Samstag, 16. Dezember 2017


  • Pressemitteilung BoxID 536417

Wald und Menschen müssen wirksam vor gefährlichen Schadinsekten geschützt werden

Pflanzenschutz / Schädlingsbekämpfung im Wald

Berlin, (lifePR) - Schädlinge wie der Eichenprozessionsspinner verursachen in unseren Wäldern große Schäden und sind auch für den Menschen eine Gesundheitsgefahr. Dennoch wurde die Verfolgung dieser und anderer Schädlinge mit Pflanzenschutzmitteln und Bioziden mittels einer effektiven Luftfahrzeugausbringung aufgrund fehlender zugelassener Pflanzenschutzmittel und bundesbehördlichen Auflagen erschwert bzw. verhindert. Doch seit diesem Februar hat die Vernunft gesiegt:

- Zwei Pflanzenschutzmittel wurden für die Luftfahrzeugausbringung bis 2018 bzw. 2021 genehmigt. Hinsichtlich der Anwendung in Naturschutzgebieten entscheiden wieder die Behörden vor Ort.

- Auch die 50-Prozent-Regelung der Bundesbehörden, die besagt, dass nur 50 Prozent des befallenen geschlossenen Waldbestandes beflogen werden darf, ist mit einer Öffnungsklausel für die Länder versehen worden.

Seit Februar 2015 stehen bis zum Jahre 2018 bzw. 2021 wieder zwei Pflanzenschutzmittel - Karate Forst flüssig und Dipel ES - für die Luftfahrzeugausbringung zur Verfügung. Die zuständigen Landesbehörden entscheiden weiterhin über die Notwendigkeit eines Luftfahrzeugeinsatzes und jetzt auch, ob in geschlossenen Waldbeständen mehr als die Hälfte der Fläche beflogen werden darf, zudem haben sie wieder die Entscheidungskompetenz bei der Befliegung von Naturschutzgebieten.

Aufgrund des Auslaufens von Zulassungen mussten Genehmigungen für die Luftfahrzeugausbringung von Pflanzenschutzmitteln beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bisher als Notfallzulassung beantragt werden. Dies war weder zeitnah noch effektiv. Zudem hatte das Umweltbundesamt den Einsatz in Naturschutzgebieten untersagt und auch die fachlich nicht haltbare 50-Prozent-Regelung aufgestellt, die besagt, dass nur 50 Prozent des befallenen geschlossenen Waldbestandes beflogen werden darf.

Diese beiden Auflagen wurden jetzt mit einer Öffnungsregelung für die Länder versehen, aber in der Pressemitteilung und Dokumentation von BfN und UBA wird diese Öffnungsregelung zum Einsatz in Naturschutzgebieten leider einfach nur in Frage gestellt, anstatt mit wissenschaftlich fundierten Grundlagen Behörden eine Hilfestellung zu geben.

Dringend werden weitere selektive und effektive Pflanzenschutzmittel und Biozide gebraucht, um gesundheitliche Gefährdungen des Menschen und Zerstörungen der Wälder durch Schädlinge auszuschließen.

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