (3,3 Prozent) gestiegen, während sie sich in der Grundsicherung um 15.665 (10,3 Prozent) verringert hat.

Die Arbeitslosenquote belief sich im Oktober auf 8,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 0,6 Prozentpunkte.

Beschäftigung

Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung blieb im August mit einem Plus von 6200 weiter auf stabilem Niveau. Aktuell sind in Sachsen rund 1,460 Millionen Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Damit erreicht die Beschäftigung in diesem Jahr ihren Höchststand in diesem Monat. Mit einem Zuwachs von rund 10.200 liegt der Beschäftigungsanstieg gegenüber dem Vorjahr bei 0,7 Prozent.

Den größten Beschäftigungsaufbau gab es im Gesundheits- und Sozialwesen, im Verarbeitenden Gewerbe und im Bereich der wirtschaftlichen Dienstleitungen. Aber auch im Handel und im Logistikbereich sind deutlich mehr Menschen beschäftigt als noch vor einem Jahr.

"Der Beschäftigungsaufbau hält in Sachsen an, wenngleich der Vorsprung im Vorjahresvergleich kontinuierliche abnimmt. Wie sich die Beschäftigung im weiteren Jahresverlauf entwickelt, ist vor allem vom Export und der Binnennachfrage abhängig. Aus heutiger Sicht sehe ich keine Anzeichen für eine Trendwende"", so Cordt.

Arbeitskräftenachfrage

Die Arbeitskräftenachfrage der Wirtschaft gibt weiter nach, bewegt sich jedoch nach wie vor auf moderatem Niveau. Seit Jahresbeginn wurden 87.656 freie Stellen gemeldet. Das sind 7,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Im Oktober 2012 wurden den zehn sächsischen Arbeitsagenturen insgesamt 7.915 Arbeitsstellen gemeldet. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum Vormonat um 613. Die meisten freien Stellen meldeten die Arbeitgeber aus den Bereichen Arbeitnehmerüberlassung (2.051), Handel (898), Verarbeitendes Gewerbe (882) sowie Gesundheits- und Sozialwesen (695).

"Die Einstellungsbereitschaft der sächsischen Arbeitgeber entwickelt sich im Oktober moderat. Der aktuelle Rückgang der Stellenmeldungen ist für den Monat Oktober durchaus üblich. In den vergangenen drei Jahren sind im Oktober durchschnittlich über 1.000 weniger Jobs gemeldet wurden, als im Vormonat. Mit über 18.000 freien Stellen sind die Chancen eine neue Beschäftigung aufzunehmen weiterhin gut", erklärt Cordt.

Unterbeschäftigung

Im Oktober haben nach ersten Hochrechnungen rund 71.878 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, z.B. Weiterbildungen, Praktika in Betrieben und Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten teilgenommen und dadurch den Arbeitsmarkt entlastet. Das waren 5.800 weniger als noch vor einem Jahr.

Insgesamt belief sich die Unterbeschäftigung - die Summe an Arbeitslosen und Teilnehmern an Maßnahmen - nach ersten Hochrechnungen auf 258.800. Damit liegt der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung bei 72,2 Prozent. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen - analog der Arbeitslosenquote - liegt die Unterbeschäftigungsquote im Oktober bei 11,9 Prozent.

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