Anhaltende Frühjahresbelebung führt zum Rückgang der Arbeitslosigkeit

(lifePR) ( Chemnitz, )
Von März auf April ist die Arbeitslosigkeit in Sachsen weiter gesunken. Mehr Frauen und Männer konnten eine Beschäftigung aufnehmen, weniger mussten sich arbeitslos melden und viele Menschen haben mit Qualifizierungen begonnen. Zeitgleich ist der Bestand freier Arbeitsstellen angestiegen. Bei einer Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent waren im April 117.000 Arbeitslose bei den sächsischen Jobcentern und Arbeitsagenturen registriert.

„In den vergangenen Wochen haben sich über 11.500 Menschen in Sachsen aus der Arbeitslosigkeit abmelden können, weil sie eine neue Beschäftigung gefunden haben. Das ist erfreulich und belegt die hohe Einstellungsbereitschaft der sächsischen Betriebe im Rahmen der anhaltenden Frühjahresbelebung. Von dieser üblichen Entwicklung profitieren vor allem die ländlichen Regionen, da diese stärker von saisonalen Einflüssen abhängig sind. Anzeichen für eine Trendveränderung auf dem Arbeitsmarkt gibt es in den kommenden Wochen und Monaten keine. Deshalb werden die Mitarbeiter der Arbeitsagenturen und Jobcenter weiterhin helfen, dass möglichst viele arbeitsuchende Frauen und Männer passende Jobangebote finden oder mit geeigneten Förderangeboten bestmöglich auf eine künftige Beschäftigung vorbereitet werden“, sagte Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit (BA).

Arbeitslosenzahl im April: 117.003

Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich (123.531): -6.528 oder -5,3 Prozent

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich (130.471): -13.468 oder -10,3 Prozent

Arbeitslosenquote im April: 5,5 Prozent

Arbeitslosigkeit

Insgesamt waren im April in Sachsen 117.003 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat waren 6.528 (minus 5,3 Prozent) weniger und zum Vorjahresmonat 13.468 weniger Menschen arbeitslos gemeldet (minus 10,3 Prozent).

Im April wurden 32,7 Prozent aller Arbeitslosen (38.284) im Rechtskreis SGB III von einer Agentur für Arbeit und 67,3 Prozent (78.719) im Rechtskreis SGB II von einem Träger der Grundsicherung betreut. Im Vergleich zum Vormonat sind in den Arbeitsagenturen 4.093 (minus 9,7 Prozent) Frauen und Männer weniger arbeitslos gemeldet und im Vergleich zum Vorjahr sind es 879 Arbeitslose weniger (minus 2,2 Prozent). In den Jobcentern ist die Arbeitslosenzahl zum Vormonat um 2.435 (minus drei Prozent) und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12.589 (minus 13,8 Prozent) gesunken.

Die Arbeitslosenquote belief sich im April auf 5,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank sie um 0,7 Prozentpunkte. Geringer war die Arbeitslosenquote in Sachsen bisher nur im November 2018 (damals 5,4 Prozent).

Beschäftigung

Im Februar 2019 waren in Sachsen nach ersten Hochrechnungen über 1,61 Millionen Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Mit einem Zuwachs von 19.900 berufstätigen Menschen hält der Beschäftigungsanstieg gegenüber dem Vorjahr an und liegt bei aktuell 1,2 Prozent.

Den kräftigsten Beschäftigungsaufbau gab es im Bereich Immobilien, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (plus 4.500) und im Verarbeitenden Gewerbe (plus 3.600). Einen starken Beschäftigungsaufbau gab es weiterhin im Baugewerbe (plus 3.400), in den Bereichen Erziehung und Unterricht (plus 3.200), im Sozialwesen (plus 3.000), in der Information und Kommunikation (plus 2.300) sowie Verkehr und Lagerei (plus 2.200). In der Arbeitnehmerüberlassung ist ein Rückgang von 6.600 Beschäftigten zu verzeichnen.

Im langjährigen Vergleich liegt die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit 1,61 Mio. auf recht hohem Niveau. In keinem Februar seit 1999 waren mehr Menschen in Sachsen beschäftigt. Den Tiefstand erreichte die Beschäftigung in Sachsen im Jahr 2006. Damals waren im Februar 1,30 Mio. Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt – 310.000 weniger als aktuell.

Arbeitskräftenachfrage

Im April haben sächsische Betriebe insgesamt 9.234 freie Stellen gemeldet. Das waren 239 Stellen mehr als im März (plus 2,7 Prozent) und 74 weniger als im April 2018.

Damit sind in den sächsischen Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 37.952 freie Stellen gemeldet, 465 mehr als im März und 1.488 weniger als vor einem Jahr. 85 Prozent aller freien Stellen können in Vollzeit und fast 90 Prozent unbefristet besetzt werden.

Die meisten freien Stellen sind im Bereich der Zeitarbeit (10.616) zu besetzen. Einen hohen Bedarf haben daneben Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe (4.729), dem Gesundheits- und Sozialwesen (3.418), dem Bereich Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (3.374), dem Baugewerbe (2.960), den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (2.486) und dem Gastgewerbe (1.761).

Diese und viele andere freie Stellen sind in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht und können mit der kostenfreien Smartphone-App (jobboerse) zu jeder Zeit, an jedem Ort abgerufen werden. In der Jobbörse sind aktuell über 43.000 freie Stellen von sächsischen Unternehmen veröffentlicht.

Unterbeschäftigung

Im April 2019 haben knapp 49.000 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilgenommen oder standen vorübergehend der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung. Viele wurden mit Weiterbildungen (10.711) gefördert, haben an Arbeitsgelegenheiten in der Grundsicherung (5.788) und an Aktivierungsmaßnahmen (7.805) teilgenommen oder wurden durch andere Träger unterstützt (9.979). Ein Teil der Frauen und Männer stand aus anderen Gründen der Vermittlung nicht zur Verfügung und war deshalb nicht arbeitslos – zum Beispiel wegen kurzfristiger Krankheit (4.490).

Die Unterbeschäftigung – die Summe aus Arbeitslosen, Teilnehmern an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und vorübergehend nicht verfügbaren Arbeitsuchenden – belief sich im April 2019 auf insgesamt 166.024 Personen. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum April 2018 um 13.305 oder 7,4 Prozent. Aktuell liegt der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung bei 70,5 Prozent. Bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen lag die Unterbeschäftigungsquote im April bei 7,7 Prozent.
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