Donnerstag, 19. Oktober 2017


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Deutsch-Afrikanischer Außenhandel steigt 2010 um 17 Prozent auf 37 Mrd. Euro

Der Handel mit Südafrika erreicht Rekordniveau / Der Anteil Nordafrikas geht leicht zurück / Afrikas Anteil an deutschen Erdölimporten fällt auf 16 Prozent / Aussichten für 2011 positiv

Hamburg, (lifePR) - Der deutsch-afrikanische Außenhandel hat 2010 ein Plus von 17 Prozent auf 37,0 Mrd. Euro verzeichnet. Die Einfuhren stiegen um 19,4 Prozent auf 17,0 Mrd. Euro und die Ausfuhren um 15,1 Prozent auf 20,0 Mrd. Euro. Allein die Erdöleinfuhren erreichten 2010 einen Wert von 6,3 Mrd. Euro und einen Anteil von 37,3 Prozent an den deutschen Einfuhren aus Afrika. "Besonders gut hat sich im letzten Jahr der Außenhandel mit der Republik Südafrika entwickelt. Der Handel mit dem wichtigsten deutschen Wirtschaftspartner in Afrika steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um 34,8 Prozent auf 13,0 Mrd. Euro", sagte Hans W. Meier-Ewert, Geschäftsführender Vorstand des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft in Hamburg. Das Südliche Afrika hat am deutschen Afrikahandel mit einem Warenwert von 14,5 Mrd. Euro einen Anteil von 39,2 Prozent. "Derzeit blicken wir allerdings mit Sorge auf die Entwicklungen in Nordafrika. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass sich der Wunsch der Bevölkerung nach mehr Demokratie und Mitbestimmung langfristig auch positiv auf die Wirtschaft auswirken wird", sagte Meier-Ewert. Nordafrika war 2010 mit einem Volumen von 15,6 Mrd. Euro und einem prozentualen Anteil von 42,1 Prozent die wichtigste Handelsregion in Afrika.

Automobilindustrie sorgt für kräftiges Handelsplus mit Südafrika

Der Außenhandel mit der Republik Südafrika verzeichnete vor allem in der Automobilindustrie ein starkes Wachstum. Die deutschen Exporte von Kfz-Wagen und -Teilen stiegen um 44,8 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro und die Importe sogar um 99,6 Prozent auf 885 Mio. Euro. Die zweitwichtigsten Exportgüter sind Maschinen, deren Ausfuhr um 25,2 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro anstieg. Aus Südafrika wurden Maschinen im Wert von 819 Mio. Euro eingeführt (+39,6 Prozent). Der Außenhandel mit der Region Südliches Afrika entwickeltes sich weniger dynamisch. Nach Angola gingen die Exporte um 11,5 Prozent auf 263 Mio. Euro zurück. Auch nach Namibia reduzierte sich der Warenabsatz um 6,7 Prozent auf 82 Mio. Euro. Nach Mauritius konnten die Exporte dagegen um 45,9 Prozent auf 108 Mio. Euro gesteigert werden.

Außenhandel mit Nordafrika verzeichnet unterdurchschnittliches Wachstum

Nordafrikas Anteil am deutschen Außenhandel mit Afrika ging von 45,5 im Jahr 2009 auf 42,1 Prozent im vergangenen Jahr zurück. Der gesamte Handel mit Nordafrika verzeichnete mit einem Plus von 8,2 Prozent auf 15,6 Mrd. Euro nur ein unterdurchschnittliches Wachstum. Der wichtigste Absatzmarkt in Nordafrika ist Ägypten. Die deutschen Exporte nach Ägypten stiegen 2010 um 11,1 Prozent auf 3,0 Mrd. Euro. Die stärksten Zuwächse gab es im Handel mit Tunesien. Allein die Exporte nach Tunesien stiegen um 31,1 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro und auch die Importe verzeichneten ein Plus von 11,7 Prozent auf 1,4 Mrd. Die wichtigste Warengruppe sind dabei Elektrotechnische Erzeugnisse, die Deutschland im Wert von 441 Mio. exportierte (+55,4 Prozent) und im Wert von 510 Mio. Euro importierte (+35,9 Prozent). Damit ist Tunesien sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen der zweitgrößte Handelspartner für Deutschland in der Region. Bei den Importen war Libyen mit einem Warenwert von 3,1 Mrd. das wichtigste Lieferantenland in Nordafrika. Daran hatten die Erdölimporte einen Anteil von 2,9 Mrd. Euro.

Handel mit Nigeria stagniert

Westafrika ist mit einem Anteil von 14,9 Prozent und einem Volumen von 5,5 Mrd. Euro die drittwichtigste Handelsregion für die deutsche Wirtschaft. Nigeria ist wiederum in der Region der wichtigste Wirtschaftspartner. Die deutschen Exporte nach Nigeria erreichten wie im Vorjahr einen Wert von 1,1 Mrd. Euro. Bei den Importen gab es dagegen ein Plus von 69,4 Prozent auf 2 Mrd. Euro. Der Wert der Erdölimporte aus Nigeria stieg um 72,8 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro. Die eingeführte Erdölmenge stieg dagegen lediglich um 22,9 Prozent auf 3,9 Mio. Tonnen. In Ostafrika war auch 2010 Kenia der wichtigste deutsche Handelspartner. Die deutschen Exporte nach Kenia verzeichneten ein Plus von 41,9 Prozent auf 284 Mio. Euro. Der zweitwichtigste Absatzmarkt der Region ist inzwischen Äthiopien, in das Deutschland Waren im Wert von 141 Mio. Euro (+12,3 Prozent) lieferte.

Positive Aussichten für 2011 trotz Unsicherheit in Nordafrika

"Die positive wirtschaftliche Entwicklung, die Afrika in den letzten Jahren erlebt hat, wird sich auch 2011 fortsetzen. Wir gehen davon aus, dass die positiven Faktoren überwiegen und der Außenhandel mit Afrika auch 2011 weiter wachsen wird", äußerte sich Hans W. Meier-Ewert optimistisch. "Die jüngsten Entwicklungen in Nordafrika werden jedoch kurzfristig die Handelsbilanz eher reduzieren, weshalb die Bedeutung der anderen Regionen in diesem Jahr voraussichtlich zunehmen wird", sagte der Geschäftsführende Vorstand des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft.

Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e.V.

Ist der Außenwirtschaftsverband der deutschen Unternehmen und Institutionen mit wirtschaftlichem Interesse an den Staaten des afrikanischen Kontinents. Der Verein informiert seine über 660 Mitglieder über diese Länder und Märkte, stellt Geschäftskontakte her und vertritt die Interessen seiner Mitglieder im In- und Ausland.

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