Protest gegen Affentransporte durch Air France

Aktion am Flughafen Düsseldorf

(lifePR) ( Braunschweig, )
Am Samstag, 7. Dezember 2013, protestiert die Arbeitsgruppe Ruhrpott des bundesweiten Vereins Ärzte gegen Tierversuche anlässlich der globalen Aktionswoche gegen "Versuchstier"transporte durch Air France ab 13 Uhr am Flughafen Düsseldorf. Hintergrund ist, dass Air France als letzte europäische Fluglinie Affen transportiert, um Tierversuchslabore zu beliefern.

Mit Transparenten, Flugblättern und Fotos informieren die Tierversuchsgegner über den brutalen Handel mit Affen, die rund um den Globus geflogen werden, um in Tierversuchslaboren für fragwürdige Forschung zu leiden und sterben. Die Aktion findet im Rahmen der Kampagne "Stop Vivisection" statt, die vom 1. bis 8. Dezember 2013 weltweit zu Aktionen gegen Air France aufruft.

Jahrelange Proteste haben bewirkt, dass immer mehr Fluglinien, darunter Lufthansa, keine Affen und andere Tiere mehr transportieren. Air France ist eine der wenigen Fluglinien und die letzte europäische, die noch Affen aus ihren Heimatgebieten wie Indonesien, Vietnam und Mauritius zu Tierversuchslaboren in aller Welt transportiert. Die Tiere werden von Fängertrupps brutal aus ihrem natürlichen Lebensraum herausgerissen und in Zuchtanstalten gebracht, wo sie unter katastrophalen Bedingungen in kahlen Käfigen gehalten werden. Ihre Nachkommen werden an Tierversuchslabore in Europa und Amerika verkauft.

Bereits der Flug ist für die Tiere eine Qual. Eingepfercht in engen Transportboxen müssen sie stundenlang ohne Nahrung und Wasser als Ladung im Rumpf der Passagiermaschinen verharren. Dunkelheit und Hunger führen zu extremen Stresssituationen für die Tiere. Wäre keine Fluggesellschaft mehr bereit, Affen zu transportieren, würde der Nachschub für die Tierversuchslabore in aller Welt erheblich erschwert werden.

Im Jahr 2012 wurden in Deutschland Tierversuche an 1.686 Affen durchgeführt. Der größte "Verbraucher" ist die Firma Covance in Münster, wo jedes Jahr etwa 1.000 unserer nächsten Verwandten zu Tode gequält werden. Das Labor testet im Auftrag der Industrie Chemikalien und Medikamente unter anderem an schwangeren Primaten. Kein Affe verlässt das Labor lebend. In Bremen, Magdeburg, Göttingen und Tübingen wird Hirnforschung an Primaten betrieben. Die Affen werden in einem Primatenstuhl bewegungslos fixiert, während über Elektroden Hirnströme gemessen werden. Durch Durst werden die Tiere gefügig gemacht und erhalten nur dann etwas Flüssigkeit, wenn sie dem Forscherwunsch entsprechend reagieren.

Nach Aussage der Ärzte gegen Tierversuche ist tierexperimentelle Forschung ethisch nicht vertretbar. Zahlreiche Studien belegen zudem, dass die Übertragung der Ergebnisse aus Tierversuchen auf den Menschen aufgrund maßgeblicher Unterschiede in Stoffwechsel, Lebensweise und Körperbau ein unkalkulierbares Risiko darstellt. Die Forcierung einer modernen, tierversuchsfreien Medizin und Wissenschaft, die auf Ursachenforschung und Prävention von Krankheiten basiert, ist dringend erforderlich. Mittels bildgebender Verfahren, Computermodellen und Zellforschung lassen sich im Gegensatz zum Tierversuch für den Menschen aussagekräftige Ergebnisse erzielen.

Aktion gegen den Affentransport durch Air France:
Wann: Samstag, 7. Dez. 2013, 13-17 Uhr
Wo: Flughafen Düsseldorf, Terminal B, am Air-France-Schalter, Ausgang 9+10
Veranstalter: Ärzte gegen Tierversuche e.V. - AG Ruhrpott

Die AG Ruhrpott ist eine regionale Gruppe der bundesweiten Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V. Der Verein besteht seit 1979 und ist ein bundesweiter Zusammenschluss aus mehreren Hundert Ärzten, Tierärzten und Naturwissenschaftlern, die Tierversuche aus ethischen und wissenschaftlichen Gründen ablehnen. Der Verein und seine Ortsgruppen engagieren sich für eine moderne, humane Medizin und Wissenschaft ohne Tierversuche, die sich am Menschen orientiert und bei der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten sowie der Einsatz tierversuchsfreier Forschungsmethoden im Vordergrund stehen.
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