Dienstag, 24. April 2018


  • Pressemitteilung BoxID 391630

adidas AG: Ergebnisse des Geschäftsjahres 2012 der adidas Gruppe

Herzogenaurach, (lifePR) - .
Wichtigste Entwicklungen im vierten Quartal 2012:

- Konzernumsatz steigt währungsbereinigt um 1%
- Umsatz von TaylorMade-adidas Golf legt um 15% zu
- Umsatz in China und den Europäischen Schwellenländern wächst 12% bzw. 9%

Wichtigste Entwicklungen im Gesamtjahr 2012:

- Konzernumsatz steigt währungsbereinigt um 6% auf neues Rekordniveau von 14,9 Mrd. €
- Umsatz von adidas und TaylorMade-adidas Golf nimmt um 10% bzw. 20% zu
- Bruttomarge verbessert sich trotz deutlich gestiegener Beschaffungskosten um 0,2PP auf 47,7%
- Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 265 Mio. €
- Operative Marge ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte verbessert sich auf 8,0%
- Ergebnis je Aktie ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte steigt um 29% auf Rekordniveau von 3,78 €
- Netto-Cash-Position in Höhe von 448 Mio. € zum Jahresende
- Vorräte des Konzerns zum Jahresende um 1% reduziert
- Management beabsichtigt, eine um 35% höhere Dividende von 1,35 € je Aktie vorzuschlagen

Ausblick

- Wachstum des Konzernumsatzes im mittleren einstelligen Bereich erwartet
- Operative Marge verbessert sich voraussichtlich auf einen Wert von annähernd 9,0%
- Ergebnis je Aktie voraussichtlich zwischen 4,25 € und 4,40 €

"2012 war für den adidas Konzern erneut ein erfolgreiches Jahr", sagte Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender des adidas Konzerns. "Unsere Marken und Produkte standen im Mittelpunkt des Interesses, nicht nur durch unsere einzigartige Präsenz bei den sportlichen Großereignissen des Jahres. Es ist uns auch gelungen, wichtige Marktanteile hinzuzugewinnen. Zudem verdeutlichen die erzielten Verbesserungen der Margen und die starke Cashflowgenerierung die Wertschöpfung, die wir durch die Umsetzung unseres strategischen Geschäftsplans Route 2015 erzielen."

Unregelmäßigkeiten bei Reebok India Company festgestellt

Wie bereits in einer Adhoc-Mitteilung am 30. April 2012 bekannt gegeben, wurden bei Reebok India Company Unregelmäßigkeiten festgestellt. In diesem Zusammenhang wurden wesentliche Fehler in den Abschlüssen von Reebok India Company für die Vorjahre entdeckt. Infolge dieser Fehler beinhaltet auch der Konzernabschluss der adidas AG für das Geschäftsjahr 2011 sowie für Vorjahre wesentliche Falschdarstellungen, die gemäß IAS 8 berichtigt werden müssen. Diese Berichtigungen sind im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 enthalten, in dem die Vergleichszahlen des Geschäftsjahres 2011 angepasst sind. Falschdarstellungen, die Vorjahre betreffen, wurden in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2011 kumulativ angepasst. Die Ergebnisse dieser Anpassungen führten zu einer Reduzierung des auf Anteilseigner entfallenden Gewinns um 58 Mio. € für das Geschäftsjahr 2011 sowie zu einem negativen Effekt in Höhe von 153 Mio. € auf das Eigenkapital in der Eröffnungsbilanz für das Jahr 2011.

Währungsbereinigter Umsatz des adidas Konzerns steigt im vierten Quartal um 1%

Im vierten Quartal 2012 nahm der Konzernumsatz auf währungsbereinigter Basis um 1% zu. Der Umsatz im Einzelhandelssegment und in den Anderen Geschäftssegmenten nahm auf währungsbereinigter Basis um 9% bzw. 7% zu. Der währungsbereinigte Umsatz im Großhandelssegment ging um 4% zurück. In Westeuropa verringerte sich der währungsbereinigte Umsatz um 4%. Diese Entwicklung beruhte vor allem auf hohen Vorjahresvergleichen, die im Zusammenhang mit dem Hineinverkauf von Produkten rund um die UEFA EURO 2012 und die Olympischen Spiele 2012 im Vorjahresquartal stehen. In den Europäischen Schwellenländern lag der währungsbereinigte Umsatz, aufgrund zweistelliger Zuwächse bei Reebok, um 9% über dem Vorjahresniveau. In Nordamerika ging der währungsbereinigte Umsatz um 8% zurück. Zuwächse bei adidas und TaylorMade-adidas Golf wurden durch einen Umsatzrückgang bei Reebok, der hauptsächlich auf nicht wiederkehrende Lizenzumsatzerlöse im Zusammenhang mit der NFL aus dem Vorjahr zurückzuführen war, mehr als aufgehoben. In China stieg der währungsbereinigte Konzernumsatz infolge deutlich zweistelliger Umsatzsteigerungen bei adidas Sport Style um 12%. In den Anderen Asiatischen Märkten nahm der Umsatz aufgrund von Zuwächsen bei Reebok und TaylorMade-adidas Golf währungsbereinigt um 4% zu. In Lateinamerika erhöhte sich der währungsbereinigte Konzernumsatz infolge von Umsatzwachstum bei adidas und TaylorMade-adidas Golf um 4%. Währungseffekte wirkten sich positiv auf die Umsatzerlöse in Euro aus. Der Konzernumsatz lag im vierten Quartal 2012 mit 3,369 Mrd. € um 4% über dem Vorjahresniveau (2011: 3,241 Mrd. €).

Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 265 Mio. € wirkt sich negativ auf Betriebsergebnis im vierten Quartal aus

Die Bruttomarge des Konzerns stieg im vierten Quartal 2012 um 2,0 Prozentpunkte auf 47,6% (2011: 45,6%). Positive Effekte resultierend aus Preissteigerungen, einem besseren Produktmix und einer günstigeren regionalen Umsatzverteilung sowie ein größerer Anteil von Einzelhandelsumsätzen, die höhere Margen erzielen, glichen höhere Beschaffungskosten mehr als aus. Das Bruttoergebnis des Konzerns stieg um 8% auf 1,603 Mrd. € (2011: 1,478 Mrd. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz stiegen um 1,5 Prozentpunkte auf 49,0% (2011: 47,5%). Verantwortlich hierfür waren in erster Linie höhere Marketinginvestitionen im Verhältnis zum Umsatz sowie ein Anstieg der Betriebsgemeinkosten. Im vierten Quartal wies der Konzern einen Verlust aus der betrieblichen Tätigkeit in Höhe von 239 Mio. € aus. Verantwortlich hierfür waren Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 265 Mio. €, die die positiven Effekte resultierend aus der Verbesserung der Bruttomarge mehr als aufhoben. Ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte belief sich das Betriebsergebnis auf 26 Mio. € (2011: 18 Mio. €). Der auf Anteilseigner entfallende Verlust ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte belief sich auf 7 Mio. €; im Vorjahr betrug der auf Anteilseigner entfallende Gewinn 3 Mio. €.

adidas Konzern steigert Umsatz währungsbereinigt um 6%

Im Geschäftsjahr 2012 legte der Konzernumsatz aufgrund zweistelliger Zuwächse im Einzelhandelssegment und in den Anderen Geschäftssegmenten währungsbereinigt um 6% zu. Währungseffekte wirkten sich positiv auf die Umsatzerlöse in Euro aus. Der Konzernumsatz nahm 2012 um 12% zu und erreichte 14,883 Mrd. € (2011: 13,322 Mrd. €).

Konzernumsatz erhöht sich vor allem aufgrund zweistelliger Zuwächse im Einzelhandelssegment und in den Anderen Geschäftssegmenten

Im Großhandelssegment stieg der währungsbereinigte Umsatz im Geschäftsjahr 2012 um 2%. Das Umsatzwachstum bei adidas glich Rückgänge bei Reebok mehr als aus. Der währungsbereinigte Umsatz im Einzelhandelssegment erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 14%. Dies war vor allem auf ein Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis in Höhe von 7% sowie auf die Eröffnung neuer Geschäfte im Rahmen des Ausbaus der Einzelhandelsaktivitäten des Konzerns zurückzuführen. In den Anderen Geschäftssegmenten nahm der Umsatz auf währungsbereinigter Basis um 17% zu. Ausschlaggebend hierfür waren deutlich zweistellige Zuwächse bei TaylorMade-adidas Golf. Währungseffekte wirkten sich positiv auf die Segmentumsatzerlöse in Euro aus.

Währungsbereinigter Konzernumsatz nimmt in allen Regionen zu

In Westeuropa stieg der währungsbereinigte Umsatz im Geschäftsjahr 2012 um 3%, primär aufgrund zweistelliger Zuwächse in Großbritannien und Polen. In den Europäischen Schwellenländern lag der Umsatz aufgrund zweistelliger Steigerungen in den meisten Ländern der Region, insbesondere in Russland/GUS, währungsbereinigt um 15% über dem Vorjahresniveau. In Nordamerika legte der Konzernumsatz aufgrund von Wachstum sowohl in den USA als auch in Kanada währungsbereinigt um 2% zu. Der Umsatz in China erhöhte sich währungsbereinigt um 15%. Die Anderen Asiatischen Märkte verzeichneten einen währungsbereinigten Umsatzanstieg in Höhe von 7%; dies war in erster Linie auf deutliche Steigerungen in Japan und Südkorea zurückzuführen. In Lateinamerika legte der Umsatz aufgrund zweistelliger Zuwächse in den meisten wichtigen Märkten der Region, vor allem in Argentinien, währungsbereinigt um 8% zu. Währungseffekte wirkten sich regional unterschiedlich auf die Umsatzerlöse in Euro aus.

Bruttomarge des Konzerns verbessert sich um 0,2 Prozentpunkte

Die Bruttomarge des adidas Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2012 um 0,2 Prozentpunkte auf 47,7% (2011: 47,5%) und übertraf somit die ursprüngliche Erwartung des Managements einer Bruttomarge in Höhe von etwa 47,5%. Positive Effekte resultierend aus Preissteigerungen, einem besseren Produktmix und einer günstigeren regionalen Umsatzverteilung sowie durch einen größeren Anteil von Einzelhandelsumsätzen, die höhere Margen erzielen, konnten höhere Beschaffungskosten mehr als kompensieren. Das Bruttoergebnis des Konzerns verbesserte sich 2012 um 12% auf 7,103 Mrd. € (2011: 6,329 Mrd. €).

Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 265 Mio. €

Infolge der Neueinschätzung mittelfristiger Wachstumsaussichten einiger Regionen und Segmente hat der adidas Konzern die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert und zum 31. Dezember 2012 einen Vorsteueraufwand in Höhe von 265 Mio. € ausgewiesen. Von diesem Gesamtbetrag entfielen im Großhandel 106 Mio. € auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit Nordamerika, 41 Mio. € auf Lateinamerika, 15 Mio. € auf Brasilien und 11 Mio. € auf Iberia. Die Wertminderungen ergaben sich im Wesentlichen aus angepassten Wachstumsaussichten in Zusammenhang mit der Marke Reebok, insbesondere in den Märkten Nordamerika, Lateinamerika und Brasilien, sowie aus einer Erhöhung der länderspezifischen Diskontierungssätze infolge der Eurokrise. Darüber hinaus wurde der auf Reebok-CCM Hockey allokierte Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 68 Mio. € vollständig und der auf Rockport allokierte Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 24 Mio. € teilweise wertgemindert. Diese Wertminderungsaufwendungen sind im Wesentlichen durch die Neueinschätzung zukünftiger Wachstumsprognosen und, im Falle von Rockport, auch durch eine Erhöhung des Diskontierungssatzes begründet. Die Wertminderung in Höhe von 265 Mio. € war nicht zahlungswirksam und hat keine Auswirkung auf die Liquidität des Konzerns.

Operative Marge ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte verbessert sich auf 8,0%

Das Betriebsergebnis des Konzerns ging im Geschäftsjahr 2012 um 3% auf 920 Mio. € zurück (2011: 953 Mio. €). Die operative Marge des adidas Konzerns verringerte sich um 1,0 Prozentpunkte auf 6,2% (2011: 7,2%). Bereinigt um die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte stieg das Betriebsergebnis um 24% auf 1,185 Mrd. €. Die operative Marge belief sich auf 8,0% und entsprach damit der ursprünglichen Erwartung des Managements einer operativen Marge von annähernd 8,0%. Diese Entwicklung resultierte aus der höheren Bruttomarge und den niedrigeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz.

Finanzerträge steigen um 17%

Die Finanzerträge stiegen im Geschäftsjahr 2012 um 17% auf 36 Mio. € (2011: 31 Mio. €). Dies war vor allem auf höhere Zinserträge infolge höherer durchschnittlicher flüssiger Mittel zurückzuführen.

Finanzaufwendungen gehen um 8% zurück

Die Finanzaufwendungen verringerten sich im Geschäftsjahr 2012 um 8% auf 105 Mio. € (2011: 115 Mio. €). Dies war in erster Linie einem Rückgang der Zinsaufwendungen in Höhe von 9% zuzuschreiben. Die negativen Währungseffekte lagen auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr.

Ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte steigt der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn um 29%

Der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn verringerte sich im Geschäftsjahr 2012 auf 526 Mio. € (2011: 613 Mio. €). Dies bedeutet einen Rückgang in Höhe von 14% gegenüber dem Vorjahreswert. Bereinigt um die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte betrug der auf Anteilseigner entfallende Konzerngewinn 791 Mio. €. Dies bedeutet einen Anstieg um 29%. Die Steuerquote des Konzerns stieg 2012 vor allem infolge der nicht steuerabzugsfähigen Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte um 8,4 Prozentpunkte auf 38,4% (2011: 30,0%). Bereinigt um die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte belief sich die effektive Steuerquote auf 29,3%.

Ergebnis je Aktie erreicht ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte 3,78 €

Im Geschäftsjahr 2012 betrug das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie 2,52 € (2011: 2,93 €). Dies entspricht einem Rückgang um 14%. Ohne Berücksichtigung der Aufwendungen im Zusammenhang mit der Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte belief sich das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie auf einen neuen Rekordwert von 3,78 € und lag damit über der ursprünglichen Prognose des Managements eines Ergebnisses je Aktie zwischen 3,52 € und 3,68 €. Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie belief sich auf 209.216.186.

Vorräte des Konzerns um 1% reduziert

Die Vorräte des Konzerns lagen zum Ende des Jahres 2012 mit 2,486 Mrd. € um 1% unter dem Vorjahresniveau (2011: 2,502 Mrd. €). Grund hierfür war ein Rückgang der unterwegs befindlichen Ware. Auf währungsbereinigter Basis erhöhten sich die Vorräte um 1%; dies spiegelt den starken Fokus des Konzerns auf das Lagerbestandsmanagement wider.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6% über dem Vorjahr

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns nahmen um 6% zu und beliefen sich zum 31. Dezember 2012 auf 1,688 Mrd. € (2011: 1,595 Mrd. €). Währungsbereinigt stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 8%. Dieser Anstieg spiegelt zum einen das Geschäftswachstum der letzten zwölf Monate wider. Zum anderen trug der Rückgang der Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen infolge einer Verbesserung bei den überfälligen Forderungen zu dieser Entwicklung bei.

Netto-Cash-Position in Höhe von 448 Mio. €

Der Konzern beendete das Jahr 2012 mit einer Netto-Cash-Position in Höhe von 448 Mio. €. Verglichen mit der Netto-Cash-Position in Höhe von 90 Mio. € zum Ende des Vorjahres entspricht dies einer Verbesserung um 358 Mio. €. Hauptgrund hierfür war die Cashflowgenerierung aus der betrieblichen Tätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit der letzten zwölf Monate. Auch Währungseffekte in Höhe von 3 Mio. € wirkten sich hier positiv aus. Das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2012 auf -0,3 (2011: -0,1).

Währungsbereinigter Konzernumsatz steigt 2013 voraussichtlich im mittleren einstelligen Bereich

Das Management erwartet, dass der Konzernumsatz im Jahr 2013 währungsbereinigt im mittleren einstelligen Bereich wachsen wird. Währungseffekte werden sich voraussichtlich negativ auf die Umsatzentwicklung in Euro auswirken. Trotz der hohen Unsicherheit bezüglich der Entwicklung der Weltwirtschaft und der Konsumausgaben werden die starke Präsenz des adidas Konzerns in schnell wachsenden Schwellenländern sowie der weitere Ausbau des Einzelhandelssegments die Umsatzentwicklung des Konzerns unterstützen. Zudem wird der Konzern dank seiner Innovationsstärke bedeutende neue Produkte während des gesamten Jahres auf den Markt bringen. Dies wird nicht wiederkehrende positive Effekte auf den Umsatz im Zusammenhang mit der UEFA EURO 2012 und den Olympischen Spielen 2012 in London mehr als ausgleichen. Was die zeitliche Gestaltung betrifft, so wird ein stärkeres Umsatzwachstum für die zweite Jahreshälfte erwartet.

Ergebnis je Aktie steigt voraussichtlich auf 4,25 € bis 4,40 €

Für die Bruttomarge des Konzerns im Geschäftsjahr 2013 wird ein Anstieg auf einen Wert zwischen 48,0% und 48,5% prognostiziert (2012: 47,7%). Es wird mit Verbesserungen in allen Segmenten gerechnet. Die Bruttomarge wird von positiven Effekten aus der regionalen Umsatzverteilung und dem Vertriebsmix profitieren, da die Wachstumsraten in den Schwellenländern und im Einzelhandelssegment, die jeweils hohe Margen erzielen, über den Wachstumsraten in den reiferen Märkten und im Großhandelssegment liegen dürften. Des Weiteren werden Verbesserungen im Einzelhandelssegment sowie bei der Marke Reebok die Entwicklung der Bruttomarge fördern. Diese positiven Effekte werden jedoch durch im Vergleich zum Vorjahr weniger günstige Hedging-Konditionen sowie durch steigende Lohnkosten, die die Umsatzkosten negativ beeinflussen dürften, zum Teil aufgehoben werden.

Der Konzern geht davon aus, dass sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz im Jahr 2013 moderat verringern werden (2012: 41,3%). Aufwendungen des Sales- und Marketing-Working-Budgets im Verhältnis zum Umsatz dürften in etwa auf dem Vorjahresniveau liegen. Marketinginvestitionen zur Unterstützung neuer Produkteinführungen bei allen Marken und der Ausbau der Aktivitäten von Reebok in der Kategorie Fitness werden durch nicht wiederkehrende Aufwendungen im Zusammenhang mit der UEFA EURO 2012 und den Olympischen Spielen 2012 in London kompensiert werden. Es wird erwartet, dass die Betriebsgemeinkosten im Verhältnis zum Umsatz im Jahr 2013 moderat zurückgehen werden. Den höheren Verwaltungs- und Personalaufwendungen im Einzelhandelssegment aufgrund der geplanten Eröffnung weiterer Einzelhandelsgeschäfte stehen Verbesserungen bei den nicht zugeordneten Kosten in Zentralbereichen gegenüber.

Der Konzern geht davon aus, dass die operative Marge im Jahr 2013 einen Wert von annähernd 9,0% erreichen wird (2012 ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte: 8,0%). Eine Verbesserung der Bruttomarge des Konzerns sowie niedrigere sonstige betriebliche Aufwendungen im Verhältnis zum Umsatz dürften die Hauptgründe für diese positive Entwicklung sein. Die Steuerquote des Konzerns dürfte bei einem Wert zwischen 28,0% und 28,5% liegen und damit günstiger ausfallen als im Vorjahr (2012 ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte: 29,3%). Infolge dieser Entwicklungen rechnet der Konzern damit, dass das Ergebnis je Aktie um 12% bis 16% auf einen Wert zwischen 4,25 € und 4,40 € steigen wird (2012 ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte: 3,78 €). Dies entspricht einem auf Anteilseigner entfallenden Konzerngewinn in Höhe von 890 Mio. € bis 920 Mio. €.

Management beabsichtigt Dividende von 1,35 € vorzuschlagen

Angesichts der starken Cashflowgenerierung im Jahr 2012 und der daraus resultierenden verbesserten Netto-Cash-Position zum Jahresende beabsichtigt das Management, der Hauptversammlung am 8. Mai 2013 für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende in Höhe von 1,35 € je Aktie vorzuschlagen (2011: 1,00 €). Dieser Vorschlag bedeutet eine Erhöhung um 35% gegenüber dem Vorjahr. Sofern die Aktionäre ihre Zustimmung erteilen, wird die Dividende am 9. Mai 2013 ausgezahlt. Dieser Vorschlag entspricht einem Ausschüttungssatz von 35,7% des auf Anteilseigner entfallenden Gewinns ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte (2011: 34,1%) und steht im Einklang mit der Dividendenpolitik des Konzerns, die einen Ausschüttungssatz zwischen 20% und 40% des auf Anteilseigner entfallenden Gewinns vorsieht. Basierend auf der Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien zum Ende des Geschäftsjahres 2012 wird die Ausschüttungssumme damit auf 282 Mio. € steigen (2011: 209 Mio. €).

Herbert Hainer sagte: "Wir sind bestens aufgestellt, um 2013 erneut Rekordumsätze zu erzielen. Unsere Produkt-Pipeline ist voller innovativer Produkte, insbesondere in den Kategorien Running, Basketball, Fußball, Lifestyle, Fitness und Golf. Im Rahmen von Route 2015 wird unser Fokus auch weiter darauf liegen, qualitativ zu wachsen. Wir werden 2013 unsere operative Marge deutlich verbessern, was wiederum zu einem zweistelligen Gewinnwachstum führen wird."

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