Ohrentzündungen: in der Regel ohne Antibiotika behandeln

(lifePR) ( Königstein, )
Nahezu 90 Prozent aller grippalen Infektionen von Nase und Ohren sind viralen Ursprungs. Antibiotika helfen hier nicht weiter, da sie nur bei bakteriellen Erkrankungen angezeigt sind, die sich unter Umständen im späteren Krankheitsverlauf "aufsatteln" können. Deshalb benötigen wir andere Therapieoptionen, die in vielen Fällen schnell für Linderung sorgen.

Wandern Viren über Nasenrachenraum und Ohrtrompete in die Paukenhöhle des Mittelohrs ein, so können sie sich dort einnisten und eine Entzündung des Mittelohrs hervorrufen. Der Patient leidet unter Ohrenschmerzen und Schwerhörigkeit, mitunter tritt Fieber auf, das vor allem bei Kindern rasch auf über 40° Celsius ansteigen kann.

Die entzündlichen Sekrete bewirken einen Druckanstieg, der sogar zum Zerreißen des Trommelfells führen kann. Glücklicherweise schließt sich solch eine Trommelfellperforation meist innerhalb weniger Wochen wieder von alleine.

Die Behandlung einer Mittelohrentzündung (Otitis media) erfolgt mit schleimhautabschwellenden Nasentropfen mit Meersalz zur Förderung der Belüftung. Haben sich im entzündlichen Gewebe zusätzlich Bakterien eingenistet, so ist unter Umständen ein pflanzliches Antibiotikum aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel mit bis zu 4-mal täglich je 5 Tabletten angezeigt.

Weiterhin sind Zinkgaben (täglich 25 mg Zinkorotat) über mehrere Wochen sinnvoll, da Zink Bestandteil von mehr als 300 Enzymen ist. Diese Biokatalysatoren sind am Aufbau eines stärkeren Immunsystems beteiligt. Ebenso schützen sie vor freien Radikalen, die vornehmlich bei akuten Erkältungen und deren Folgeerscheinungen verstärkt auftreten.

Treten Mittelohrentzündungen häufiger auf, greifen wir zu Schüßler-Salzen: Durch die Schleimbildung in der Paukenhöhle hört der Betroffene schlechter und hat einen dumpfen Druck im Ohr. Das Schüßler-Salz Nr. 4, Kalium chloratum D6, verflüssigt den Schleim, damit er besser abfließen kann. Es hilft vor allem dann, wenn die Zunge einen weißen Belag zeigt und der Betroffene sehr kälteempfindlich ist. 3- bis 6-mal täglich 1 Tablette des Salzes vor dem Essen lutschen.

Zeigt die Zunge einen gelben Belag, oder sind die Absonderungen aus Nase und Rachen ebenso gelb, dann sollte auf Schüßler-Salz Nr. 10, Natrium sulfuricum D6, gewechselt werden, mit 3-mal täglich 1 Tablette über Wochen, bis sich eine saubere Zunge zeigt.

Hat sich aber die Entzündung über die Paukenhöhle bis zum Warzenfortsatz ausgedehnt, so ist oftmals guter Rat teuer. Wenn sich der Knochen einmal entzündet hat, dann besteht große Gefahr, dass sich die Infektion auf die Hirnhäute (Meningitis) ausbreitet. Mitunter muss ein Antibiotikum gegeben werden, wenn sich die Entzündung nicht eindämmen lässt und eine bakterielle Meningitis droht. Daher ist es ratsam, eine Mittelohrentzündung schon bei den ersten Anzeichen ärztlich abklären zu lassen.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag in Naturarzt- Ihr Gesundheitsratgeber, 2/2013.
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