So mit Sicherheit nicht

Etikettenschwindel bei Bügelschloss bestätigt

(lifePR) ( Bremen, )
Im Handel sind mehrere baugleiche Fahrrad-Bügelschlösser erhältlich, die zu Unrecht mit dem Testurteil "gut" der Stiftung Warentest von Juli 2007 werben. Auf diese mangelhaften Fahrradschlösser hatte der ADFC die Stiftung Warentest Ende August 2008 aufmerksam gemacht. Zu den mangelhaften Bügelschlössern gehören die Modelle 65862 von ProFEX und Sekura KB302 von Büchel.

Während Dreharbeiten zu einem TV-Beitrag über Fahrradschlösser ist dem ADFC-Technikreferenten André Gläser das Bügelschloss Modell 65862 der Marke ProFEX aufgefallen, welches mit einem guten Testurteil der Stiftung Warentest von Juli 2007 warb, obwohl es mit einfachen Werkzeugen zu knacken war. Der ADFC informierte daraufhin die Stiftung Warentest Schon ein umgehender Schnelltest des ProFEX-Bügelschlosses, das mit dem seinerzeit "gut" getesteten angeblich baugleich war, zeigte, dass von einer gleichen Produktqualität keine Rede mehr sein konnte.Die Stiftung bestätigte nun den Etikettenschwindel im Rahmen einer ausführlicheren Nachprüfung.

Die Vertriebsgesellschaft Inter-Union, die für die Marke ProFEX verantwortlich ist, beteuerte gegenüber dem ADFC schriftlich die Baugleichheit mit dem im Test 07/2007 mit "gut" getesteten Bügelschloss Sekura KB302. Daraufhin wurden von der Stiftung Warentest auch die aktuell erhältlichen Sekura KB302 Bügelschlösser geprüft. Es stellte sich heraus, dass auch das Sekura-Bügelschloss des Herstellers Büchel nicht dieselbe Qualität wie im Test von Stiftung Warentest von Juli 2007 aufweist. Die Stiftung spricht im aktuellen Nachtest von "mangelhafter Aufbruchsicherheit".

Auch dem ADFC liegen Materialuntersuchungen vor, die bestätigen, dass die Bügel dieser Schlösser aus ungehärtetem Stahl gefertigt sind und nicht dem Qualitätsanspruch von sicheren Fahrradschlössern gerecht werden. André Gläser: "Diese Schlösser unterscheiden sich nur in der Farbe des Plastiküberzug, ansonsten sind sie baugleich, billig und tragen zu Unrecht immer noch das Testurteil 'gut'".

Die Schlösser werden nach wie vor in Bau- und Supermärkten angeboten und wurden zeitweise als Aktionsware von Discountern wie Penny und Lidl verkauft. ADFC-Rechtsreferent Roland Huhn: "Kunden sollten diese Schlösser im Laden liegen lassen." Wer bereits ein solches Schloss gekauft habe, solle sie gegen Erstattung des Kaufpreises zurückzugeben, da sie nach geltendem Recht einen Sachmangel aufweisen. "Dieses Rückgaberecht besteht bis zu zwei Jahre nach dem Kauf, auch ohne Kassenbon oder Originalverpackung", sagt Roland Huhn.

Der ADFC empfiehlt, Räder mit hochwertigen Bügelschlössern von Markenherstellern an- und abzuschließen und sich beim Kauf im Fachhandel beraten zu lassen.
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