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Pressemitteilung BoxID: 272364 (Ärztekammer Westfalen-Lippe)
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Versorgungsgesetz: erster Schritt auf weitem Weg

Windhorst: Gesundheitsminister hat die richtige Richtung eingeschlagen

(lifePR) (Münster, ) Die Ärztekammer Westfalen-Lippe unterstützt das Anliegen von Gesundheitsminister Daniel Bahr, die Patientenversorgung insbesondere im ländlichen Raum zu verbessern: "Der Bundestags-Beschluss zum Versorgungsstrukturgesetz war nur der Startschuss für einen Marathonlauf", kommentiert der Präsident der Kammer, Dr. Theodor Windhorst, das "Landärztegesetz". Der Minister habe mit Anreizen für die Niederlassung und neuer Planung der ambulanten Versorgung die richtige Richtung eingeschlagen, nun müssten weitere Schritte folgen, um das Ziel einer verbesserten und nachhaltig gesicherten Patientenversorgung zu erreichen.

"Wir begrüßen, dass diese Reform nicht erneut ein reines Kostendämpfungsgesetz geworden ist", stellt Dr. Windhorst fest. "Weitere Zwänge und Sanktionsdrohungen für Ärzte hätten die Aussichten im Kampf gegen den Ärztemangel deutlich verschlechtert." Positiv sei zudem, dass anders als bei früheren Reformen der Trend zum Zentralismus gestoppt sei und föderale Strukturen im Gesundheitswesen wieder gefördert würden, um regionale Kompetenzen zu nutzen.

Die jetzt eingeleiteten Reformen verfolgten einen guten Ansatz, auch weil sie bereits zu Beginn der Arzt-Ausbildung ansetzten: So würden neue Zulassungsbedingungen für das Medizinstudium möglich, um die Gewinnung ärztlichen Nachwuchses auf eine breitere Basis zu stellen. "Die Ärzteschaft hat den Ehrgeiz, dies und auch eine Verbesserung der Ausbildungsstrukturen voranzutreiben", betont Dr. Windhorst. Nun gelte es allerdings noch, auch den Bereich der ärztlichen Weiterbildung verstärkt zu fördern. "Hier müssen die Krankenhäuser Unterstützung erfahren, denn sie tragen die Hauptlast bei der Weiterbildung von Ärzten, die später Praxen für die ambulante Versorgung übernehmen können."

Mit dem Versorgungsstrukturgesetz liegen neue Optionen für Ärztinnen und Ärzte auf dem Tisch: "Gerade junge Kolleginnen und Kollegen sollten die neuen Möglichkeiten für sich prüfen", appelliert der Kammerpräsident, "wir wollen ihnen Mut machen, das Angebot auch anzunehmen."