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Pressemitteilung BoxID: 417372 (Ärztekammer Westfalen-Lippe)
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Ärztekammer begrüßt "Filiallösung" für Mediziner-Ausbildung in Ostwestfalen-Lippe

Wissenschaftsausschuss befürwortet Kooperation mit der Universität Bochum

(lifePR) (Münster, ) Die Ärztekammer Westfalen-Lippe begrüßt das Votum des Wissenschaftsausschusses im nordrhein-westfälischen Landtag, in Kooperation der Universitäten Bochum und Bielefeld Medizinstudienplätze in Ostwestfalen-Lippe zu schaffen. "Das Ziel, Ärzte in der Region für die Region auszubilden, ist ein Stück näher gerückt", ist Ärztekammer-Präsident Dr. Theodor Windhorst zuversichtlich, dass die praktische Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten in absehbarer Zeit beginnen kann. "Damit dieses neue Angebot für Studierende attraktiv ist, muss das ,Starterpaket' für OWL nun auch angemessen finanziell ausgestattet werden und gute Lern- und Arbeitsbedingungen gewährleisten", fordert er.

Statt kurzfristig eine eigene medizinische Fakultät in Bielefeld zu befürworten, haben sich die Mehrheitsfraktionen im Wissenschaftsausschuss damit für eine "Filiallösung" in der Mediziner-Ausbildung ausgesprochen. Nach dem "Bochumer Modell" sollen Studierende im klinischen Teil ihrer Ausbildung in Kliniken und Lehrpraxen in Ostwestfalen wechseln können. "Diese Lösung hat den Vorteil, dass sie schnell umgesetzt werden kann", unterstreicht Kammerpräsident Windhorst, dass die Zeit bei der Ausbildung ärztlichen Nachwuchses drängt. Er hofft, dass schon im nächsten Jahr die ersten Studierenden ihre Ausbildungsabschnitte in Ostwestfalen beginnen können. Auch seien die Kosten einer Filiallösung im Vergleich zur Einrichtung einer kompletten eigenständigen Fakultät an der hervorragenden Bielefelder Universität deutlich geringer und somit für den Landeshaushalt leichter zu schultern.

Angesichts des bestehenden Ärztemangels in der Region setzen die Befürworter der Mediziner-Ausbildung in Ostwestfalen auch auf den "Klebe-Effekt". Die Tendenz, dass Medizin-Studierende nach Abschluss ihres Studiums dem Studienort und seiner Umgebung treu bleiben, soll so auch abseits der großen Ballungsräume den Ärztenachwuchs sichern helfen.

Das Thema "Mediziner-Ausbildung in Ostwestfalen-Lippe" kommt nun im Landtags-Plenum auf die Tagesordnung. Ein Termin dafür steht noch nicht fest.