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Pressemitteilung BoxID: 339915 (ACV Automobil-Club Verkehr e.V.)
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500 Euro Bußgeld für den fehlenden Bindestrich

Behörden in Italien und Österreich kassieren deutsche Autofahrer ab

(lifePR) (Köln, ) Was wie eine Raubrittergeschichte aus dem Mittelalter klingt, ist tatsächlich eine Geschichte aus dem Europa im 21. Jahrhundert. Weil auf den in der Europäischen Union einheitlichen Auto-Kennzeichen mit dem EU-Symbol der Trennungsstrich zwischen dem Stadt- oder Kreiskürzel und dem folgenden Erkennungsbuchstaben weggefallen ist, mussten deutsche Autofahrer bei Polizeikontrollen in Italien und Österreich Bußgelder bis zu 500 Euro zahlen. Nach Informationen des ACV Automobil-Club Verkehr bemängelten die Beamten, dass die Papiere nicht zu dem Auto passten. Der Grund: Im Fahrzeugschein blieb der Trennungsstrich bei der Schreibweise des Kennzeichens erhalten und die Beamten in unseren EU-Nachbarstaaten monierten, dass die Einträge auf Kennzeichen und Fahrzeugschein nicht exakt übereinstimmten; somit läge keine Identität vor.

In einem dem ACV bekannten Fall, wurde einem Münchener Autofahrer in Italien nach einer Verkehrskontrolle zunächst das Fahrzeug beschlagnahmt und erst nach Zahlung von 500 Euro Bußgeld wieder zurückgegeben.

Eine Praxis, die auch nach Ansicht des Bundesverkehrsministeriums unzulässig ist. In einem Schreiben an das Auswärtige Amt weist der Verkehrsminister darauf hin, dass die Kennzeichen im Kraftfahrzeugschein mit und ohne Trennungsstrich geschrieben sein können: "Beide Schreibweisen sind gleichberechtigt gültig" heißt es in dem Schreiben.

Bei der Neuausstellung von Kraftfahrzeugscheinen übernehmen die Behörden bereits die neue Schreibweise des Kennzeichens ohne Bindestrich. In Baden-Württemberg und Hessen wurden auch die alten Papiere, allerdings gegen Gebühr, nahezu lückenlos auf die neue Schreibweise umgestellt. Andere Bundesländer ändern die Eintragung nur bei Neuausstellung.

Der ACV Automobil-Club Verkehr rät allen Autofahrern, die in Italien oder Österreich wegen des fehlenden Trennungsstrichs im Kraftfahrzeugschein mit Bußgeld belegt werden, dieses nur unter Protest zu zahlen und die zu Unrecht erhobenen Gelder anschließend zurückzufordern.