Montag, 11. Dezember 2017


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Neue Wahrnehmung des Waldes, neue Chancen: Waldeigentümer begrüßen realistische Sichtweise

Zum "Tag des Waldes" am 21. März 2015

Berlin, (lifePR) - Die steigende Zahl der Haushalte, die mit Holz heizen, und immer mehr Hausbesitzer, die Holz zum Bauen und Modernisieren einsetzen, sind ein Beleg für eine neue Wertschätzung des Naturmaterials. Mit dem wiedererstarkten Interesse geht ein Perspektivwechsel auf den Wald einher: Die Menschen begreifen den Wald wieder als Holzlieferant und damit auch als Wirtschaftsraum. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e. V. begrüßt die Abkehr von einem verklärten, romantisierenden Waldbild und die Hinwendung zu einem ungetrübten Blick auf die Chancen, die die nachhaltige Nutzung von Wald und Holz für die Gesellschaft, den Klimaschutz und die Bioökonomie eröffnen.

- Wald wurde immer schon durch den Menschen genutzt und ist daher genauso Kultur- wie Naturgut.
- Die nachhaltige Forstwirtschaft markiert einen markanten Gegensatz zum destruktiven Verbrauch: Durch eine nachhaltige Nutzung erhält sie den Wald gleichermaßen als Ressource wie als ästhetischen Erfahrungsraum.

Den Deutschen wird ein äußerst sentimentales Verhältnis zum Wald nachgesagt. Im Vergleich zu unseren süd- und westeuropäischen Nachbarn scheint sich dies bereits in der deutschen Sprache auszudrücken, in der es von Wald- und Holzmetaphern nur so wimmelt - vom "Holzweg" über den "Waldspaziergang" bis hin zum "Waldesrauschen". Durch Märchen, Dichtung und Philosophie wurde der Wald romantisiert und zum ästhetischen Ideal der "unberührten und wildwüchsigen" Natur verklärt. Das hatte aber spätestens seit Beginn der systematischen Landnutzung in der Jungsteinzeit kaum etwas mit der Realität zu tun. In der Wirklichkeit wurde der Wald immer schon vom Menschen genutzt und dementsprechend in seinem Aussehen und seiner Struktur ständig verändert. Der Präsident des deutschen Waldbesitzerverbandes AGDW - Die Waldeigentümer, Philipp Freiherr zu Guttenberg, sieht in der Nutzung sogar die Gewähr für den Erhalt der Wälder: "Der Wald war immer schon Nutzungsraum und daher genauso ein Kultur- wie ein Naturprodukt. Und auch wenn es viele Naturschützer nicht wahrhaben wollen, aber ohne die Nutzung des Waldes durch die Menschen - und vor allem durch die wissenschaftlich fundierte Forstwirtschaft der letzten 300 Jahre - konnte er überhaupt nur vor der totalen Zerstörung gerettet werden. "

Umdenken durch Realitätssinn

Mit Freude beobachtet zu Guttenberg schon seit einigen Jahren den Trend, dass immer mehr Deutsche wieder Holz nutzen, egal ob als Baustoff, Möbel oder Energieressource, und sich parallel zu dieser Entwicklung anscheinend auch bei Städtern (wieder) eine realistische Sicht auf den Wald durchsetzt: "Es ist gut, dass wir den Wald bei aller Schönheit nicht verklären. Der Wald ist in erster Linie für die Wohlfahrt unserer Menschen da und eine Voraussetzung für eine langfristig prosperierende Gesellschaft - gerade in Zeiten der immer knapper werdenden fossilen Energieressourcen. Daher sollte der wirtschaftliche Aspekt nicht einer unter vielen sein, sondern bei allen Aspekten der Waldpolitik im Vordergrund stehen! "

Forstwirtschaft: Schutz durch Nutzung

So schließt der Nutzungsgedanke keinesfalls einen ästhetisierenden und idealisierenden Hang oder gar die Liebe zum Wald aus. Ganz im Gegenteil sogar: Die zunehmende Entscheidung der Menschen Holz zu nutzen, hat nicht nur praktische Gründe, sondern geht einher mit der steigenden ästhetischen Wertschätzung des Naturstoffes Holz. Und die nachhaltige moderne Forstwirtschaft, die nie mehr Holz schlägt als nachwächst, steht mit ihrer Nutzungsphilosophie geradezu konträr zu vielen anderen heutigen Wirtschaftsbranchen. Philipp Freiherr zu Guttenberg erklärt dies so: "In vielen Bereichen gibt es heutzutage einen destruktiven Verbrauch auf Kosten der nachfolgenden Generationen. Die nachhaltige Forstwirtschaft beweist, dass Nutzen kein sinnloser Verbrauch ist. Gerade wenn ich etwas auch ästhetisch sehr schätze und genieße, dann erhalte ich es, indem ich es nutze und damit in seiner Schönheit für meine Kinder und Enkel bewahre, damit sie dieselbe Freude daran haben und Liebe dazu entwickeln können wie ich selbst!"

Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V.

AGDW - Die Waldeigentümer vertritt als Dachverband für 13 Landesverbände die Interessen der über zwei Millionen privaten und körperschaftlichen Waldbesitzer in Deutschland. Unser Denken und Handeln orientiert sich stets an den drei Säulen der Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Soziales. Der Verband ist Mitglied im Zentralverband der Europäischen Waldbesitzer (CEPF).

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