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Pressemitteilung BoxID: 419200 (Ärztekammer Westfalen-Lippe)
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Kammervorstand: Solidarität mit türkischen Ärzten

Windhorst: Vorkommnisse sind "eines demokratischen Gemeinwesens unwürdig"

(lifePR) (Münster, ) Der Vorstand der Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) hat in seiner gestrigen Sitzung die polizeilichen Übergriffe in der Türkei gegen Demonstranten und insbesondere türkische Ärzte verurteilt und den von der Polizeigewalt Betroffenen seine Solidarität ausgesprochen. Es sei nicht hinzunehmen, dass Ärztinnen und Ärzte, die verletzte Demonstranten medizinisch versorgen wollten, festgenommen wurden. Der Vorstand der Kammer fordert von der türkischen Regierung das Ende jeglicher Gewalt. Vorstandmitglied Dr. Rudolf Kaiser berichtete in der Diskussion von mehreren schriftlichen und telefonischen Kontaktaufnahmen türkischer Ärzte, die ihm in seiner Eigenschaft als Menschenrechtsbeauftragten der ÄKWL über die aktuellen Vorkommnisse in Istanbul berichtet hätten.

Nach Medienberichten haben am vergangenen Wochenende Polizisten in Istanbul auf Notärzte eingeprügelt, die verwundete Demonstranten versorgen wollten.

Es sei von der Staatsgewalt verboten worden, den Demonstranten etwa in provisorisch eingerichteten Lazaretten zu helfen.

Kammerpräsident Dr. Theodor Windhorst: "Wir sind Ärzte, politisch neutral und haben uns per Eid dazu verpflichtet, im Notfall zu helfen. Es kann und darf nicht sein, dass Kolleginnen und Kollegen, die dieser Verpflichtung nachkommen, mit Gewalt an der Versorgung verletzter Menschen gehindert werden. Dies verstößt gegen die Genfer Konvention als Teil des humanitären Völkerrechts und ist eines demokratischen Gemeinwesens unwürdig."