Montag, 20. November 2017


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Ausstellung: Space On Demand

Diller Scofidio + Renfro, New York

Berlin, (lifePR) - Diller Scofidio + Renfro (DS+R) ist ein interdisziplinäres Designstudio, dessen Projekte an der Schnittstelle von Architektur, bildender und darstellender Kunst ansetzen. 1979 in New York City gegründet, konzentrierte es sich zuerst auf künstlerische Konzeptionen und Installationen. Internationale Beachtung erhielt DS+R durch die Renovierung und Erweiterung des ‚Lincoln Centre for the Performing Arts’ in New York und der ‚High Line’, einem städtischen Park an der Westseite von Manhattan, der auf einer ehemaligen Güterzugtrasse entwickelt wurde. Aktuell wird das Studio von vier Partnern geführt, die bei der Gestaltung jedes Projektes mit einem Stab aus ca. 100 Mitarbeitern aus den Bereichen Architektur, Kunst, Forschung und Literatur zusammen-arbeiten. DS+R ist weltweit tätig. Zu den aktuellen Projekten zählen unter anderem: der 34 Hektar große ‚Zaryadye Park’ unweit vom Kreml in Moskau; das ‚Museum of Image & Sound’ an der Copa-cabana in Rio de Janeiro und der erste Übersee-Campus ‚Juilliard School in Tianjin’, China.

‚Space on Demand’ ist die erste Ausstellung von DS+R in Berlin. Sie erläutert die Arbeitsweise und internen Abläufe des Büros durch die detaillierte Darstellung des zur Zeit im Bau befindlichen Projektes ‚The Shed’. Konzipiert und entworfen von DS+R, in Zusammenarbeit mit Rockwell Group, wird ‚The Shed’ New Yorks erstes multifunktionales Kunstzentrum, wo sämtliche Arten der darstellenden Künste, bildenden Künste und Popkultur produziert und präsentiert werden, geleitet durch den künstlerischen Direktor und Geschäftsführer Alex Poots. Dynamische Momentaufnahmen des laufenden Bauprozesses verdeutlichen die Ambition von DS+R, kulturelle Institutionen neu zu denken. Die Ausstellung beinhaltet physische Artefakte, technische Pläne und ephemere Dokumente, die die wesentlichen Grundlagen zur Realisierung dieses Projekts liefern.

‚The Shed’ liegt an der Westseite Manhattans entlang der ‚High Line’ in der 30th Street und besteht aus einer achtstufigen Grundstruktur mit einer verschiebbaren Außenhülle. Das Hauptgebäude beinhaltet zwei erweiterbare, säulenfreie Galerien, ein Black-Box-Theater mit 500 Sitzplätzen, das in kleinere Räume unterteilt werden kann, einen Veranstaltungs- und Probenraum sowie ein ‚Kreativ-Labor’, das lokalen Künstlern zur Verfügung gestellt wird. Durch die verschiebbare Außenhülle des Gebäudes über den direkt angrenzenden Platz, kann eine licht-, ton- und temperaturgesteuerte temporäre Halle erzeugt werden, die eine unendliche Vielfalt an künstlerischen Nutzungen ermöglicht, darunter auch ein Theater mit 1.250 Sitz- bzw. 3.000 Stehplätzen. Die Deckenkonstruktion oberhalb des Bühnen- und Publikumsraumes bietet Platz für Licht- und Tontechnik. Wird der Außenraum für Open-Air Veranstaltungen benötigt, kann die erweiterbare Hülle wieder über das Basisgebäude zurückgeschoben werden. Mit Referenz auf Cedric Price's ‚Fun Palace’ der 1960er Jahre, dem ungebauten „Anti-Gebäude“, ist ‚The Shed’ unendlich flexibel. Es kann sich ausdehnen oder zusammenziehen, um dem weit gefächerten Spektrum von künstlerischen Arbeiten, wie Performances, bildender Kunst, Events und multidisziplinären Projekten gerecht zu werden. Durch die physische Transformationsfähigkeit kann sich das Gebäude den Anforderungen künstlerischer Praxis anpassen und verschiedene Disziplinen unter einem Dach vereinen.

Dazu die Gründungspartnerin Elizabeth Diller, DS+R: „Die Möglichkeit, ein von Grund auf neues Haus für die Künste zu entwickeln, hat uns zu der Frage geführt: ‚Wie wird die Kunst in den nächsten zehn Jahren aussehen, in 20 Jahren und darüber hinaus?’ Wir kamen zu dem Ergebnis, dass wir das einfach nicht wissen können. Wir können uns jedoch sicher sein, dass es einen stetigen Bedarf an klimatisierten  Räumen in unterschiedlichen Höhen und Größen mit hoher struktureller Belastbarkeit und kompletter  Stromversorgung geben wird. Die Lösung war somit eine ‚Architektur der Infrastruktur’.“

David Rockwell von Rockwell Group fügt hinzu: „Wir haben uns gefragt, wie wir eine Flexiblität herstellen können, die freisetzt, sich nicht auf bestimmte Funktionen eines Gebäudes beschränkt und die best-möglichen Voraussetzungen für die Schaffung neuer Arbeit bietet. Wir haben einen Weg gefunden, ein Kunstzentrum zu schaffen, das sowohl für bildende als auch populäre Künstler nutzbar sein wird.“


Nach der Fertigstellung im Jahr 2019 wird ‚The Shed’ das interdisziplinäre Portfolio kultureller Bauten von DS+R erweitern, das von Galerien bis zu Museumsbauten reicht. In seiner Rolle als Künstler und Kurator hat das Studio bisher über 50 Installationen realisiert, darunter ‚Blur’, ein Pavillon aus Nebel auf dem Neuenburger See für die Schweizer Expo; ‚Liquid Antiquity’ im Benaki Museum in Athen; ‚Off the Cuff’ im PalazzoLitta während der Mailänder Designwoche; ‚EXIT’ im Palais de Tokyo in Paris, eine immersive Installation basierend auf der Visualisierung von Daten zur globalen Migration; ‚The Art of Scent’ im Museum of Art & Design in New York, die erste Ausstellung über die Geschichte olfaktorischer Kunst; ‚Charles James: Beyond Fashion’ im Metropolitan Museum of Art in New York, eine Ausstellung über den Couturier mit 3D-Visualisierung und Robotik; und ‚Pierre Chareau: Modern Architecture and Design’ im Jewish Museum New York, das mit Hilfe VR (virtueller Realität) realisiert wurde. Zu den gebauten Projekten zählen das ‚Institute of Contemporary Art’ in Boston und ‚The Broad’, ein Museum in Los Angeles. In diesem Jahr hat DS+R den ersten Bauabschnitt für die Sanierung und Erweiterung des Museum of Modern Art in New York abgeschlossen. Derzeit arbeitet DS+R an der ‚Mile-Long Opera’, die auf der High Line in New York inszeniert werden wird.

Weitere Informationen zu DS+R finden Sie unter http://www.dsrny.com

Weitere Informationen zur Animation von ‚The Shed’ finden Sie unter http://theshed.org 

Es sprechen:


Dr. h.c. Kristin Feireiss, Aedes Architekturforum, Berlin
Michael P. Steinberg, American Academy, Berlin
Elizabeth Diller, Diller Scofidio + Renfro, New York

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