Mittwoch, 20. September 2017


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Thomas Bernhard: Der Italiener

Arbeit als Experiment

Berlin, (lifePR) - Im Juni 1970 führte der Filmemacher Ferry Radax (Sonne halt!) in Ohlsdorf, dem Hamburger Stadtteil, wohlgemerkt, nicht in Bernhards oberösterreichischer Heimat, das legendäre Interview »Drei Tage«. Bernhard war begeistert und beschloß, »für den erstaunlichen Regisseur und seine erstaunliche Arbeitsweise ... einen längeren und das heißt mindestens eineinhalb Stunden langen Film zu schreiben«.

Zur Grundlage für seine Filmerzählung nahm Bernhard das von ihm schon »vergessene« Fragment »Der Italiener«, das nach 1963, dem Erscheinungsjahr von Frost, entstanden war. Es lieferte eine Erklärung für die Finsternis, die Kälte und Verstörung der Menschen und Landschaften in Bernhards Büchern, wie in dem großen Roman Auslöschung (1986), zu dem Bernhard das Fragment später ausarbeiten sollte.

Der Film wurde 1972 mit drei Adolf-Grimme-Spezialpreisen (Regie, Drehbuch, Kamera) ausgezeichnet.

Extras:

- Das 55minütige Interview »Drei Tage«, in dem Thomas Bernhard ausführlich über seine Jugend und seine Arbeitsweise spricht
- 60-seitiges Booklet mit Texten von Thomas Bernhard, Hans Höller, Georg Schmid und Martin Wiebel

DVD-Ausstattung:

Spiefilm Deutschland 1971
DVD 5 im Digipak, s/w, 130 Min.
Deutsche Fassung

Empf. VK EUR 19,90

»12. Juni 1971: Am Vormittag gehe ich mit Bernhard spazieren. Wir sprechen über seine neue Prosa und kaum über den Film. Um 13.30 Uhr beginnt die Vorführung des Films in einem Synchronstudio. Der Film ist zu Ende. Bernhard schweigt, schließlich sagt er, daß er sehr glücklich sei und - selbstironisch - daß es um jede Mark schade sei, die Radax zu wenig zur Verfügung gehabt hätte. Es wird beschlossen, den Film am 18. Oktober 1971 auszustrahlen. Das Wagnis ist überstanden.«

Martin Wiebel

Filmseite: http://absolutmedien.de/film-1392
Die erste Thomas Bernhard-DVD: http://absolutmedien.de/film-1290

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