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Pressemitteilung BoxID: 459263 (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V.)
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Weihnachtsbaum-ABC: Das sind die wichtigsten Fakten zu Tanne, Kiefer & CO

(lifePR) (Berlin, ) O Tannenbaum? Der traditionelle Weihnachtsbaum gehört zu Weihnachten wie Geschenke oder die Weihnachtsgans. Warum eigentlich? Wie gelingt es einem immergrünen Nadelbaum - geschmückt mit bunten Kugeln, Kerzen und Lametta - Jahr für Jahr Weihnachtsstimmung in die deutschen Wohnzimmer zu zaubern? Die Baumexperten der AGDW - Die Waldeigentümer haben sich auf Spurensuche begeben und im Weihnachtsbaum-ABC die wichtigsten Fakten rund um den Weihnachtsbaum zusammengetragen.

A wie Anzahl
Mehr als 29 Millionen Weihnachtsbäume stehen Jahr für Jahr in den Wohnzimmern der Deutschen. Das heißt: In drei Viertel (73 Prozent) der deutschen Haushalte steht zum Fest ein Tannenbaum.

B wie Bereitstellung
Die Bereitstellung von Weihnachtsbäumen sichert rund 100.000 Dauer- und Saisonarbeitsplätze.

C wie Christbaum-Historie
Woher kommt der Christbaum? Die Geschichte des Weihnachtsbaumes hat keinen eindeutigen Anfang, sie geht zurück auf Bräuche unterschiedlicher Kulturen. Schon zur Zeit der Römer wurden Räume zum Jahreswechsel mit Lorbeer- und Tannenzweigen geschmückt, um sich vor Krankheit oder bösen Geistern zu schützen.

D wie Durchschnittsalter
Zur Zeit der Ernte sind Tannenbäume durchschnittlich acht bis zwölf Jahre alt.

E wie Exporte
Die Zahl der Exporte hat in den vergangenen Jahren zugenommen - 2012 wurden laut Statistischem Bundesamt 701.246 Weihnachtsbäume aus Deutschland exportiert.

F wie Frischetest
Einen frischen Weihnachtsbaum erkennt man an der kräftig-grünen Farbe. Die Nadeln sind gleichmäßig gefärbt und haben keine braunen Spitzen. Sie sitzen auch dann fest, wenn der Baum kräftig geschüttelt wird.

G wie Goethe
Auch Johann Wolfgang von Goethe hat seine Weihnachtsbaumvergangenheit: Er soll Weihnachtsbäume 1775 am Hofe zu Weimar eingeführt haben.

H wie Harztaschen
Mit einem kleinen Trick wird jede Edeltanne schnell zum Duftbaum. Einfach die am Stamm befindlichen Harztaschen mit einem Messer anritzen. Dadurch lässt sich der weihnachtliche Geruch der Nadeln nach Orangen noch verstärken.

I wie Importland
Dänemark ist für Deutschland in Bezug auf Weihnachtsbäume der wichtigste Handelspartner. Aus dem Nachbarland werden pro Jahr etwa fünf Millionen Weihnachtsbäume importiert.

J wie jeder Dritte
Ein Drittel der Weihnachtsbäume in Deutschland stammt aus dem Sauerland. Die Region in Südwestfalen ist das wichtigste Anbaugebiet in Europa.


K wie Kanzleramtsbaum
Auch in diesem Jahr überreicht die AGDW - Die Waldeigentümer der Bundeskanzlerin am 28. November den Weihnachtsbaum fürs Kanzleramt. Diesen Brauch gibt es nun schon seit zwölf Jahren. 2013 schmückt eine etwa 40 Jahre alte und circa 14 Meter hohe Küstentanne (Abies grandis) aus Sachsen das Bundeskanzleramt.

L wie Lagerung
Weihnachtsbäume werden am besten im Netz verpackt gelagert. Wichtig ist: Aufrecht stellen, vor Sonne, Wind und zu viel Feuchtigkeit schützen. Besser als eine Betonfläche als Untergrund ist ein Holzboden. So trocknet der Baum weniger schnell aus.

M wie Mindesthaltbarkeit
In der Wohnung halten Nordmanntannen und Fichten im Durchschnitt bis zu zwei Wochen.

N wie Nadeln verhindern
Weihnachtsbäume bleiben länger frisch, wenn sie nicht in der Nähe der Heizung stehen. Weitere Tipps: Täglich frisches Wasser geben und auch regelmäßig die Zweige mit Wasser benetzen.

O wie O Tannenbaum
Das Lied "O Tannenbaum" gehört zu den bekanntesten Weihnachtsliedern überhaupt. Der Dichter Ernst Anschütz veröffentlichte das Lied um 1824.

P wie Produzenten
Rund 12.000 Produzenten in Deutschland beschäftigen sich im Rahmen ihrer Tätigkeit mit dem Anbau und der Pflege von Weihnachtsbäumen.

Q wie Qualität
Einige Anhaltspunkte für den Weihnachtsbaum-Qualitätscheck: Frische und qualitativ hochwertige Christbäume erkennt man am intensiven Grün der Nadeln. Bei Tannen fühlen sich diese zudem weich an und lassen sich problemlos biegen. Sind die Nadeln spröde und trocken, sollte man den Baum besser nicht kaufen, da man sonst nicht lange Freude an ihm hat.

Erzeugergemeinschaften haben konkrete Qualitätsrichtlinien für Weihnachtsbäume definiert: So gilt z. B. für den Sauerländer Qualitätsbaum unter anderem, dass er symmetrisch sein muss; die Breite des Baumes sollte nicht größer als die Höhe sein und nicht weniger als 50 Prozent der Höhe betragen.

R wie Rekord
Ein Fall für das Guinness-Buch der Rekorde: Im November 2013 haben 852 Schulkinder in Thailand den weltweit größten menschlichen Tannenbaum gebildet und den bisherigen Rekord aus Deutschland mit 672 Teilnehmern getoppt.

S wie Schafe
In Schonungen, in denen Weihnachtsbäume gezüchtet werden, übernehmen teilweise Schafe die Funktion von Ökorasenmähern. Sogenannte Shropshire-Schafe sind dafür die beste Rasse, da sie die Bäume nicht verbeißen oder schälen. Sie übernehmen ganz selbstverständlich nützliche Funktionen wie umweltfreundliche Unkrautbekämpfung und bodenschonende Düngung.

T wie Transport
Wer seinen Weihnachtsbaum auf dem Dach des Autos transportiert, sollte darauf achten, dass dieser nicht über das Fahrzeug hinausragt. Zudem sollte die Spitze des Baumes stets nach hinten zeigen, damit der Fahrtwind nicht in die Zweige greift. Besser: Sitze umklappen und den Baum im Inneren des Fahrzeugs transportieren.

U wie Umweltschutz
Christbäume aus der heimischen Produktion sind ein streng kontrolliertes natürliches Produkt und deshalb besser als importierte Bäume oder Plastikbäume.

V wie Verweildauer
Weihnachtsbaum behalten - bis wann? Das Ende der Weihnachtszeit wird am 2. Februar mit Mariä Lichtmess gefeiert und für gewöhnlich verschwinden dann auch die letzten Weihnachtsbäume aus den Wohnzimmern.

W wie Weihnachtsbaum
Der jährliche Umsatz der Weihnachtsbaumbranche in Deutschland betrug im vergangenen Jahr rund 700 Millionen Euro. 29,2 Millionen Weihnachtsbäume wurden verkauft.

Rund drei Viertel aller verkauften Bäume sind Nordmanntannen. Sie sind die beliebtesten Weihnachtsbäume der Deutschen. Die Nordmanntanne wurde 1836 im Kaukasus entdeckt - vom finnischen Botaniker Alexander von Nordmann.

Wer seinen Weihnachtsbaum mit Wurzel kauft und später noch im Garten pflanzen möchte, sollte sich für einen kleinen Baum entscheiden - gerade bei Tannen. Denn Tannen haben für gewöhnlich sehr tiefgehende Wurzeln. Diese sind bei größeren Bäumen, die in Töpfen angeboten werden, häufig bereits geschädigt.

X wie xmas tree
Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, der deutsche Ehemann von Queen Victoria, hat in den 1840er Jahren deutsche Weihnachtstraditionen und den Weihnachtsbaum in Großbritannien eingeführt. Weihnachten "Made in Germany" wurde daraufhin von den Menschen im Königreich übernommen.

Y wie yard tree
Der Weihnachtsbaum, der vor dem Rockefeller Center in New York in diesem Jahr zum 81. Mal aufgestellt wird, ist 75 Jahre alt und stammt aus dem front yard - dem Vorgarten - einer Familie aus Connecticut.

Z wie Zahl der Nadeln
Im Jahr 2008 hat sich die WDR-Sendung Quarks & Co. die Mühe gemacht, die Zahl der Nadeln einer 1,63 hohen Nordmanntanne zu zählen. Das Ergebnis: Der Weihnachtsbaum hatte 178.333 Nadeln.

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V.

AGDW - Die Waldeigentümer vertritt als Dachverband für 13 Landesverbände die Interessen der über zwei Millionen privaten und körperschaftlichen Waldbesitzer in Deutschland. Unser Denken und Handeln orientiert sich stets an den drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Soziales. In diesem Sinne sehen wir in der verantwortungsvollen Nutzung des Waldes die Grundlage für dessen Schutz und Sicherung als Lebens- und Wirtschaftsraum. Der Verband ist Mitglied im Zentralverband der Europäischen Waldbesitzer (CEPF).